miniatur|hochkant=1.3|Wohnhaus am Checkpoint Charlie Ilias Zengelis (auch Elia oder Elias Zenghelis; auch Ilias Zenghelis; griechisch ; * 1937 in Athen; † 30. August 2026) war ein griechischer Architekt und Hochschullehrer. Er gehörte 1975 gemeinsam mit Rem Koolhaas, Zoe Zenghelis und Madelon Vriesendorp zu den Gründern des Office for Metropolitan Architecture (OMA) und gilt als einer der einflussreichen Architekturlehrer des späten 20. Jahrhunderts.
Leben
Ilias Zengelis, Sohn des griechischen Architekten Dimitris Zengelis und Enkel des Chemikers Timoleon Zengelis, studierte bis 1961 Architektur an der Architectural Association School of Architecture in London. Zu dieser Zeit arbeitete er bei Douglas Stephen and Partners in London. Von 1971 bis 1975 arbeitete er u. a. mit Georges Candilis, Michael Carapetian, Aristidis Romanos, Oswald Mathias Ungers und Peter Eisenman zusammen. 1975 gründete er mit seiner Frau Zoe, Rem Koolhaas und Madelon Vriesendorp das Office for Metropolitan Architecture, an dem auch Zaha Hadid tätig war. Das OMA hatte Büros in London, Rotterdam und Athen.
Innerhalb von OMA war er insbesondere an den frühen theoretischen und städtebaulichen Arbeiten beteiligt. Dazu gehörten Entwürfe für die Erweiterung des niederländischen Parlaments in Den Haag, die IBA Berlin und den Wettbewerb für den Parc de la Villette in Paris.
1987 verließ Zenghelis OMA und gründete gemeinsam mit Eleni Gigantes das Büro Gigantes Zenghelis Architects mit Standorten in Athen und Brüssel.
Zenghelis' Wirkung beruht nicht allein auf seinen ausgeführten Bauten. Besonders prägend war seine jahrzehntelange Lehrtätigkeit. In Nachrufen wurde er als Lehrer einer Generation international bedeutender Architekten gewürdigt; zu seinen Schülern zählten unter anderem Rem Koolhaas, Zaha Hadid und David Chipperfield.
Lehrtätigkeit
Von 1989 bis 2002 war Zenghelis Professor für Baukunst an der Kunstakademie Düsseldorf. Darüber hinaus lehrte er unter anderem am Berlage Institute in Rotterdam, an der Columbia University in New York City, der Syracuse University in New York, Princeton University in New Jersey, Yale University, UCLA, der Edinburgh College of Art, School of Architecture, der Bartlett School of Architecture and Planning in London, der Hochschule Liechtenstein, der ETH Zürich, der Accademia di architettura di Mendrisio und weitere.
Die Universität Patras ernannte ihn zum Ehrendoktor und beschäftigte ihn über mehrere Jahre im dortigen Masterprogramm für Architektur. Die Universität Thessalien ernannte Zengelis im Jahr 2009 zum Professor Emeritus an ihrer Architekturfakultät.
1991 erhielt er den Mies van der Rohe Preis (Besondere Erwähnung). 2000 erhielt er den RIBA Annie Spink Award for Excellence in Architectural Education des Royal Institute of British Architects.
Bauwerke (Auswahl) Koolhaas-Haus am Checkpoint Charlie, Friedrichstr. 207–208, Berlin, mit Rem Koolhaas und Matthias Sauerbruch (1989) Hotel Sphinx, theoretisches Projekt, 1975, mit Zoe Zenghelis Erweiterung des niederländischen Parlaments, Den Haag, Wettbewerbsentwurf 1978 Sixteen Villas on the Island of Antiparos, 1981 Beiträge zum Parc de la Villette, Paris, Wettbewerb 1982 Centre for the Commercial Bank, Holargos, 1990–1997 Wohnhäuser in Vouliagmeni, 1994 Daidalos-Tourismuskomplex auf Kos, 1999 Wohnhaus in Kilada, 2001
Weblinks Office for Metropolitan Architecture Biografie bei der Universität Patras
Einzelnachweise
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