mini|hochkant=1.3|Marco Vanoli im BMW 320I beim 6-Stunden-Rennen von Silverstone 1980 Marco Vanoli (* 2. Mai 1949 in Luzern) ist ein Schweizer Unternehmer und ehemaliger Automobilrennfahrer.
Unternehmer Marco Vanoli ist in dritter Generation Vorstandsvorsitzender der Vanoli AG. Das Unternehmen, das sich mit dem Gleisbau und der Vermietung von Gleisbaumaschinen beschäftigt, wurde von Carlo Vanoli, dem Großvater, 1932 in Thalwil gegründet. Heute befindet sich der Firmensitz in Samstagern.
Karriere im Motorsport Marco Vanoli war viele Jahre im Motorsport als Amateur-Rennfahrer tätig und erzielte dabei Erfolge, die einer professionellen Karriere nahekam. Diese begann Mitte der 1970er-Jahre im Touren- und Sportwagensport. Erste Rennen bestritt er in der Deutschen Rennsport- und der Tourenwagen-Europameisterschaft. 1979 stieg er in die Sportwagen-Weltmeisterschaft ein. Gemeinsam mit seinen Landsleuten Angelo Pallavicini und Herbert Müller belegte er auf einem Porsche 934 ein überraschenden vierten Gesamtrang beim 1979. Auf den drittplatzierten Kremer-Porsche 935/77A von Laurent Ferrier, François Sérvanin und François Trisconi fehlte nach 24-Stunden-Fahrzeit nur eine halbe Runde. Der Rang reichte jedoch zum Gewinn der Rennklasse für GT-Fahrzeuge bis 3-Liter-Hubraum. Das 6-Stunden-Rennen von Pergusa beendete er mit Partner Pallavicini als Gesamtdritter und fuhr damit bei einem Weltmeisterschaftslauf zum ersten Mal aufs Podium.
1980 wurde er Gesamtsechster der Tourenwagen-EuropameisterschaftTourenwagen-Europameisterschaft 1980. Partner im Eggenberger Motorsport-BMW 320i war Enzo Calderari. Diese gute Platzierung im Gesamtklassement konnte er in den folgenden beiden Jahren wiederholen. 1981 wurde er Fünfter und 1982 erneut Sechster in der Endwertung.
Seinen einzigen Rennsieg – neben 16. Klassensiegen – feierte er 1983 beim 3-Stunden-Rennen von Hockenheim; gemeinsam mit Calderari im BMW M1. Vanoli war bis 1986 als Fahrer aktiv. Seinen letzten Einsatz hatte er beim Le-Mans-Rennen dieses Jahres, wo der eingesetzte Alba AR3 wegen eines Motorschadens vorzeitig ausfiel.
Statistik Le-Mans-Ergebnisse
Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1979 Lubrifilm Racing Team Porsche 934 Angelo Pallavicini Herbert Müller Rang 4 und Klassensieg 1983 Scuderia Jolly Club Alba AR2 Martino Finotto Carlo Facetti Ausfall Chassis gebrochen 1984 Scuderia Jolly Club Alba AR2 Martino Finotto Carlo Facetti Rang 21 1985 Angelo Pallavicini BMW M1 Angelo Pallavicini Enzo Calderari Ausfall Motorschaden 1986 Luigi Taverna Technoracing Alba AR3 Luigi Taverna Toni Palma Ausfall Motorschaden
Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft
Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 1978 Angelo Pallavicini Porsche 934 7 9 1979 Lubrifilm RacingAngelo Pallavicini Porsche 934Porsche Carrera RSR 10 5 11 DNF 10 4 3 9 12 1980 Eggenberger Motorsport BMW 320 11 DNF 1981 Rennsport ZürichBMW Italia Porsche 924BMW M1 13 9 DNF 1982 BMW Italia BMW M1 DNF 1983 Jolly Club Alba AR2 DNF DNF 1984 Jolly Club Alba AR2 12 21 15 DNF 1985 Angelo PallaviciniCarma BMW M1Alba AR2 DNF DNF 1986 Taverna Technoracing Alba AR3 DNF
Literatur Christian Moity, Jean-Marc Teissèdre, Alain Bienvenu: 24 heures du Mans, 1923–1992. Éditions d’Art, Besançon 1992, ISBN 2-909413-06-3.
Weblinks
Offizielle Website der Carlo Vanoli AG Marco Vanoli bei der Driver Database
Einzelnachweise
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