mini|Karl-Valentin-Brunnen am Viktualienmarkt in München mini|Berolinabrunnen in München Ernst Andreas Rauch (* 11. Januar 1901 in TeisendorfWolfgang Werner: Der Architekt Heinrich Müller und die Bayrische Postbauschule in der Pfalz, Seite 81; † 7. Februar 1990 in MünchenGDK Research: Ernst Andreas Rauch: „Adler“) war ein deutscher Bildhauer (Holz, Stein, Bronze).
Leben Rauch studierte an der Akademie der Bildenden Künste München, u. a. bei Bernhard Bleeker. Er war zunächst für Heinrich Müller und German Bestelmeyer tätig.
In der Zeit des Nationalsozialismus war er Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Für diese Zeit ist seine Teilnahme an 15 großen Gruppenausstellungen sicher belegtMartin Papenbrock, Gabriele Saure (Hrsg.): Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1. Ausstellungen deutsche Gegenwartskunst in der NS-Zeit. VDG, Weimar, 2000; S. 530 und passim, darunter von 1937 bis 1944 auf fünf Großen Deutschen Kunstausstellungen in München.
Zum 1. Juli 1941 trat er in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 8.800.524)Bundesarchiv R 9361-IX/33831417Süddeutsche Zeitung: Neuentdeckung eines Kunstwerkes, und er wurde im gleichen Jahr als Professor an die Akademie berufen. 1944 wurde er auf die Gottbegnadeten-Liste gesetzt und auf diese Weise von der Teilnahme am Zweiten Weltkrieg ausgenommenLink zur Gottbegnadeten-Liste beim Bundesarchiv (auf „Digitalisat anzeigen“ klicken). 1945 verlor er im Rahmen der Entnazifizierung seine Professur. 1962 erhielt er den Förderpreis für Bildende Kunst der Landeshauptstadt MünchenStadt München: Förderpreise Kunst.
Werke Zahlreiche seiner Werke und Bauten befinden sich im öffentlichen Raum in München und Umgebung, z. B.: Karl-Valentin-Brunnen am Viktualienmarkt Berolinabrunnen in Schwabing Blütenkelchbrunnen Ludwigstr. Radspieler-Brunnen Hackenstr. in der denkmalgeschützten Wohnsiedlung Borstei (Moosach): im Rosenhof: „Der goldene Hahn“Münchner Spaziergänge im Garten der Ruhe: „Der vergoldete Reiher“ Hirtenbrunnen, FürstenfeldbruckMünchner Merkur: Denkmalschutz: Der Hirtenbrunnen ist restauriert
Rauch entwarf auch zahlreiche Skulpturen für die Porzellanmanufaktur NymphenburgPorzellanmanufaktur Nymphenburg: Löwe Pranke links. Sophie-Scholl-Gymnasium München
Er entwarf die Sophie-Scholl-Büste in der Eingangshalle des Sophie-Scholl-Gymnasiums München.
1971 schuf er das Bronzeportal für die Staatliche Bibliothek Passau.Die sechs Bronzetafeln der zweiflügeligen Eingangstüre der Staatlichen Bibliothek Passau zeigen Darstellungen der Ehe, der Landwirtschaft (Hirte), der höherer Wissenschaft (Sternkunde) und der Naturkunde, des Schmiedehandwerks und der Chemie; von Josef Oswald allegorisch gedeutet als Darstellung der unermesslichen Fülle des Wissens, von Johann Nep. Bachmeier kritisch Gute-alte-Zeit-Tür genannt. – Literatur: Martin Ortmeier: Einladung in eine Schatzkammer. Die Bronzetüre der Staatlichen Bibliothek Passau von Ernst Andreas Rauch, in: Passauer Kunst Blätter 34 (2-2004), S. 20–22.
Anmerkungen
Weblinks
Münchenwiki: Ernst Andreas Rauch Regiowiki Niederbayern: Ernst Andreas Rauch
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Bayern) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Hochschullehrer (Akademie der Bildenden Künste München) Kategorie:Träger des Rompreises Villa Massimo Kategorie:Bildende Kunst (Nationalsozialismus) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1901 Kategorie:Gestorben 1990 Kategorie:Mann