mini|St. Walburg (Großhabersdorf) Die evangelische, denkmalgeschützte Pfarrkirche St. Walburg steht in Großhabersdorf, einer Gemeinde im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Das Bauwerk ist unter der Denkmalnummer D-5-73-115-3 als Baudenkmal in der Bayerischen Denkmalliste eingetragen.
Beschreibung Die unteren Geschosse des Kirchturms und der eingezogene Chor mit 5/8-Schluss im Osten, dessen Wände von Strebepfeilern gestützt werden, sind die ältesten Teile der aus Quadermauerwerk gebauten Saalkirche. Sie stammen aus dem 14. Jahrhundert.
Das heutige Langhaus wurde erst Mitte des 15. Jahrhunderts errichtet. Zur gleichen Zeit wurde der Kirchturm um ein Geschoss aufgestockt, in dem die Turmuhr eingebaut ist und der Glockenstuhl steht. Außerdem erhielt der Turm einen Knickhelm. Die Kirche hat ein vierstimmiges Geläut mit den Schlagtönen g′, h′, d″ und e″. Älteste ist die d-Glocke; es wird angenommen, dass sie aus der Zeit zwischen 1475 und 1525 stammt. Ihr folgt die 1593 von Valentius Algeier aus Ansbach gegossene e-Glocke. Die beiden schwereren kamen 1955 hinzu.YouTube. Abgerufen am 18. Mai 2026.
An der nördlichen Außenwand der Kirche befindet sich eine um 1500 entstandene Ölberggruppe. Die Scharwachttürme wurden 1797 entfernt. Die beiden Treppenhäuser, die ein Querschiff am Kirchturm bilden, wurden 1909 errichtet. Der Innenraum des Chors ist mit einem ausgemalten Kreuzrippengewölbe überspannt, der des Langhauses mit einem mit Stuck gestalteten Spiegelgewölbe. Das Langhaus hat an den Längsseiten doppelstöckige Emporen.
Die Orgel steht auf einer Empore im Chorschluss. Sie hat 23 Register, zwei Manuale und Pedal; sie wurde 1983 von WRK Orgelbau errichtet.Information zur Orgel
Die gesamte Kirchenausstattung entstand um 1728. Dazu gehört unter anderem der in dieser Zeit geschaffene Taufstein, dessen Becken ein Engel über seinem Kopf hält. Über dem Becken steht eine Darstellung Johannes des Täufers. Älter als der Taufstein ist möglicherweise ein Fresko auf der Orgelempore, das in den 1980er-Jahren freigelegt wurde. Es zeigt den alttestamentlichen König und Priester Melchisedech, der Brot und Wein bringt und Abraham und dessen Neffen Lot segnet .Website Großhabersdorf. Abgerufen am 18. Mai 2026.
Literatur
Weblinks
Kirchengemeinde Großhabersdorf
Einzelnachweise
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