Die Virtual-C IDE (auch 'VIDE' genannt) ist eine einfache integrierte Entwicklungsumgebung zur Darstellung des Daten- und Kontrollflusses eines C-Programms. Es bietet mit einem Editor, Compiler/Linker und Debugger die Möglichkeit, C-Programme zu entwickeln, zu übersetzen und zu testen. Aufgrund der einfachen Handhabung und der Visualisierungsmöglichkeiten ist die IDE besonders für Programmieranfänger geeignet.D. Pawelczak, A. Baumann: Virtual-C - a programming environment for teaching C in undergraduate programming courses. IEEE Global Engineering Education Conference EDUCON 2014, 3. - 5. April 2014, Istanbul, Turkey, S. 1142–1148 Funktionalität Das Ziel der Virtual-C IDE ist eine möglichst einfache Bedienung, um Schülern und Studenten den Einstieg in die C-Programmierung zu vereinfachen. So ist zum Übersetzen oder Debuggen eines C-Programms keine Konfiguration oder die Erstellung eines Projekts erforderlich. Für die Anwendung im Unterricht ist die Benutzeroberfläche einfach skalierbar, damit auch bei geringen Auflösungen der Videoprojektion im Klassenzimmer/Hörsaal Programmtext, Datenvisualisierung sowie Ein- und Ausgabe gut lesbar sind.

Im Gegensatz zu einer professionellen Entwicklungsumgebung wird (derzeit noch) keine ausführbare Datei erzeugt. Vielmehr wird das Programm in einer virtuellen Maschine ausgeführt. Die Virtual-C IDE bietet insbesondere: Visualisierung des Arbeitsspeichers: Die Zugehörigkeit von Speichersegmenten wird mit verschiedenen Farben markiert, wie z. B. blau für konstante Bereiche oder grün für das Datensegment. Zeiger werden als Pfeile auf Speicherblöcke entsprechender Farbe dargestellt. Darstellung des Kontrollflusses: im Zeitlupenmodus kann der Benutzer die schrittweise Ausführung des Programms verfolgen. Zusätzlich wird der Call stack dargestellt. Interaktive Übungsaufgaben: Ein integriertes Tests framework erlaubt das Durchführen von Black-Box-Tests. Eine ECMAScript API ermöglicht die Bereitstellung von Plug-ins.D. Pawelczak: Virtual-C IDE manual Aktuell werden drei Plug-ins mitgeliefert: Visualisierung der einfach verketteten Liste, graphische Darstellung von Binärbäumen, sowie ein Ablaufprotokoll beim Debugger. Eine vereinfachte Version der SDL kann für die Programmierung von Grafik eingesetzt werden. Nebenläufige Programme lassen sich mit Hilfe von ISO C11 Threads umsetzen. Die IDE unterstützt C90 und weitgehend den Sprachkern von ISO C11, wobei die Laufzeitbibliothek einige Einschränkungen aufweist. Einige Feature sind aus didaktischen Gründen nicht implementiert, wie z. B. die Autovervollständigung oder VLAs. Die Virtual-C IDE ist sowohl für Mac OS X, Linux als auch für Windows als Freeware verfügbar.

Einzelnachweise

Weblinks Webseite der Virtual-C IDE

Kategorie:Integrierte Entwicklungsumgebung Kategorie:Freeware Kategorie:C (Programmiersprache)