Paul Theodor Karl Müller (* 5. August 1873 in Oberdöbling; † 4. Juni 1919 in Graz) war ein österreichischer Arzt und k.k. Universitätsprofessor„Müller Paul, Dr. med., k. k. Universitätsprofessor (1906)“ bzw. „Müller Paul Theodor, Dr. med., k. k. Universitätsprofessor (1906).“ In: Personalstand des Naturwissenschaftlichen Vereines für Steiermark. In: Mitteilungen des Naturwissenschaftlichen Vereines für Steiermark. Bände 46–53, 1910–1917, z. B. Band 49, S. XLV (). für Bakteriologie und Hygiene.Müller, Paul Theodor. In: H. H. Stephenson: Who’s Who in Science. International 1913, J. & A. Churchill, London 1913. S. 371.

Leben Paul Theodor Müller war der Sohn eines gleichnamigen, in Wien lebenden Privatiers. Er legte 1891 am Akademischen Gymnasium in Wien die Reifeprüfung ab und studierte dann Medizin an der Universität Heidelberg und der Universität Wien. 1897 wurde er zum Doktor promoviert.

Als Aushilfsassistent war er an der Lebensmitteluntersuchungsanstalt in Graz tätig, danach als Demonstrator und ab März 1899 als Privatdozent und Assistent am k.k. Hygienischen Institut der Universität Graz. 1903 habilitierte er sich für Hygiene an der medizinischen Fakultät der Hochschule, wo er 1909 per Entschließung des Kaisers vom 31. Jänner des Jahres zum außerordentlichen Professor ernannt wurde.Paul Th. Müller. In: Alois Kernbauer: Svante Arrhenius’ Beziehungen zu österreichischen Gelehrten. Briefe aus Österreich an Svante Arrhenius, 1891–1926. Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, 1988, S. 439. ISBN 978-3-201-01447-2In: Chemiker-Zeitung, Verlag der Chemiker-Zeitung, 1909, S. 193. Er war dort Lehrkanzelinhaber für Staatsarzneikunde und Hygiene.Müller Paul Theodor (1873–1919). In: Heinz Flamm: Die Geschichte der Staatsarzneikunde, Hygiene, Medizinischen Mikrobiologie, Sozialmedizin und Tierseuchenlehre in Österreich und ihrer Vertreter. Veröffentlichungen der Kommission für Geschichte der Naturwissenschaften, Mathematik und Medizin, Nr. 66, 2012, S. 232–234. ISBN 978-3-700-17208-6 Der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war die Erforschung der Ursachen und des Wesens der Immunität, wozu er auch publizierte.

Im Ersten Weltkrieg wurde er zum Militärdienst herangezogen und mehrfach ausgezeichnet. Er diente 1915 als Präses des Salubritätskommandos 10.In: Medicinische Blätter. Wochenschrift für die gesamte Heilkunde. Nr. 21, 1915, S. 250.

Aus der Ehe mit Bertha Maria Anna Müller, Tochter des österreichisch-slowenischen Mathematikers Franc Jože Hočevar, stammte der Mathematiker Hans Robert MüllerHans Robert Mueller bei Prabook und der im deutschen Uranverein aktive Kernphysiker Paul O. Müller (1915–1942).

Müllers Grabdenkmal befindet sich auf dem St. Peter Stadtfriedhof in Graz.Gerhard Kurzmann; Wiltraud Resch: Denkmäler und Schicksale. Der St. Peter Stadtfriedhof in Graz. Austria-Medien-Service, 2002, S. 205. ISBN 978-3-853-33089-0

Literatur Müller, Paul Theodor. In: Josef Moeller: Real-Enzyklopädie der gesamten Pharmazie. Handwörterbuch für Apotheker, Ärzte und Medizinalbeamte, Band 13, Teil 2, Urban & Schwarzenberg, Berlin 1912, S. 147. () Müller Paul Theodor (1873–1919). In: Heinz Flamm: Die Geschichte der Staatsarzneikunde, Hygiene, Medizinischen Mikrobiologie, Sozialmedizin und Tierseuchenlehre in Österreich und ihrer Vertreter. Veröffentlichungen der Kommission für Geschichte der Naturwissenschaften, Mathematik und Medizin, Nr. 66, 2012, S. 232–234. ISBN 978-3-700-17208-6 Paul Th. Müller. In: Alois Kernbauer: Svante Arrhenius’ Beziehungen zu österreichischen Gelehrten. Briefe aus Österreich an Svante Arrhenius, 1891–1926. Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, 1988, S. 439. ISBN 978-3-201-01447-2

Einzelnachweise

Kategorie:Bakteriologe Kategorie:Hygieniker Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Graz) Kategorie:Absolvent der Universität Wien Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1873 Kategorie:Gestorben 1919 Kategorie:Mann