Bevorzugte Farbkennzeichnung von Außenleitern beim Dreiphasenwechselstrom im CENELEC-Raum:braun, schwarz, grau L1 125px L2 125px L3 125px
Ein Außenleiter (engl. line conductor, umgangssprachlich Phase) ist ein Leiter, der im üblichen Betrieb unter Spannung steht und zur Übertragung oder Verteilung elektrischer Energie beitragen kann, aber kein Neutralleiter (Mittelleiter) ist.DIN 40108:2003-06 Elektrische Energietechnik, Stromsysteme – Begriffe, Größen, Formelzeichen.
Bei einphasigen Anschlüssen mit einer Nennspannung von 230 V tritt er nur einfach auf und wird mit L bezeichnet (von ); bei Dreiphasenanschlüssen gibt es drei Außenleiter, die mit L1, L2 und L3 bezeichnet werden (früher R, S, T).Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch IEC 60050-826:2004-08 (DIN VDE 0100-200:2006-06), Nr. 826-14-09. In der Regel sind sowohl die Außenleiter wie auch der Neutralleiter stromführend; einen stromführenden Leiter nennt man im englischen Sprachraum auch ( = stromführend). Daher sind: : die Außenleiter wie auch der Neutralleiter : nur die Außenleiter L1, L2 und L3.
Beim Dreiphasenwechselstrom („Drehstrom“) erreichen die Wechselströme in den drei Außenleitern ihre Amplituden (zeitlich) bei unterschiedlichen Phasenwinkeln.
Im Niederspannungsnetz beträgt der Effektivwert der Spannung von Außenleitern in der Regel 230 V gegen den Neutralleiter sowie den Schutzleiter (welche auch als „Phasenspannung“ bezeichnet wird) und 400 V zwischen zwei Außenleitern (welche auch als „(Außen-)Leiterspannung“, „verkettete Spannung“ oder „Dreiecksspannung“ bezeichnet wird). In der Schweiz war bis 2010 die Bezeichnung „Polleiter“ nach Norm vorgegeben, sie wurde auf „Außenleiter“ angepasst.
Siehe auch Phasenprüfer
Einzelnachweise
Kategorie:Elektrische Leitung
nl:Installatiedraad#Fasedraad