mini|Otto Ludwig von Beneckendorff und von Hindenburg. Otto Ludwig von Beneckendorff und von Hindenburg (* 22. Dezember 1770 in Keimkallen; † 18. Juli 1855 in Neudeck) war ein preußischer Landschaftsdirektor, Herr auf Neudeck, Limbsee, Traupel, Peterwitz und Teschendorf und Großvater von Paul von Hindenburg väterlicherseits.

Leben

Herkunft und Familie Otto war Sohn des Landrats Johann Gottfried von Beneckendorff und von Hindenburg (* 1749; † 1827) und dessen Ehefrau Luise Helene, geb. zu Eulenburg (* 1745; † 1779). Ein Bruder war der Generalleutnant Johann Heinrich Wilhelm Ernst von Beneckendorff und Hindenburg (* 1774; † 1847).

Otto Ludwig von Beneckendorff (und von Hindenburg) heiratete am 13. August 1801 Eleonore, geb. von Brederlow (* 8. März 1784 in Klaukendorf; † 18. Februar 1863 in Neudeck). Das Ehepaar bekam vierzehn Kinder, darunter der Landrat Hans Friedrich von Beneckendorff und von Hindenburg (* 1802; † 1861), der Kammerherr und Kreisdeputierte Hans Louis Albert von Beneckendorff (* 1812; † 1890), Ottilie († 1826), der Landrat Bernhard Otto Curt, Bernhardine und Robert von Beneckendorff und von Hindenburg (* 1816; † 1902)Siehe Genealogie: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. 1908. Jahrgang 9, Justus Perthes, Gotha 1907, S. 46 f. sowie die nachgeborenen Sohn Bernhard Otto Curt von Beneckendorff und von Hindenburg (um 1818–1879), der preußischer Geheimer Regierungs- und Landrat wurde und wohl unvermählt blieb.

Karriere Wie andere seiner Familienmitglieder entschloss sich auch Otto, eine militärische Laufbahn einzuschlagen, die er mit dem Rang eines Leutnants beendete, um sich um sein Gut in Neudeck zu kümmern.Margaret L. Goldsmith, Frederick August Voigt: Hindenburg: The Man and the Legend. In: Kessinger’s Legacy Reprint, 2010. Original: Verlag Faber & Faber, Leipzig 1930. 1801 erhielt er von seinem Vater die Güter Neudeck und Wolla.Mitteilungen des Coppernicus-Vereins für Wissenschaft und Kunst zu Thorn. Heft(e) 22 – 25. Komm.-Verlag W. Lambeck, Thorn 1914, S. 87. In Neudeck baute er das erste Schloss und bewirtschaftete es seitdem.Hans F. Helmolt: Hindenburg. Das Leben eines Deutschen. Zwei Bände, Wilhelm Schille & Co., Karlsruhe 1926, S. 11. Otto war für damalige Zeiten sehr liberal eingestellt und genehmigte seiner Tochter Bernhardine die Heirat mit einem Nichtadeligen.

Während der Napoleonischen Kriege wirkte Otto als Landschaftsrat des Kreises Marienwerder-Riesenburg. Durch dortige Erfolge wurde er im Jahre 1816 zum Landschaftsdirektor ernannt, was ihn dazu veranlasste, in dieser Position zu versuchen, die teils sehr zerstörten östlichen Gebiete Preußens wieder aufzubauen. In dieser Position wirkte er bis 1852.Alfred Niemann: Unser Hindenburg. Ein Lebensbild. Mit 55 Bildern nach Originalzeichnungen von Friedrich Pruss von Zglinicki und 11 Schlachtplänen. Nachauflage(n) 1934, Erstausgabe, Verlag K. F. Koehler, Berlin/Leipzig 1926, S. 22.Wolfgang Ruge: Hindenburg: Porträt eines Militaristen. 3. Auflage, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, (Ost)-Berlin 1977, S. 465. 1833 wurde ihm der Rote Adlerorden der 3. Klasse verliehen.F. von Suckow, W. Hausschildt (Hrsg.): Sundine. Neu-Vorpommersches Unterhaltungsblatt, in Verbindung mit Schweden. Siebenter Jahrgang-Nr. 2–3, Selbstverlag W. Hausschildt, Stralsund 1833, S. 14.

Genealogie Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1902. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). Dritter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 9. November 1901, S. 84–85. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1908. Neunter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha Anfang November 1907, S. 46–47.

Einzelnachweise

Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse Otto Ludwig Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1770 Kategorie:Gestorben 1855 Kategorie:Mann