mini|Russenbrunnen im Bezirk Dornbirn-Markt, Kehlerstraße 52 mini|hochkant|Russen-Bildstock in Dornbirn, Haselstauden am Knieweg Der Russenbrunnen (auch Franzosenbrunnen oder Kehler Brunnen)Ähnlich wird auch der an der Albisstrasse in Langnau am Albis (politische Gemeinde im Bezirk Horgen des Kantons Zürich in der Schweiz) gelegene Russenbrunnen auch Franzosenbrunnen genannt und erinnert an die Kriegswirren der Helvetik anno 1798/99. liegt gegenüber der Kapelle KehlenDenkmalgeschütztes Objekt, ID.Nr.: 7623. und vor dem Haus Kehlerstraße 52 (alte Schmiede) im Bezirk Dornbirn-Markt.
Geschichte Der Russenbrunnen auf in Dornbirn erinnert an das im Oktober 1799 über Chur und Vorarlberg von den Kriegsstrapazen in Italien und der Schweiz gezeichnete und mit zahlreichen Verwundeten zurückkehrende russische Heer unter General Alexander Wassiljewitsch Suworow (siehe: Zweiter Koalitionskrieg) auf dem Weg in Richtung Lindau.
An dieses einschneidende Erlebnis des Lagers und Durchzugs der russischen Truppen (ca. 20.000 Mann mit 6.000 Pferden bei einer Wohnbevölkerung in Dornbirn von damals 4.000 Personen) sowie des Todes von Soldaten in DornbirnAls Todesursache werden Typhus und Erschöpfung angegeben. Es wurden auch einige Dornbirner vom Typhus angesteckt. erinnern heute neben dem Russenbrunnen der RussenwegDieser zweigt von der „Kehlerstraße“ in Richtung „Bergmannstraße“ ab. und der Russen-Bildstock am Knieweg in Dornbirn-Haselstauden.
Die Erinnerungssäule beim Russenbrunnen und der Bildstock am Knieweg in Haselstauden (1870) wurden von dem in Haselstauden im Exil lebenden französischen Grafen Anton Maria Franz Paul de Breda (* 25. Jänner 1830 auf Schloss Bertichéres; † 19. Dezember 1891 in Haselstauden) gestiftet.
Eines der Wappen ist das der Familie Ulmer aus Dornbirn.
Zweck Der Russenbrunnen wurde als Laufbrunnen zur Wasserversorgung der Bevölkerung und wird heute als Viehtränke genutzt. Das Wasser wird etwas oberhalb des Brunnens in Richtung Unterfallenberg gefasst und fließt durch eine Leitung entlang des natürlichen Geländegefälles stetig bis zum Brunnen in das Auffangbecken.
Die Erhaltung des Brunnens obliegt einer Brunnengenossenschaft.
Das abfließende Wasser dieses Brunnens wurde auch für den Textilbetrieb des J. G. Ulmer (Rotfarbfabrik, später Werk Fischbach der Fa. F. M. Hämmerle) genutzt.Franz Josef Huber, Harald Rhomberg: Zum 200. Geburtstag des Textilunternehmers Franz Martin Hämmerle. In: Dornbirner Schriften. Nr. 45, S. 56.
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Einzelnachweise
Kategorie:Brunnen in Österreich Kategorie:Bauwerk in Dornbirn Kategorie:Bauwerk im Alpenrheintal Kategorie:Gedenkstätte der Koalitionskriege Kategorie:Zweiter Koalitionskrieg Kategorie:Gedenkbrunnen