Silvia Eulalia Catalina Tortosa López (* 8. März 1947 in Barcelona; † 23. März 2024 ebenda) war eine spanische Schauspielerin.
Leben und Wirken Die gebürtige Katalanin hatte an der Escuela de Artes Suntuarias Massana eine Ausbildung im Zeichnen, der Malerei und der Illustration erhalten und ließ sich am Instituto del Teatro zur Schauspielerin fortbilden. Bereits mit 15 Jahren stand Silvia Tortosa auf der Bühne: Sie spielte die kleine Dorothy in einer Aufführung von Der Zauberer von Oz.
Beim Film seit 1966, verstand es die attraktive Künstlerin nur gelegentlich, der Rollenstereotype des attraktiven, sinnlichen, jungen Mädchens und dekorativen Anhängsels zu entgehen. Silvia Tortosa spielte in Filmen der unterschiedlichsten Genres mit: Komödien, Romanzen und Melodramen. In dem prominent besetzten Horrorfilm Horror-Expreß verkörperte sie an der Seite von Peter Cushing, Christopher Lee und Telly Savalas die Gräfin Irina Petrowska, die, zusammen mit anderen Zugreisenden, in die Fänge eines außerirdischen Monsters gerät. An dem erotischen Gesellschafts- und Ehemelodram „La señora“ war Silvia Tortosa 1987 auch als Autorin und Produzentin beteiligt. 1998 inszenierte sie einen Kurzfilm.
Silvia Tortosa trat auch weiterhin in Theaterstücken (unter anderem Demasiadas cosas prohibidas, Der Geizige, La herida luminosa) auf und wirkte in Fernsehproduktionen, darunter die Serien Bajo el mismo techo und La huella del crimen, mit. Mehr noch als mit ihren künstlerischen Aktivitäten sorgte die Schauspielerin mit ihren zahlreichen Liebschaften und Ehen für Schlagzeilen in der spanischen Boulevardpresse. 2007 veröffentlichte sie ihre Memoiren unter dem Titel Mi vida oculta. Im März 2024 erlag sie einem langjährigen Krebsleiden.
Filmografie Kinofilme, wenn nicht anders angegeben 1966: El último sábado 1966: Un día despues de agosto 1966: La tía de Carlos en mini-falda 1968: El padre Coplillas 1972: Horror-Expreß (Pánico en el transiberiano) 1972: Pisito de solteras 1973: The Loreley’s Grasp – Die Bestie im Mädchen-Pensionat (Las garras de Lorelei) 1973: El chulo 1973: La chica del molino rojo 1975: Madrid, Costa Fleming 1976: Fango 1976: Asignatura pendiente 1977: Niñas, al salón 1977: Clímax 1977: El huerto del francés 1978: Tobi 1980: El hombre de moda 1980: Semilla de muerte 1981: Los locos, locos carrozas 1981: Naftalina 1983: Una rosa al viento 1984: Playboy en paro 1984: La hoz y el Martínez 1987: La señora (auch Drehbuchbeteiligung und Produktion) 1988: Brother from Space (Hermano del espacio) 1988: Esmeralda Bay – Countdown zur Hölle (La bahia Esmeralda) 1991: Los mares del sur 1996: Yo, una mujer (Fernsehserie) 1997: La hermana 1998: Muñequitas lindas (Kurzfilm, Regie) 1998: Bomba de relojería 2001: Llámame 2002: Esta noche, no 2005: El invierno pasado (Kurzfilm) 2006: La dársena de poniente (Fernsehserie) 2007: Como el perro y el gato (Fernsehserie) 2008: Stevie (Fernsehfilm) 2011: Tita Cervera, La Baronesa (Fernsehserie)
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 8: T–Z. David Tomlinson – Theo Zwierski. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 16.
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Einzelnachweise
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