mini|hochkant=1.1|Gemeindestand vor der Fusion am 10. April 2022
Melano ist eine Ortschaft in der Gemeinde Val Mara im Schweizer Kanton Tessin.
Geographie Das Dorf liegt am Ostufer des Luganersees am Fuss des Monte Generoso und 2 km südlich der Station Maroggia der Linie Bellinzona-Chiasso der Schweizerischen Bundesbahnen.
Geschichte Der Ort wird im Jahr 799 als Mellani erstmals urkundlich erwähnt. Er war im Mittelalter ein wichtiger Hafen am See. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts war Melano schon eine Gemeinde und musste dem Herzog von Mailand 11 Soldaten und Kriegsmaterial stellen. Como erstellte in Melano ein festes Schloss, um seine Schifffahrt auf dem Luganersee zu beschützen. Während des 10-jährigen Krieges zwischen Como und Mailand machte Como aus Melano einen Kriegshafen, der 1123 samt dem Schloss von den Mailändern eingenommen, aber bald wieder von Como zurückerobert wurde. Es bestand eine fraccia oder befestigte Mauer zwischen Melano und Capolago; sie erstreckte sich vom Abhang des Monte Generoso bis zum Seeufer. Von diesem 1449 noch erwähnten Verteidigungswerk sind keine Spuren mehr übrig. Melano gehörte 1798 zur Republik Riva San Vitale. Giovanni Battista Fogliardi gründete 1840 in Melano die erste grosse Seidenspinnerei des Kantons Tessin. Die Dorfkirche Sant’Andrea wurde 1850 durch den Architekten Luigi Fontana erbaut.Celestino Trezzini: Melano. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 5, Maillard – Monod. Attinger, Neuenburg 1929, S. 71, 72 (Digitalisat)
Am 10. April 2022 fusionierte Melano mit den Gemeinden Maroggia und Rovio zur neuen Gemeinde Val Mara. Melano bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.Patriziato di Melano (italienisch) auf ti.ch/di/sel/patriziati
Bevölkerung Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten
Sehenswürdigkeiten Pfarrkirche Sant’AndreaSimona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 368–370. Kirche Madonna del Castelletto Altes Wohnhaus Polatta; Bogeneingang mit Stuckarbeiten Villa Seminario im Ortsteil Pedemonte Burgruine Castellaccio
Bildung Associazione Archivi Riuniti delle Donne Ticino, in der Villa Maderni.Associazione Archivi Riuniti delle Donne Ticino
Sport Football Club MelanoFootball Club Melano auf asbassoceresio.ch
Persönlichkeiten
Bilder
Literatur Mark Bertogliati (Hrsg.): Melano: segni, itinerari, destini. Edizioni del Comune di Melano, 2017. Simona Martinoli u. a.: Melano. In: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 368–370.
Agostino Robertini u. a.: Melano. In: Il Comune. Edizioni Giornale del Popolo, Lugano 1978, S. 253–268. Johann Rudolf Rahn: I monumenti artistici del medio evo nel Cantone Ticino. Tipo-Litografia di Carlo Salvioni, Bellinzona 1894, S. 203. Celestino Trezzini: Melano. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 5: Maillard – Saint Didier. Attinger, Neuenburg 1929, S. 71 f. (Digitalisat).
Weblinks
Amt für Statistik des Kantons Tessin: Melano Melano: Kulturgüterinventar des Kantons Tessin
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Kanton Tessin Kategorie:Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz Kategorie:Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Tessin Kategorie:Ersterwähnung 799 Kategorie:Val Mara TI Kategorie:Gemeindeauflösung 2022