Burgschwaig ist eine Ortslage im Salzachpongau im Land Salzburg und gehört zur Stadtgemeinde St. Johann im Pongau im Bezirk St. Johann (Pongau).
Geographie Burgschwaig befindet sich 2½ Kilometer nordwestlich von Sankt Johann links im Bischofshofen-St.-Johanner Becken. Es liegt in der Ortschaft Einöden unterhalb des Palfner Kogels (Schwarzkogel, ) auf um die Höhe. Die Ortslage umfasst 3 Gebäude, die Gehöfte Vorderburgschwaig und Hinterburgschwaig.Die Straße kommt heute von Norden herauf, daher liegt der talauswärtige Hinterburgschwaiger vor dem Vorderburgschwaiger.
Man erreicht den Ort auf dem Güterweg vom Palfner Dörfl her.
Geschichte; Bergbau Das Gehöft ist schon in der frühen Neuzeit als Besitz der Bischöfe von Chiemsee genannt.Gerhard Moser (Hrsg.): Stadtbuch St. Johann im Pongau. Stadt St. Johann, 2005, S. 40.
Der Palfnerkogel ist altes Bergbaugebiet, das schon in der Bronzezeit genutzt wurde (datiert im Arthurstollen 3700–3000 Jahre alt), und Teil des Mitterberger Kupferbergbaues (Südrevier) ist.Karl B. Matz: Die Kupfererzlagerstätte Mitterberg (Mühlbach am Hochkönig, Salzburg). In: Mitteilungen der Abteilung für Mineralogie am Landesmuseum Joanneum 1953, S. 7–19 ().Werner Heißel: Aufnahmsbericht für 1953 auf den Kartenblättern 124 Saalfelden und 125 Bischofshofen. In: Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt 1954, S. 47 f (Artikel PDF, geologie.ac.at). Wilhelm Günther, C. Eibner, A. Lippert, W.H. Paar: Fünftausend Jahre Kupferbergbau Mühlbach am Höchkonig–Bischofshofen. Montanmonographie über den neuzeitlichen Kupferbergbau, 1829–1977, Verlag Gemeinde Mühlbach am Hochkönig, 1993(?), div Ss. Zwischen der Schattberg-/Löhnersbach-Formation der Grauwackenzone (Ordovizium–Devon, ca. 500–400 Mio. Jahre) – graue phyllitische Schiefer (Schwarzschiefer) – finden sich diabasisch Einlagerungen vulkanischen Ursprungs (Metamagmatite der Metabasit-Gruppe, Altpaläozoikum). Geologische Bundesanstalt: Geologische Karten online – Texte, geomap.geolba.ac.at An diese gebunden tritt Fahlerz (Antimonreicher Tetraedrit) auf. Es wurden drei Gänge prospektiert, bei Birkstein (Bürgstein) südlich, bei Burgschwaig und bei Brand/Höch nördlich.
Der Burgschwaiggang wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der Mitterberger Kupfergewerkschaft in zwei Stollen oberhalb erschlossen,Ref. Günther, Eibner, Lippert, Paar: Fünftausend Jahre …, S. 75.Max Krahmann: Zeitschrift für praktische Geologie. Band 14, Verlag Wilhelm Knapp, 1906, S. 370 und Fig. 106 Übersichtsskizze von Mitterberg, Mühlbach, Außerfelden und Bürgstein-Burgschwaig i. M. ca. 1:150.000 nach C. Pacher, S. 367. dem Klarastollen auf 980 m und Luisenstollen auf 940 m. Die Vorkommen waren aber relativ unbedeutend, der Abbau wurde bald wieder eingestellt.
Die Eingänge liegen im Steilgelände des Riedlingrabens am oberen Palfner Bach. Das Haldenmaterial ist stark erodiert oder verrollt, und kaum mehr erkennbar.
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Einzelnachweise
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