mini|hochkant|Wappen derer von Sommerfeld. Die Herren von Sommerfeld(t) später Sommerfeld und Fal(c)kenhayn sind anhand ihrer schlesisches Uradelsgeschlecht. Sie sind zu unterscheiden von anderen adligen und briefadligen (1676) Geschlechtern von Sommerfeld.

Geschichte Der Historiker Johannes Sinapius berichtete von einer Teilnahme der Sommerfeld bereits in der Schlacht bei Liegnitz 1241. Der Lyriker Hans Aßmann von Abschatz zählte die von Sommerfeld zur alten schlesischen Ritterschaft. Das Geschlecht erscheint erstmals urkundlich am 6. Mai 1294 mit Gottfried von Sommerfeld (Gotfrit von Sumirvelt) im Gefolge des Herzogs Heinrich V. von Schlesien.Colmar Grünhagen und Hermann Markgraf: Lehns- und Besitzurkunden Schlesiens und seiner einzelnen Fürstenthümer im Mittelalter. 2, Leipzig 1883, S. 7.

Nachkommen sind u. a. Volprecht von Sumervelt (1319), Luthold von Zomirvelt auf Mukerau (1337), Franzko von Somirvelt (1364), Wenzlaw von Sommerfeld (1410), Jeronimus von Sommerfeld (1454), Kuntze von Sommerfeld und Hans von Sommerfeld (1470), Hans Ernst von Sommerfeld (um 1520), Franz I von Sommerfeld auf Alzenau (um 1550). Die Familie war später vor allem in den Weichbildern Schweidnitz und Neumarkt begütert. Die hier beschriebene Stammreihe beginnt mit Christoph von Sommerfeld (verm. 1550 - 1594), urkundlich von 1582 bis 1594, Herr auf Alt-Warthau bei Bunzlau. Ein Zweig gab sich nach seinem Gut bei Neumarkt den Namen von Sommerfeld und Falkenhayn, 1556 auch das gesamte Geschlecht. Einer seiner Söhne, Ernst von Sommerfeld und Falkenhayn († 1614), Besitzer von Oberbellmannsdorf, starb als Vogt des Klosters St. Marienthal. Ende des 17. Jahrhunderts erscheinen die Brüder Christoph Heinrich von Sommerfeld und Falkenhayn, 1688 kaiserlicher Kapitän bei der Belagerung von Belgrad, ebenso Ernst Abraham von Sommerfeld und Falkenhayn (4.12.1649 – 10.10.1691), kaiserlicher Oberstleutnant († 1691 in Peterwardein, Nähe Belgrad) sowie Franz Albrecht von Sommerfeld und Falkenhayn (10.8.1651 – 28.12.1691 in Alzenau) auf Schmochwitz, Grunau Mittelarnsdorf und Jakobsdorf, Obersteuereinnehmer des Fürstentums Liegnitz. Christoph Ernst von Sommerfeld und Falkenhayn auf HundorfVermutlich Polnisch Hundorf im Weichbild bzw. späteren Kreis Schönau., diente 1715 als Oberlandschreiber der Fürstentümer Schweidnitz und Jauer. Aus einem anderen Zweig der Familie Franz Albrecht von Sommerfeld (20.3.1683 – 5.2.1735) auf Jakobsdorf als königlich-böhmischer Mannrechtsbesitzer. Im 19. Jahrhundert standen mehrere Sprossen in der Preußischen Armee, so der Generalleutnant Alwiel von Sommerfeld und Falkenhayn (17.11.1824 in Königsberg - 16.7.1905 in Warmbrunn), Sohn des Hauptmanns Rudolf Johann Friedrich von Sommerfeld und Falkenhayn (3.8.1787 in Linderode - 16.12.1839 in Löbau). Namensträger existieren noch heute.

Besitzungen (Auswahl) mini|Schloss Alt-Warthau. Alt-Warthau. Alzenau. (Mittel)-Arnsdorf. Ellguth. Falkenhain. Grunau. Häslicht. Jakobsdorf. Temnitz. Roth-Kirschdorf.

mini|hochkant|Wappen bei Johann Siebmacher (spiegelverkehrt), 1605. Wappen Blasonierung: In Blau drei rechtshin übereinander liegende silberne Fische. Auf dem Helm mit blau-silbernen Helmdecken ein gestürzter silberner Fisch.

Bekannte Familienmitglieder Allwiel von Sommerfeld und Falkenhayn (1824–1905), preußischer Generalleutnant Christoph Ernst von Sommerfeld und Falkenhayn (1679–1743), schlesischer Landschreiber und Landeshauptmann Ernst Abraham von Sommerfeld und Falkenhayn († 1690), kaiserlicher Oberstleutnant Ernst Wilhelm Leopold von Sommerfeld (1758–1825), preußischer Landrat des Kreises Schwiebus Karl von Sommerfeld und Falkenhayn (1864–1926), preußischer Generalmajor Konstantin von Sommerfeld und Falkenhayn, preußischer Generalmajor

Briefadel Friedrich Wilhelm von Sommerfeld (1724–1796), Gutsherr und preußischer Landrat des Kreises Schwiebus, Nennung im Gotha-B (Briefadel)Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1907. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 729 ff. Ernst von Sommerfeld (1758–1825), Landrat Ernst von Sommerfeld (1795–1863), General Wilhelm von Sommerfeld (1801–1871), Generalleutnant

Literatur Christoph Franke: Genealogisches Handbuch des Adels. Adelslexikon. Band XIII, Band 128 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2002, , S. 411–412. Aloys Sommerfeld: Die Wappen und die wappenführenden Geschlechter Sommerfeld. In: Deutsches Familienarchiv. 59, Degener & Co., Neustadt an der Aisch 1974, S. 29 ff. Aloys Sommerfeld: Die (v.) Sommerfeld (u. Falkenhayn ) vor 1600. In: Genealogisches Jahrbuch. Degener & Co., Neustadt an der Aisch 1971, S. 93. Der Deutsche Herold. Zeitschrift für Wappen-, Siegel- u. Familienkunde. Jahrgang, Hrsg. Herold (Verein), Carl Heymanns Verlag, Berlin 1884, S. 48-50. J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch. Bauer und Raspe Emil Küster, Nürnberg 1878, S. 384. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Leipzig 1867, S. 529-530. Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie: L–S, Verlag Expedition Ludwig Rauh, Berlin 1855, S. 457.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Schlesisches Adelsgeschlecht