Der Eichelnkopf ist ein 545,7 m hoher Berg im südwestlichen Teil des Harzes. Er liegt nahe Herzberg am Harz im gemeindefreien Gebiet Harz des niedersächsischen Landkreises Göttingen (Deutschland).
Geographie Lage Der Eichelnkopf erhebt sich im Naturpark Harz. Sein Gipfel liegt etwa 3,5 km östlich von Herzberg am Harz und 3,5 km nördlich des Herzberger Ortsteils Scharzfeld sowie 2,5 km südwestlich des Großen Knollens () und 0,9 km südwestlich der Mittelecke ().
Naturräumliche Zuordnung Über den Eichelnkopf verläuft in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Harz (Nr. 38), in der Haupteinheit Oberharz (380) und in der Untereinheit Südlicher Oberharz (380.8) die Grenze der Naturräume Oderbergland (380.81) und Sieberbergland (380.82). Die Landschaft fällt nach Südwesten in den Naturraum Herzberger Vorlandterrassen (376.25) ab und nach Südsüdwesten in den Naturraum Scharzfelder Zechsteinhügel (376.27), die in der Haupteinheitengruppe Weser-Leine-Bergland (37) und dessen Haupteinheit Südwestliches Harzvorland (376) zur Untereinheit Osterode-Herzberger Vorland (376.2) gehören.
Geologie Auf dem Osthang des Eichelnkopfs gibt es ein isoliertes Vorkommen von dunklem Tonschiefer aus dem Silur, welches zu den ältesten Gesteinen im gesamten Harz gehört.
Schutzgebiete und Bewaldung Auf dem Eichelnkopf liegen Teile des Landschaftsschutzgebiets Harz (Landkreis Göttingen) (CDDA-Nr. 321403; 2000 ausgewiesen; 300,112 km² groß). Der Berg war bis 2017 teils mit Fichten und teils mit Buchen bewachsen. In den trockenen Jahren 2018 bis 2020 sind fast alle Fichten eingegangen. Im Jahre 1596 gab es dort überwiegend Buchen, im Jahre 1630 junge Eichen, Birken und Buchen.
Wandern Es gibt einen Wanderweg, der von Norden auf den Eichelnkopf führt. Die letzten 300 m unterhalb des Gipfels gelten mit einer Steigung bis zu 34 % als eine besondere Herausforderung für Mountainbiker. Auf dem Südhang des Berges führt ein Wanderweg an der 300-jährigen Euleneiche vorbei.
Quellen Topographische Karte Bad Lauterberg, Nr. 4328, M = 1:25.000 (TK25), ISBN 978-3-89435-423-7 Geologische Karte Harz, M = 1:100.000, Herausgegeben vom Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesamt für Bodenforschung, Halle 1998, ISBN 3-929951-20-7
Einzelnachweise Berghöhe laut topographische Karte Bad Lauterberg, Nr. 4328, M = 1:25.000 (TK25), ISBN 978-3-89435-423-7
Jürgen Spönemann: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 100 Halberstadt. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1970. → Online-Karte (PDF; 4,7 MB)
Ina Begemann: , Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultäten der Georg-August-Universität zu Göttingen, Göttingen 2003, S. 47 (PDF; 2,9 MB)
Kurt Mohr, Geologie und Minerallagerstätten des Harzes, 2. Auflage, Stuttgart 1993, ISBN 3-510-65154-5, S. 19
Kategorie:Berg im Harz Kategorie:Berg im Landkreis Göttingen Kategorie:Harz (Landkreis Göttingen)