Julia Schily-Koppers, geboren als Julia Amalia Magdalena Koppers (* 10. Februar 1855 in Borken; † 6. Oktober 1944 in Parow), war eine deutsche Malerin der Düsseldorfer Schule., smkp.de, abgerufen am 24. Januar 2017, .pdf, S. 103 Sie malte insbesondere Stillleben, Porträts, Landschaften und Genrebilder.
Leben und Wirken Julia Koppers, Tochter des Richters Albert Koppers (1813–1900) und seiner Ehefrau Auguste (1817–1908) aus Borken, erhielt ihre erste künstlerische Ausbildung bei dem Münsteraner Kirchenmaler Dominik Mosler. Seit 1876 in Düsseldorf studierte sie bei Benjamin Vautier. Außerdem war sie Privatschülerin von Eduard Gebhardt und Wilhelm Sohn, wo unter anderem Paula Monjé und Sophie Meyer ihre Mitstudentinnen waren.Eine Malerin von hoher Qualität, Heimatverein und Stadtmuseum stellen Schily-Koppers-Raum vor, Pressemitteilung der Stadt Borken, 8. Februar 2008, presse-service.de, abgerufen am 13. Januar 2017., auf smkp.de, abgerufen am 22. Februar 2017. Mit Margaret K. Harte aus England ging sie eine Ateliergemeinschaft ein.Lexikon der Düsseldorfer Malerschule III (1998), S. 203 (Artikel Schily-Koppers) Zusammen mit Paula Monjé war sie 1878 mit einem Genrebild auf einer Ausstellung von Bismeyer & Kraus vertreten.Neu Ausgestellt: Genrebilder von Fräulein Koppers und Paula Monjé, Bismeyer & Kraus, Elberfelderstraße, in Düsseldorfer Volksblatt, Nr. 192, vom 21. Juli 1878
1883 erwarb Kaiser Wilhelm I. ihr Bild Gelegenheit macht Diebe.
Um 1889 bis 1891 wohnte Julia Koppers in Düsseldorf in der Rosenstraße 49, in unmittelbarer Nähe zu Gebhardt und Sohn.Koppers, Julia, Malerin, Rosenstr. 49, Adreßbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf, 1889Koppers, Julia, Malerin, Rosenstr. 49, Adressbuch der Stadt Düsseldorf, 1891 Im Januar 1892 heiratete sie den Ingenieur Leo Schily (1855–1920), mit dem sie vier Kinder hatte, von denen drei das Erwachsenenalter erreichten. Der ältere ihrer beiden Söhne war Franz Schily, ihre Enkel sind Konrad und Otto Schily. Julia Schily-Koppers starb im Oktober 1944 in Parow bei Stralsund im Alter von 89 Jahren.
Das Stadtmuseum Borken zeigt in seiner ständigen Ausstellung eine Auswahl ihrer Werke. Ihr künstlerischer Nachlass wird im Rheinischen Archiv für Künstlernachlässe in Bonn aufbewahrt.RAK Bestandsliste Die Gesamtschule Borken-Raesfeld heißt ab 2019 „Julia-Koppers-Gesamtschule“.Peter Berger, in:
Bildnis Fotografie: Borken, Stadtmuseum
Werke (Auswahl) mini|Schily-Koppers: Eine Waise, Akademische Kunstausstellung Dresden 1888 mini|Die Gartenlaube, 1891. Kunstbeilage 3 Unter der Linde (1878); ausgestellt: Kunstverein Düsseldorf 1878, Akademische Kunstausstellung Berlin 1878 (Katalog-Abbildung) Blumengeschmücktes Landmädchen mit Ziege, Auktionskatalog 162, Kunsthaus am Museum, Köln, 18. – 21.10.1995, Nr. 1479: Öl/Holz, 24 × 18 cm; signiert: Julia Koppers 1878 Gelegenheit macht Diebe. Der Fruchtkorb eines eingeschlafenen Mädchens wird von zwei Jungen geplündert; ausgestellt: Akademische Kunstausstellung Berlin 1878 (Katalog-Abbildung). Reproduktion als Holzstich in: Ueber Land und Meer 1887. 1883 von Kaiser Wilhelm I. erworben. Auktionskatalog 588, Lempertz, Köln, 24. – 26.5.1982, Nr. 526: Öl/Holz, 43,5 × 32,5 cm; signiert: J. Schily-Koppers Zwei Großmütter. Vornehme Dame wird von Zigeunermädchen, dem eine Alte folgt, angebettelt, 1886; ausgestellt: Jubiläumsausstellung Berlin 1886; Frühjahrsausstellung des Kunstvereins Düsseldorf 1887; Hamburger Frühjahrsausstellung 1887. Reproduktion als Holzstich in: Ueber Land und Meer 1888 Eine Waise. Kleines Mädchen sitzt auf einem Marmor-Sarkophag, daneben Palmzweige und ein Rosenkranz; ausgestellt: Akademische Kunstausstellung Dresden 1888 Idyll. Dame auf einer Bank am See, dem Blumenspiel zweier Kinder zuschauend; ausgestellt: Akademische Kunstausstellung Berlin 1888 (Katalog-Abbildung) Der Maler im Patrizierhause, ein Kind malend; ausgestellt: Akademische Kunstausstellung Dresden 1889 Kunst bringt Gunst; ausgestellt: 2. Jahresausstellung Düsseldorfer Künstler 1890; Internationale Ausstellung Berlin 1891 Mutterglück; Junge Mutter in Renaissance-Kleidung mit Tochter und Baby in einem Hauserker; Blick durchs offene Fenster auf die Stadt; Holzstich in: Schorers Familienblatt, Bd. 6a, 1885, S. 533; Blätter für die Feierstunden 1892 Quartett, Rötelzeichnung: ausgestellt: 3. internationale Aquarell-Ausstellung Dresden 1892, Nr. 1713 Madonna am Quell, mit Jesuskind und Johannes dem Täufer; Reproduktion, Abbildung in: „1000 Bilder“, Hanfstaengl-Katalog, München, o. J., Nr. 12772, S. 269 Blumenstilleben, 1926. Maitremse in der Vennestraße, 1935. Stadtmuseum Borken Rastende Jagdgesellschaft am Rhein Porträt Peter Cornelius, Stadtbibliothek Mainz
Literatur Koppers, Julia. In: Friedrich von Boetticher: Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts. Beitrag zur Kunstgeschichte. Band I, Dresden 1895, S. 743.
Stephan Selhorst: Julia Schily-Koppers. Malerin aus Borken 1855–1944. Ein Beitrag zur Malerei des 19. Jahrhunderts. Hrsg. vom Heimatverein Borken und Kulturkreis Schloss Raesfeld e. V., Borken 1976. Carsten Roth, Martina Sitt: Julia Schily-Koppers. In: Hans Paffrath (Hrsg.): Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819–1918. Band 3: Nabert–Zwecker. Herausgegeben vom Kunstmuseum Düsseldorf im Ehrenhof und von der Galerie Paffrath. Bruckmann, München 1998, ISBN 3-7654-3011-0, S. 203.
Weblinks
Biografie Schily-Koppers auf der Website des Borkener Heimatvereins
Einzelnachweise
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