Die Mexikonymphe (Eupherusa ridgwayi, Syn. Thalurania ridgwayi) ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art ist endemisch in Mexiko. Der Bestand wird von der IUCN als gefährdet (vulnerable) eingeschätzt.

Merkmale Die Mexikonymphe erreicht eine Körperlänge von etwa 9 bis 10 cm bei einem Gewicht von ca. 3,5 bis 4,2 g. Die Männchen haben einen geraden schwarzen Schnabel. Der vordere Oberkopf schimmert violett blau, der hintere Oberkopf bläulich grün. Der Rest der Oberseite ist grün. Die Kehle glitzert smaragdgrün, der Bauch und die Unterschwanzdecken sind dunkelgrün. Der Schwanz ist leicht gegabelt und bläulich schwarz. Die Oberseite des Weibchens ähnelt farblich der des Männchens, doch haben jene einen kleinen weißen Punkt hinter den Augen. Die Unterseite ist gräulich, die Brustseiten weisen grüne Flecken auf. Der leicht gegabelte Schwanz ist ebenfalls bläulich-schwarz, doch haben die zentralen Steuerfedern einen grünlichen Schimmer. Die äußeren Steuerfedern sind weiß gefleckt.Andrew Townsend Peterson u. a.

Verhalten und Ernährung Den Nektar bezieht die Mexikonymphe vermutlich ähnlich wie andere Arten der Gattung Thalurania von blühenden Rötegewächsen, Ingwergewächsen und Epiphyten wie Bromeliengewächsen, Heidekrautgewächsen und Misteln. Gliederfüßer werden sowohl vom Laub gesammelt als auch in der Luft gejagt und gefangen.

Lautäußerungen Der Gesang besteht aus unregelmäßig wiederholten flüssigen tsip Lauten. Oft werden diese in schnellen Serien von 2 bis 4 Lauten von sich gegeben, die wie ein flüssiges Rütteln klingt. Meist geben sie diese Töne im Schwirrflug von sich.

Fortpflanzung Das einzige was zur Fortpflanzung bekannt ist, ist das sie im Februar und März in Brutstimmung beim Sammeln beobachtet wurden.

Verbreitung und Lebensraum mini|Verbreitungsgebiet der Mexikonymphe Die Mexikonymphe bevorzugt feuchte Wälder, Schluchten und Bergausläufer in Höhen zwischen 250 und 1200 Meter. Eine genaue Eingrenzung ihres Habitats ist bisher nicht wissenschaftlich erforscht. Wahrscheinlich trifft man sie auch in Kaffeeplantagen an. Sie sind an den zum Pazifik gerichteten Berghängen im Süden von Nayarit, in Jalisco und in Colima heimisch.

Migration Die Mexikonymphe ist ein Standvogel.

Unterarten Die Art gilt als monotypisch.Hummingbirds. In: worldbirdnames.org. IOC World Bird List v15.1, 20. Februar 2025, abgerufen am 20. Oktober 2025.

Etymologie und Forschungsgeschichte Edward William Nelson beschrieb die Mexikonymphe unter dem heutigen Namen Thalurania ridgwayi. Als Fundort des Typusexemplars, dass er gemeinsam mit Edward Alphonso Goldman gesammelt hatte, nannte er San Sebastián del Oeste.Edward William Nelson, S. 162. John Gould hatte 1848 Thalurania für eine Unterart der Schwalbennymphe (Thalurania furcata viridipectus) eingeführt.John Gould (1848), S. 13.Außerdem ordnete er die Schwalbennymphen Thalurania furcata (, 1788) und Thalurania furcata nigrofasciata (, 1846) sowie die Langschwanznymphe Thalurania watertonii (, 1847) der neuen Gattung zu. »Thalurania« leitet sich aus den griechischen Worten »thalos, « für »Kind, Nachkomme« und »ouranos, « für »Himmel« ab.James A. Jobling, S. 383. Das Artepitheton »ridgwayi« ist Robert Ridgway (1850–1929) gewidmet.Edward William Nelson, S. 163.

Literatur

Weblinks

Factsheet auf BirdLife International

Einzelnachweise

Anmerkungen

Kategorie:Kolibris