Preben J. Rist (* 10. Januar 1885 in Kopenhagen; † 12. Februar 1967 ebenda) war ein dänischer Schauspieler und Regisseur.
Leben Rist war zunächst als Versicherungsagent tätig und hatte sich auch als Schriftsteller versucht. Als filmischer Autodidakt und Abenteurer unternahm er Reisen rund um den Globus. Diese führten ihn u. a. bis nach Sibirien und die USA und brachten ihm 1913 in Amerika erste Kontakte mit Filmleuten (der Produktionsfirma Vitagraph) ein.
1914 kehrte Rist in die dänische Heimat zurück, dort stand er vor allem in Filmen unter der Regie von August Blom vor der Kamera. Meist musste sich der schmalgesichtige Kopenhagener mit dem akkuraten Mittelscheitel mit recht kleinen Rollen zufriedengeben.
Inmitten des Ersten Weltkriegs wurde Preben nach Deutschland verpflichtet; dort gab er seinen Einstand in einem Stuart-Webbs-Serienkrimi. Laut eigener Aussage will Preben Rist bis Mitte der 1920er Jahre an rund 200 Filmen (überwiegend als Schauspieler) beteiligt gewesen sein.
Nach elf Jahren Deutschlandaufenthalt kehrte der Kopenhagener in seine dänische Heimat zurück, wo er sich schließlich als Kauf- bzw. Geschäftsmann versuchte.
Filmografie (Auswahl) 1914: Tempeldanserindens elskov 1914: Et læreear 1914: Eventyrersken 1914: Revolutionshochzeit (Revolutionsbryllup) 1914: Die Waffen nieder! (Ned med vaabnene !) 1915: Den vanærede 1915: Liebe, die alles trägt (Sønnen) 1916: Der Mann ohne Kopf 1916: Der Amateur 1916: Unter heißer Zone 1917: Der weiße Schrecken 1918: Maria Magdalena (auch Regie) 1918: Der lachende Tod 1918: Der grüne Vampyr 1919: Wehrlose Opfer 1919: Die Prostitution (2 Teile) 1919: Verlorene Töchter, 3. Teil 1919: Nur ein Zahnstocher 1920: Die Augen als Ankläger 1920: Nirvana (6 Teile) 1920: Falschspieler 1920: Manolescus Memoiren 1920: Ferréol. Ein Kampf zwischen Liebe und Pflicht 1921: Die Diktatur der Liebe, 1. Teil: Die böse Lust 1921: Das Geheimnis der sechs Spielkarten (1. und 2. Teil) 1921: Die Liebschaften des Hektor Dalmore 1921: Aus den Akten einer anständigen Frau 1921: Die Ratten 1921: Der Eisenbahnkönig (2 Teile) 1921: Aus dem Schwarzbuch eines Polizeikommissars, 1. Teil: Loge Nr. 11 1922: Mignon (auch Regie) 1923: Der große Sensationsprozeß 1923: Gobseck (nur Regie)
Weblinks
Literatur Kurt Mühsam / Egon Jacobsohn: Lexikon des Films, Berlin 1926.
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