mini|hochkant=1.23|Glockenturm mit Dorfkreuz Obernankau ist ein Gemeindeteil der Stadt Vohenstrauß und eine Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Waldnaab in der nördlichen Oberpfalz.

Geographische Lage Der Weiler liegt im Vorderen Oberpfälzer Wald etwa 5 km südwestlich von Vohenstrauß und 700 m südlich der Autobahn A6. Etwa 600 m nordöstlich entspringt der Kaltenbaumbach, der 1 km südöstlich von Obernankau in die Pfreimd mündet. 800 m südlich erstreckt sich in Ost-West-Richtung das tief eingeschnittene Pfreimdtal. Die Pfreimd ist hier zum Kainzmühlstausee aufgestaut.https://geoportal.bayern.de/bayernatlas/index.html?bgLayer=tk&X=5494513.36&Y=4521757.47&zoom=10&lang=de&topic=ba&layers=e528a2a8-44e7-46e9-9069-1a8295b113b5&layers_visibility=false&catalogNodes=122.

Geschichte Im 18. Jahrhundert gehörte Obernankau zur Herrschaft Waldau und hatte 9 Anwesen und ein Hirtenhaus. Der Ort gehörte zur Pfarrei VohenstraußHistorischer Atlas von Bayern: Altbayern Reihe I Heft 39: Vohenstrauss S. 125. sowie zum 1808 gebildeten Steuerdistrikt Lerau. Zu diesem gehörten neben Lerau selbst Kleßberg, Obernankau, Unternankau, Steinach, Wieselrieth und Linglmühle.Historischer Atlas von Bayern: Altbayern Reihe I Heft 39: Vohenstrauss S. 209.

1809 gehörte Obernankau zum Patrimonialgericht Waldau, dessen Inhaber die Freiherrn von Lilien waren.Historischer Atlas von Bayern: Altbayern Reihe I Heft 39: Vohenstrauss S. 202.

Obernankau war eine selbständige Gemeinde ohne weitere Ortsteile, die 1938 nach Oberlind eingemeindet wurde.Historischer Atlas von Bayern: Altbayern Reihe I Heft 39: Vohenstrauss S. 219, 225..

Mit der Gemeindereform 1972 kam Obernankau in die Gemeinde Vohenstrauß.Historischer Atlas von Bayern: Altbayern Reihe I Heft 39: Vohenstrauss S. 232.

Dorfkreuz und Glockenturm Neben dem hölzernen Glockenturm in Obernankau steht ein denkmalgeschütztes und farbig gehaltenes Dorfkreuz mit dem gekreuzigten Jesu und der schmerzhaften Muttergottes. Das ursprünglich aus dem 19. Jahrhundert stammende Holzkreuz musste erneuert werden und wurde am 21. Juli 1999 durch Pfarrer Franz Winkelmann und Pater Georg Messer geweiht. Auch der Glockenturm wurde 1988 behutsam restauriert und ist heute mit einem elektrischen Geläute ausgestattet. Während früher zahlreiche solche hölzerne Glockentürme in der Oberpfalz vorhanden waren, sind diese heute selten geworden (z. B. noch in Wieselrieth bei Leuchtenberg, Lerau, Roggenstein, Lerau oder Kaimling).Hans Frischholz, Peter Staniczek: Dorfkreuz und Glockenturm in Obernankau. In Kirchenführer zu Kirchen und Kapellen in der Stadt und Großgemeinde Vohenstrauß. (= Streifzüge – Beiträge zur Heimatkunde und Heimatgeschichte der Stadt und Großgemeinde Vohenstrauß und Umgebung, 15. Jahrgang, 2000, Heft 22), S. 79.Bilder von Dorfkreuz und Glockenturm in Obernankau.

Einwohnerentwicklung in Obernankau ab 1838 + 1838–1928 Jahr Einwohner Wohngebäude 1838 48 9 1871 38 9 1885 36 8 1900 26 7 1913 35 7 1925 46 6 + 1950–2011 Jahr Einwohner Wohngebäude 1950 30 6 1961 25 7 1970 23 k. A. 1987 17 6 2011 30 k. A.https://atlas.zensus2011.de/

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Vohenstrauß) Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Waldnaab Kategorie:Ersterwähnung 1762 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) Kategorie:Gemeindeauflösung 1938