Dieser Artikel behandelt tagesbezogene Nachrichten und Ereignisse im Januar 2015.
Tagesgeschehen Donnerstag, 1. Januar 2015 mini|200px|Logo der lettischen EU-Ratspräsidentschaft mini|150px|Rückseite der litauischen Ein-Euro-Münze Bern/Schweiz: Simonetta Sommaruga übernimmt turnusgemäß das Amt der Bundespräsidentin. Ibb/Jemen: Durch den Anschlag eines Selbstmordattentäters während einer schiitischen Gedenkzeremonie kommen fast 50 Personen ums Leben. Kairo/Ägypten: Das Kassationsgericht gibt der Berufung von drei Al-Jazeera-Mitarbeitern statt. Der Prozess gegen Peter Greste, Mohamed Fadel Fahmy und Baher Mohammed wird neu aufgerollt.Der Standard: Ägypten: Prozess gegen Al-Jazeera-Reporter wird neu aufgerollt, 2. Jänner 2015 New York/Vereinigte Staaten: Angola, Malaysia, Neuseeland, Spanien und Venezuela werden neue nichtständige Mitglieder im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Riga/Lettland: Lettland übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft. Vilnius/Litauen: Als 19. Mitgliedstaat der Europäischen Union führt Litauen den Euro ein. Das vorhandene Bargeld in Litas zählt noch bis zum 15. Januar als gesetzliches Zahlungsmittel. Wien/Österreich: Serbien übernimmt die Präsidentschaft der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Wien/Österreich: Zubin Mehta dirigiert das 75. Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker.
Freitag, 2. Januar 2015 Washington, D.C./Vereinigte Staaten: Nach einem mutmaßlich nordkoreanischen Hackerangriff Ende November auf das Filmstudio Sony Pictures, mit dem dieses gezwungen werden sollte, von der Veröffentlichung der Politkomödie The Interview abzusehen, welche von einem Mordkomplott des US-Auslandsgeheimdienstes gegen den nordkoreanischen Machthaber handelt, verschärfen die Vereinigten Staaten ihre Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea. Sie umfassen neue Strafmaßnahmen gegen zehn Regierungsvertreter und drei Organisationen und Firmen.
Samstag, 3. Januar 2015 Istanbul/Türkei: Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu stimmt nach einem Treffen mit Kirchenvertretern dem Neubau einer Kirche zu. Es ist die erste Gewährung dieser Art seit Gründung der Türkischen Republik 1923. Das Gotteshaus der Minderheit der aramäisch-assyrischen Christen soll im Istanbuler Stadtteil Yeşilköy entstehen und wird durch eine Stiftung finanziert. Wick/Vereinigtes Königreich: Vor der schottischen Küste versinkt das mit Zement beladene und auf Zypern registrierte Frachtschiff Cemfjord in stürmischer See. Die Suche nach den vermissten Seeleuten verläuft ergebnislos.
Sonntag, 4. Januar 2015 London/Vereinigtes Königreich: Der Schotte Gary Anderson gewinnt das Finale der PDC World Darts Championship 2015.
Montag, 5. Januar 2015 Peking/China: China legt einen Handelsstreit mit der WTO bei, in dem es die Beschränkungen beim Export für Seltene Erden aufhebt.
Dienstag, 6. Januar 2015 Bischofshofen/Österreich: Stefan Kraft aus Österreich gewinnt vor seinem Landsmann Michael Hayböck die 63. Vierschanzentournee. Dhaka/Bangladesch: In Dhaka wird der Chef des ersten privaten Satelliten-Fernsehkanals festgenommen. Der Sender hat zuvor eine Rede des Sohnes der Oppositionsführerin ausgestrahlt, was am Folgetag durch ein Gericht verboten wird. In einem zunehmenden Machtkampf zwischen Regierung und Opposition wird die Pressefreiheit mehr und mehr eingeschränkt. Tripolis/Libyen: In Libyen wächst der Einfluss von Dschihadisten, die immer mehr in das Machtvakuum zwischen der ordentlichen Regierung in Tobruk, die ihr Gewaltmonopol zusehends verliert, und einer islamistischen Gegenregierung in der Hauptstadt, eindringt. In zunehmend prekärer Sicherheitslage werden im Raum Sirte mehrfach koptische Ägypter entführt. Überdies wird ein griechischer Tanker vor Darna von der Regierung angegriffen, da diese an Bord Islamisten vermutet. Mit der Turkish Airlines stellt die letzte internationale Fluggesellschaft ihre Verbindungen nach Libyen ein. Tscherkassy/Ukraine: Bei einem Zusammenstoß eines Militärtransporters mit einem Linienbus in dichtem Schneeregen bei Mankiwka in der Oblast Tscherkassy sterben 13 Soldaten und 18 weitere werden verletzt.
Mittwoch, 7. Januar 2015 mini|150px|„Ich bin Charlie“ Kairo/Ägypten: Mit Abd al-Fattah as-Sisi besucht zum ersten Mal ein ägyptisches Staatsoberhaupt die Weihnachtsliturgie der koptischen Christen in der Markuskathedrale. In einer kurzen Ansprache appelliert as-Sisi an die Einheit aller Ägypter, sich nicht in Muslime und Christen aufspalten zu lassen. London/Vereinigtes Königreich: Für die Verseuchung des Nigerdeltas im Jahre 2008 zahlt der britisch-niederländische Ölkonzern Shell im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung 35 Millionen Pfund die 15.600 betroffenen Bewohner, überwiegend Fischer und Kleinbauern, und weitere 20 Millionen Pfund an die nigerianische Gemeinde Bodo. Maiduguri/Nigeria: Bei einer Offensive der islamistischen Terrormiliz Boko Haram im Bundesstaat Borno im Nordosten Nigerias werden mindestens elf Ortschaften, darunter auch das am Tschadsee gelegene Handelszentrum Baga, zerstört. Hunderte Menschen werden dabei getötet, Tausende befinden sich auf der Flucht. Paris/Frankreich: Bei einem Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo sterben mindestens zwölf Personen, darunter zwei zum Schutz der Zeitschrift abgestellte Polizisten. 20 weitere werden verletzt. Die drei mutmaßlich islamistischen Täter sind flüchtig. Für den Raum Paris wird die höchste Terrorstufe ausgerufen.
Donnerstag, 8. Januar 2015 Colombo/Sri Lanka: Bei den Präsidentschaftswahlen kommt es zu einem Machtwechsel. Amtsinhaber Mahinda Rajapaksa verliert überraschend gegen seinen Herausforderer, den bisherigen Gesundheitsminister Maithripala Sirisena.
Freitag, 9. Januar 2015 Melbourne/Australien: Gastgeber Australien gewinnt das Eröffnungsspiel der 16. Fußball-Asienmeisterschaft gegen Kuwait. Zum ersten Mal findet der Asien-Cup nicht auf dem asiatischen Kontinent statt. Paris/Frankreich: Zwei Tage nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo werden die beiden Attentäter getötet. Rawalpindi/Pakistan: Bei einem Anschlag auf eine schiitische Moschee in der Garnisonsstadt Rawalpindi nahe der Hauptstadt Islamabad werden mindestens sieben Personen getötet und 15 weitere verletzt.
Samstag, 10. Januar 2015 Cape Canaveral/Vereinigte Staaten: Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX scheitert mit dem Versuch, eine Trägerrakete nach dem Start zur Wiedernutzung auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik aufzufangen, da die Landung darauf zu hart erfolgt.
Sonntag, 11. Januar 2015 mini|150px|Kolinda Grabar-Kitarović Paris/Frankreich: Nach den Terroranschlägen der letzten Tage versammeln sich in Paris hunderttausende Menschen, darunter viele Staats- und Regierungschefs, zu einem Trauermarsch. Zagreb/Kroatien: Bei der Stichwahl um das Amt des Präsidenten siegt die Herausforderin, die konservative frühere Außenministerin Kolinda Grabar-Kitarović, mit gut 50,7 % knapp gegenüber dem favorisierten Amtsinhaber Ivo Josipović, der fast 49,3 % der Stimmen auf sich vereinen kann. Analysten gehen davon aus, dass die Konservativen von der seit sechs Jahren andauernden schlechten wirtschaftlichen Lage profitiert haben. Mit Kolinda Grabar-Kitarović steht zum ersten Mal eine Frau an der Spitze des Landes.
Montag, 12. Januar 2015 Kingstown/St. Vincent und die Grenadinen: Ein mit Schülern besetzter Bus stürzt im Norden der Karibikinsel St. Vincent von einer Klippe in den Atlantik. Mindestens fünf Schüler verunglücken dabei tödlich, mehrere werden verletzt. Für den kleinen Karibikstaat ist das laut dessen Regierungschef eine Tragödie von nationalem Ausmaß. Nukuʻalofa/Tonga: Eine kilometerhohe Aschewolke des Vulkans Hunga Tonga-Hunga Ha'apai führt zu massiven Beeinträchtigungen des Flugverkehrs in der Südsee. Mehrere Flüge nach Tonga werden abgesagt.
Dienstag, 13. Januar 2015 Berlin/Deutschland: Bei einer von muslimischen Verbänden initiierten Mahnwache gedenken muslimische, christliche und jüdische Religionsvertreter, Politiker sowie Tausende den Opfern des Terrors von Paris und werben gleichzeitig für Offenheit und Toleranz. Bundespräsident Joachim Gauck hebt in seiner Ansprache hervor, die Terroristen wollten uns spalten, erreicht haben sie das Gegenteil. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, betont: Wir werden es nicht zulassen, dass unser Glauben missbraucht wird.
Mittwoch, 14. Januar 2015 Colombo/Sri Lanka: Bei einer Messe mit mehr als einer halben Million Gläubigen in Colombo spricht Papst Franziskus den Missionar Joseph Vaz heilig, der sich im 17. Jahrhundert um Arme und Kranke kümmerte und so religiöse Spaltung überwand. Anschließend fliegt der Papst in den Norden von Sri Lanka und betet dafür, dass die Mitglieder der tamilischen Minderheit und die der singhalesischen Mehrheit wieder zu einer Familie werden. Istanbul/Türkei: Das Titelbild der in einer Rekordauflage erscheinenden ersten Ausgabe des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo nach den Terroranschlägen auf seine Redaktionsspitze wird in der Türkei verboten. Internetseiten, die die Karikatur des weinenden Propheten Mohammed mit seinem Schild Je suis Charlie zeigen, werden gesperrt. Schon zuvor bekommt die türkische Zeitung Cumhuriyet, die Auszüge der Karikaturen von Charlie Hebdo gedruckt hat, Probleme. Paris/Frankreich: Im Nordosten der französischen Hauptstadt wird die Pariser Philharmonie eröffnet. Das neue Konzerthaus kostet 380 Mio. Euro. Rom/Italien: Der elfte Staatspräsident Italiens, Giorgio Napolitano, tritt aus Altersgründen 89-jährig zurück. Bis zur Wahl eines Nachfolgers übernimmt Senatspräsident Pietro Grasso kommissarisch die Amtsgeschäfte.
Donnerstag, 15. Januar 2015 mini|150px|Logo der Handball-WM der Männer 2015 Bern/Schweiz: Die Schweizerische Nationalbank hebt den Euro-Mindestkurs des Schweizer Franken auf. Mit einer Zinssenkung soll die Aufwertung des Franken gebremst werden. Der Schweizer Aktienmarkt erleidet schwere Verluste. Frankfurt am Main/Deutschland: Mit dem heutigen Tag beginnt der Linieneinsatz und damit die Indienststellung des Airbus A350, der für Qatar Airways die Strecke zwischen Frankfurt und Doha bedient. Lusail/Katar: Die 24. Handball-Weltmeisterschaft der Männer beginnt mit einem Auftaktsieg des Gastgebers und Asienmeisters Katar gegen die Mannschaft aus Brasilien. Nouakchott/Mauretanien: Der Menschenrechtler und Anti-Sklaverei-Aktivist Biram Dah Abeid wird mit zwei seiner Mitstreiter zu zwei Jahren Haft wegen Volksverhetzung und Mitgliedschaft in einer nicht zugelassenen Organisation verurteilt. Da er bei den letzten Wahlen den Präsidenten herausgefordert hatte, gilt das Urteil als politisch motiviert. Verviers/Belgien: Die belgische Polizei startet eine landesweite Antiterroroperation gegen Dschihadisten. In Verviers werden dabei zwei Terrorverdächtige getötet, die offenbar Polizeikräfte als Ziel ausgewählt haben.
Freitag, 16. Januar 2015 N’Djamena/Tschad: Zur Bekämpfung der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram stimmt das tschadische Parlament einem Vorschlag von Präsident Idriss Déby zu, Truppen in die Nachbarländer Kamerun und Nigeria zur Unterstützung ihrer Militäreinheiten zu entsenden. Ziel ist die Rückeroberung der Stadt Baga auf der gegenüberliegenden Seite des Tschadsees. Washington, D.C./Vereinigte Staaten: Nach 47 Jahren lockern die USA ihr Embargo gegen Kuba und setzen erhebliche Reise- und Handelserleichterungen in Kraft.USA lockern formell Embargo. tagesschau.de, 16. Januar 2015 Zinder/Niger: Proteste gegen das Titelblatt der ersten Ausgabe des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo nach den Terroranschlägen auf seine Redaktionsspitze schlagen nach dem Freitagsgebet in der zweitgrößten nigrischen Stadt Zinder in Gewalt um. Das französisch-nigrische Kulturzentrum CCFN de Zinder wird in Brand gesteckt. Mindestens vier Personen sterben und 45 werden verletzt.
Samstag, 17. Januar 2015