Die Bahnstrecke Vejle–Holstebro () ist eine dänische eingleisige Bahnstrecke, die von Vejle über Brande und Herning nach Holstebro führt. Die Strecke wird den skrå bane () genannt, weil sie ebenso wie die teilweise stillgelegte Diagonalbane oder den skæve bane () Bahnstrecke Langå–Bramming quer durch Jütland führt.
Geschichte Die Strecke wurde in mehreren Teilabschnitten errichtet.
Bahnstrecke Vejle–Give Der Streckenabschnitt Vejle–Give wurde von der privaten Eisenbahngesellschaft Vejle-Give Jernbaneselskab (VGJ) zwischen Vejle und Give erbaut. Die Inbetriebnahme erfolgte am 2. August 1894.
Bahnstrecke Give–Herning Von Fredericia nach Holstebro und Struer gab es keine direkte Verbindung. Dies war entweder über die Bahnstrecke Langå–Struer oder über Esbjerg und die Vestjyske længdebane.
Daher wurde eine diagonale Strecke durch die Mitte von Jütland nach Holstebro 1899 von einer Eisenbahnkommission vorgeschlagen. Diese sollte aus einer Staatsbahn von Give nach Holstebro und der übernommenen Privatbahnstrecke Vejle–Give geschehen. Der Gesetzesvorschlag wurde 1900 eingereicht, aber der Reichstag bewilligte im Eisenbahngesetz vom 27. April 1900 nur die Strecke zwischen Holstebro und Herning. Diese Strecke wurde am 11. Oktober 1904 eingeweiht.
Bahnstrecke Herning–Holstebro Der dritte Abschnitt Herning–Holstebro wurde mit dem Eisenbahngesetz vom 27. Mai 1908 genehmigt. Dieses Gesetz umfasste sowohl die Strecke von Herning nach Give als auch die Übernahme der Privatbahn nach Vejle in einem Gesamtkonzept. Die Strecke zwischen Herning und Holstebro wurde am 1. Januar 1914 eröffnet.
In Verbindung mit dem Bau der Bahn zwischen Herning und Holstebro hatte der dänische Staat die Eigentumsrechte der VGJ am 1. April 1912 erworben. Am 1. Oktober 1914 übernahmen Danske Statsbaner die Bedienung der ehemaligen Privatbahn als Teil der Gesamtstrecke Vejle–Holstebro.
Die ehemalige Strecke der VGJ wurde auf den Staatsbahnstandard hochgerüstet. Der Streckenendpunkt, der bis zu diesem Zeitpunkt in Vejle Nord lag, wurde in den Staatsbahnhof Vejle verlegt.
Ausbau der Strecke Der Bau der Strecke schuf in Vejle innerorts große Probleme, da die Züge die vielbefahrene Havnegade überqueren mussten. Abhilfe schaffte 1919 zumindest eine Fußgängerbrücke über die Bahnstrecke. Eine Lösung jedoch kam erst 1933, als die Strecke auf einem Viadukt als Hochbahn durch die Stadt geführt wurde. Der Raum unter der Hochbahn wurde als Abstellplatz und nach der Jahrtausendwende von Obdachlosen als Quartier genutzt. Nach der Renovierung 2013 hat die Stadt 2014 dort eine Unterkunft für Obdachlose errichtet.
Die Strecke bekam 1969/70 neue Sicherungsanlagen, diese wurden 1980/81 modernisiert, wobei Automatic Train Control (ATC) installiert wurde.
Ein Teil der nicht mehr im Personenverkehr bedienten Bahnhöfe wird betrieblich noch benötigt: Grejsdal, Personenverkehr 1970 eingestellt, ferngesteuerter Kreuzungsbahnhof Gadbjerg, 1969 in einen Haltepunkt umgewandelt, Personenverkehr 1979 eingestellt, ferngesteuerter Kreuzungsbahnhof Thyregod, 1973 in einen Haltepunkt umgewandelt, ferngesteuerter Kreuzungsbahnhof Fasterholt, 1973 in einen Haltepunkt umgewandelt, Personenverkehr 1979 eingestellt, ferngesteuerter Kreuzungsbahnhof Kølkær, 1972 in einen Haltepunkt umgewandelt, Personenverkehr 1979 eingestellt, ferngesteuerter Kreuzungsbahnhof Der Bahnhof Gødstrup wurde 1969 stillgelegt. Für einen Personenhalt für das neu gebaute Krankenhaus (Supersygehus Gødstrup) wurden seit 2016 Planungen und Bauarbeiten durchgeführt. Der Haltepunkt wurde am 15. März 2021 in Betrieb genommen. Skibbild, 1973 in einen Haltepunkt umgewandelt, Personenverkehr 1971 eingestellt, ferngesteuerter Kreuzungsbahnhof Troelstrup, Haltepunkt, in den 1950er Jahren stillgelegt Aulum, 1973 in einen Haltepunkt umgewandelt, ferngesteuerter Kreuzungsbahnhof Tvis, 1971 in einen Haltepunkt umgewandelt, Personenverkehr 1979 eingestellt, ferngesteuerter Kreuzungsbahnhof
Verkehr Die Strecke wird von Danske Statsbaner mit Regional- und Intercity-Zügen bedient.
Gemäß einer Ausschreibung des Transport-, Bygnings- og Boligministeriet () für die Durchführung des Regionalverkehrs in Dänemark durch private Anbieter sollte ab Dezember 2020 zwischen Herning und Holstebro halbstündiger Zugverkehr durchgeführt werden.
Am 13. Dezember 2020 übernahm Arriva Danmark die Zugleistungen im Regionalverkehr auf der Strecke. Es verkehren seither stündlich zwischen Vejle und Struer ein Zug im Taktverkehr in jede Richtung. Dazu kommt von Montag bis Freitag ab etwa 7:30 Uhr bis 18:00 Uhr ein weiterer Zug zwischen Herning und Struer – jedoch nicht in einem genauen Halbstundentakt. Vier InterCityLyn-Zugpaare der DSB von Struer nach Kopenhagen sind in den Takt mit gleichen Halten auf der Strecke eingebunden.
Im Februar 2026 wurden im Bahnhof Holstebro und im Bahnhof Skjern je eine Oberleitungsinselanlage in Betrieb genommen. Dadurch kann die 67 Kilometer lange Strecke zwischen den beiden Bahnhöfen durch die Akkumulatortriebwagen der Midtjyske Jernbaner bedient werden.
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Einzelnachweise
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