Weidendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Höchstadt an der Aisch im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Weidendorf liegt in der Gemarkung Sterpersdorf.
Geografie Der Weiler liegt am rechten Ufer der Aisch am Rande des breiten Aischtals. Im Nordwesten grenzt Grünland an, im Südosten grenzen Ackerland und kleinere Waldgebiete an. Es befindet sich dort der Lauberberg (). Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Voggendorf (1,3 km südwestlich) bzw. nach Sterpersdorf zur Kreisstraße ERH 18 (2 km nordöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Mailach zur Bundesstraße 470 (0,8 km nördlich).
Geschichte Die günstige Lage des Ortes im fruchtbaren Aischgrund ließe grundsätzlich auf eine Gründung zur Zeit der Fränkischen Landnahme (bis 8. Jahrhundert) schließen. Dagegen spricht aber, dass der Ort ursprünglich bambergisches Lehen war, demnach frühestens im 11. Jahrhundert, wohl aber im 12. Jahrhundert, also einer späteren Phase des Landesausbaus gegründet wurde. 1612 umfasste der Ort acht dem Bamberger Hochstift zugehörige Güter. Während des Dreißigjährigen Krieges verödete der Ort.F. Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 143 = G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 128 = Weidendorf auf der Website hoechstadt.de
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Weidendorf aus 8 Anwesen (2 Höfe, 1 Halbhof, 3 Sölden, 1 Haus) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Höchstadt aus, was aber vom brandenburg-bayreuthischen Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach angefochten wurde, die 1795 die Hochgerichtsbarkeit erlangte. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Amt Höchstadt.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 88.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 133.
Von 1797 bis 1810 unterstand Weidendorf dem Justizamt Dachsbach und Kammeramt Neustadt. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Uehlfeld und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Mailach zugewiesen.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 139 = H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 209.
Nach 1961, jedoch vor 1970, wurde Weidendorf in die Gemeinde Sterpersdorf eingegliedert. Am 1. Mai 1978 wurde Weidendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Höchstadt an der Aisch eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 38 42 48 57 53 43 41 43 34 23 37HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 9 7 9 9 8 7 7 9Quelle
Religion Weidendorf ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Georg (Höchstadt an der Aisch) gepfarrt, seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Vitus (Sterpersdorf) zuständig. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Jakobus (Uehlfeld) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Höchstadt an der Aisch) Kategorie:Weiler im Landkreis Erlangen-Höchstadt