Hoh & Hahne war ein 1899 von August Hermann Hoh und Friedrich Hahne in Leipzig gegründeter Hersteller von Bedarfsartikeln für die Fotografie sowie später auch von Hohlux Reproduktions-Apparaten für den Lichtsatz und Lichtdruck. Nach wechselhafter Geschichte wurde das Unternehmen als Hoh & Hahne Hohlux GmbH (Offenbach am Main) als Tochtergesellschaft der H. Berthold AG 1993 liquidiert. Das ursprüngliche Werk in Leipzig-Leutzsch wurde als Omega Werke des VEB Polygraph Reprotechnik im Jahr 1990 stillgelegt.

Geschichte mini|Reprokamera 1899 gründeten August Hermann Hoh und Friedrich Hahne in Leipzig ihre eigene Firma zur Produktion von Repro- und Plattenkameras sowie Lux-Trockenplatten. Ab 1926 produzierte das Unternehmen unter der Marke Hohlux Reproduktions-Apparate wie beispielsweise Punktlichtkopierbogenlampen für den Lichtdruck. 1941 wandelte sich das Unternehmen in eine KG um. Was genau im Zweiten Weltkrieg produziert wurde, ist nicht bekannt. Zu den Kunden gehörten aber wohl die Junkers Flugzeugwerke. Auch wird Hoh & Hahne im Verzeichnis der NS-Zwangsarbeiterlager und -Gemeinschaftsunterkünfte genannt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Teile des Werkes von der Sowjetischen Besatzungsmacht als Reparationsleistung demontiert und der Rest mit Gründung der DDR enteignet.

1962 wurde das Unternehmen aus dem DDR-Handelsregister gelöscht und mitsamt seinem architektonisch bedeutenden Fabrikgebäude als Omega Werke in den VEB Polygraph Reprotechnik überführt, wo in den Folgejahren erfolgreich Druckmaschinen produziert wurden. Nach der Wende im Jahr 1990 wurde der VEB Polygraph in eine GmbH umgewandelt und das Werk der ehemaligen Photographischen Fabrik Hoh & Hahne in Leipzig-Leutzsch stillgelegt.

mini|Reprokamera von Hoh & Hahne von 1895 im Deutschen Fotomuseum Teile der ehemalige Belegschaft der Leipziger Fabrik führten die Produktion ab 1951 in Offenbach am Main als Hoh & Hahne Hohlux GmbH, eine Tochtergesellschaft der mitbegründenden H. Berthold Messinglinienfabrik und Schriftgießerei AG, Berlin-Stuttgart fort.Berlin: noch immer Deutschlands größte Druckstadt. In: Die Zeit, Nr. 22/1956 Auch durch die zunehmende Digitalisierung im Grafikgewerbe (Reproduktionstechnik) meldete die Berthold AG 1993 Konkurs an und wurde mit Beschluss des Berliner Konkursgerichtes liquidiert.

Heute sind Geräte von Hoh & Hahne in Museen wie dem Deutschen Fotomuseum, dem Deutschen Kameramuseum,Firma Hoh & Hahne, Leipzig – Eintrag in der Sammlung Kurt Tauber, Plech, kameramuseum.de dem Lippischen Kameramuseum sowie im Freilichtmuseum Hessenpark ausgestellt. Firmenschriften finden sich in den Archiven des Deutschen Museums sowie im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Reste des Firmenarchivs bilden den Bestand 20787 Hoh & Hahne, Reproduktionstechnik, Leipzig im Sächsischen Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig.

Fabrikgebäude 1929 übernahm das Unternehmen das 1910 errichtete Fabrikgebäude auf dem heutigen Grundstück Georg-Schwarz-Straße 185 in Leipzig-Leutzsch.Hoh & Hahne / Hohlux auf www.leipziger-industriekultur.de, zuletzt abgerufen am 31. März 2023 Das denkmalgeschützte Gebäude verfiel nach der Wende zu einer viel dokumentierten Bauruine und war 2012 als 5-geschossiges, denkmalgeschütztes Industriegebäude im Rohbauzustand zur Zwangsversteigerung ausgeschrieben.Aktenzeichen: 0457 K 0490/ 2010

Patente

Weblinks Urban Exploration – VEB Polygraph Reprotechnik – Youtube-Video (4 Minuten)

Einzelnachweise

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