Der Landkreis Bergzabern war ein Landkreis in Rheinland-Pfalz, der am 7. Juni 1969 im Zuge der dortigen Verwaltungsreform aufgelöst wurde.

Geographie Der Landkreis grenzte Anfang 1969 im Uhrzeigersinn im Westen beginnend an die Landkreise Pirmasens, Kaiserslautern, Neustadt an der Weinstraße, Landau in der Pfalz und Germersheim. Im Süden grenzte er an das französische Département Bas-Rhin.

Geschichte 1818 wurde nach den Gebietsveränderungen des Wiener Kongresses im Königreich Bayern das Landkommissariat Bergzabern gebildet, aus dem 1862 das Bezirksamt Bergzabern hervorging. 1939 wurde das Bezirksamt wie alle bayerischen Bezirksämter in Landkreis umbenannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Landkreis Teil der französischen Besatzungszone. Die Errichtung des Landes Rheinland-Pfalz wurde am 30. August 1946 als letztes Land in den westlichen Besatzungszonen durch die Verordnung Nr. 57 der französischen Militärregierung unter General Marie-Pierre Kœnig angeordnet.Verordnung Nr. 57 vom 30. August 1946, bezüglich der Schaffung eines rhein-pfälzischen Landes. In: Amtsblatt des französischen Oberkommandos in Deutschland, Nr. 35 vom 20. August 1946, S. 291 f., Digitalisat der Deutschen Nationalbibliothek: Es wurde zunächst als „rhein-pfälzisches Land“ bzw. als „Land Rheinpfalz“ bezeichnet; der Name Rheinland-Pfalz wurde erst mit der Verfassung vom 18. Mai 1947 festgelegt.

Der Landkreis umfasste im Wesentlichen das Gebiet der heutigen Verbandsgemeinden Bad Bergzabern und Annweiler am Trifels. Am 7. Juni 1969 ging er größtenteils im neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern auf, der am 1. Januar 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. Darstein, Dimbach, Lug, Schwanheim, Spirkelbach und Wilgartswiesen wurden dem Landkreis Pirmasens (heute Landkreis Südwestpfalz) zugeteilt.

Einwohnerentwicklung

mini|400px|Einwohnerentwicklung von Landkreis Bergzabern von 1864 bis 1968 nach nebenstehender Tabelle

Jahr Einwohner Quelle 1864 40.241 1885 38.444 1900 37.925 1910 39.330 1925 40.003 1939 41.771 1950 42.454 1960 46.300 1968 49.323

Bezirksamtmänner und Landräte 1884–1885: Karl Haenlein 1917–1920 Johannes Oßwalt 1920–1930 Georg Jung 1931–1932 Emil Schick 1932/1933 vakant 1933–1945 Fritz Jacobus 1945 Robert Leuthner … 1946–1948: Theodor Gutting 1948–1949: Friedrich Graß 1950–1969: Walter Hoffmann

Gemeinden Zum Zeitpunkt seiner Auflösung gehörten dem Landkreis Bergzabern zwei Städte und 50 weitere Gemeinden an: Albersweiler Annweiler am Trifels, Stadt Appenhofen Bad Bergzabern, Stadt Barbelroth Billigheim Birkenhördt Blankenborn Böllenborn Darstein Dernbach Dierbach Dimbach Dörrenbach Eußerthal Gleiszellen-Gleishorbach Gossersweiler Gräfenhausen Hergersweiler Heuchelheim Ingenheim Kapellen-Drusweiler Kapsweyer Klingen Klingenmünster Lug Mühlhofen Münchweiler am Klingbach Niederhorbach Niederotterbach Oberhausen Oberotterbach Oberschlettenbach Pleisweiler-Oberhofen Queichhambach Ramberg Rechtenbach Rinnthal Rohrbach Schwanheim Schweigen Schweighofen Silz Spirkelbach Stein Steinfeld Völkersweiler Vorderweidenthal Waldhambach Waldrohrbach Wernersberg Wilgartswiesen Die Gemeinde Bindersbach war am 1. Oktober 1956 in die Stadt Annweiler eingemeindet worden.

Kfz-Kennzeichen Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen BZA zugewiesen. Es wurde bis zum 6. Juni 1969 ausgegeben.

Einzelnachweise

Bergzabern Bergzabern Kategorie:Geschichte (Landkreis Südliche Weinstraße) Kategorie:Südpfalz Kategorie:Vorderpfalz Bergzabern Kategorie:Aufgelöst 1969