Franz Attorner (* 2. September 1856 in Grünburg; † nach 1901) war ein oberösterreichischer Maler und Restaurator.Rudolf Schmidt: Österreichisches Künstlerlexikon, Von den Anfängen bis zur Gegenwart, 1. Lieferung, Wien, 1974
Leben und Wirken Franz Attorner, Sohn eines Steyrer Finanzbeamten, besuchte die k.k. Staats-Oberrealsschule in Steyr und danach von 1873 bis 1883 die k.k. Akademie der bildenden Künste in Wien. Seine Lehrer waren Christian Griepenkerl, Josef Mathias Trenkwald, Karl von Blaas und Carl Wurzinger. Für das Jahr 1877 bekam er vom Oberösterreichischen Landtag 200 Gulden Subvention zugesprochen.
Er lebte in Ottensheim und wurde mit künstlerischen Arbeiten meist gemeinsam mit anderen Künstlern beauftragt. Er war in Ottensheim für den Altarbauer Josef Kepplinger tätig, für den er die Altarbilder malte.Otto Kampmüller: Josef Kepplinger. ein oberösterreichischer Altarbauer, in: Oberösterreichische Heimatblätter. Jahrgang 3, Heft 4, Linz, 1949, S. 355ff ().
Werke 1878: Der gekreuzigte Heiland, Gemälde ausgestellt in der Permanenten Ausstellung in Steyr 1881: Gemeinschaftsausstellung bei der Gewerblichen Ausstellung in Steyr 1882: Befundung von Fresken aus dem 15. Jahrhundert in der Filialkirche zu Niederhofen im Gemeindegebiet von Stainach-Pürgg 1891/1992: Ausführung der Wandgemälde im Treppenhaus des Francisco Carolinums in Linz nach seinen eigenen Entwürfen, die als Aquarelle vorliegen. Es handelt sich um vier Lünettenbilder, die die Viertel des Landes ob der Enns in allegorischen Szenen darstellen.Bernhard Prokisch: Zur Architekturgeschichte des Museums Francisco-Carolinums in Linz im 19. Jahrhundert, in: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereins. Band 129a, Linz 1984, S 34 (). 1895: Die Wandmalereien im Inneren der Privatkapelle von Kardinal Jakob Missia in Laibach stammen zur Gänze von Franz Attorner. Die Fresken zeigen Szenen aus dem Leben Christi und aus der Leidensgeschichte. Neben den Heiligen Johann Baptist und Franz von Assisi erscheinen auch die Namenspatrone des Bischofs und seiner Eltern. Auch die Wandmalereien im Bischofspalast zu Görz stammen von Franz Attorner.Georg Wacha: Attorner, Jeblinger, Sattler – Linzer Künstler in Laibach und Görz, in: Oberösterreichische Heimatblätter. 43. Jahrgang, Heft 2, Linz, 1989, S 160 (). 1901: Mitwirkung an der Innengestaltung der St. Antoniuskirche in Favoriten
Literatur Georg Wacha: Attorner, Jeblinger, Sattler – Linzer Künstler in Laibach und Görz, in: Oberösterreichische Heimatblätter. 43. Jahrgang, Heft 2, Linz 1989, S. 159–161 ().
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchenmaler Kategorie:Restaurator Kategorie:Künstler des Historismus Kategorie:Maler (Österreich) Kategorie:Person (Kaisertum Österreich) Kategorie:Bildender Künstler (Österreich-Ungarn) Kategorie:Person (Ottensheim) Kategorie:Geboren 1856 Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann