Spitzwiesen ist ein Ort im Gurktal in Kärnten. Durch den Ort verläuft die Grenze zwischen den Gemeinden Albeck des Bezirks Feldkirchen und Deutsch-Griffen des Bezirks St. Veit an der Glan, wodurch der Ort in zwei Ortschaften zerfällt: Die Ortschaft Spitzwiesen in der Gemeinde Albeck hat Einwohner, die Ortschaft Spitzwiesen in der Gemeinde Deutsch-Griffen hat Einwohner (Stand ).
Lage Spitzwiesen liegt im Gurktal in Mittelkärnten, links der Gurk, zwischen den Mündungen von Sirnitz und Griffenbach.
Zu Spitzwiesen in der Gemeinde Albeck gehören alle Häuser, die ab der Abzweigung zur Ortschaft Sirnitz links der Gurk über etwa 2 Kilometer Länge verstreut auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Albeck liegen. Dazu zählen Rainkeusche (Ranerkeusche, Raderkeusche; Nr. 5), Neukeusche (Nr. 10), Hochwaldkeusche (Nr. 11), Wagnerkeusche (Nr. 12) und mehrere Einfamilienhäuser. Zu Spitzwiesen in der Gemeinde Deutsch-Griffen gehören der Haidnerhof (Nr. 1) und Haus Nr. 4 (ehemals Fischer).KAGIS, Adressensuche auf https://gis.ktn.gv.at
Geschichte mini|Wallanlage Spitzwiesen Im Spitz beim Zusammenfluss von Griffenbach und Gurk befindet sich eine markante Wallanlage unbekannter Zeitstellung.Nikodemus Löffelmann: Auf der Suche nach Burgresten und Wallanlagen im Norden des Bezirks Sankt Veit an der Glan. in: Carinthia I vol. 209 (2019), S. 129–131.
mini|Filialkirche hl. Johannes der Täufer 1169 wird Spitzinghe urkundlich genannt.Katrin Ortner: Die Siedlungs- und Flurnamen der Gemeinde Deutsch-Griffen im Gurktal. Diplomarbeit, Wien 2009. S. 90. 1245 wird ein Hospiz genannt; nach damaligem Sprachgebrauch eher ein Beherbungsbetrieb als ein Krankenhaus. Aus etwa derselben Zeit wird die Johannes-der-Täufer-Kirche stammen, die später gotisch verlängert und gestaltet wurde. Die 1941 profanierte Kirche wurde 1996 wieder geweiht.
mini|Bischöflicher Wappenstein am Haidnerhof Der ab dem 16. Jahrhundert genannte Haidnerhof musste keine Abgaben an das Bistum Gurk zahlen, war aber zur Armenfürsorge verpflichtet. Am Hof ist ein bischöflicher Wappenstein aus der Mitte des 18. Jahrhunderts erhalten.
Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kamen die in der Katastralgemeinde Albeck befindlichen Gebäude an die Gemeinde Albeck, die in der Katastralgemeinde Deutsch Griffen befindlichen Gebäude an die Gemeinde Deutsch-Griffen. Zunächst gehörten beide Gemeinden noch zum Bezirk St. Veit; 1854 kam Albeck an den Bezirk Klagenfurt-Land, von dem später der Bezirk Feldkirchen abgetrennt wurde. Bei der Kärntner Gemeindestrukturreform von 1973 kam der Deutsch-Griffener Teil des Orts an die damals neu errichtete Gemeinde Weitensfeld-Flattnitz, seit deren Auflösung 1991 gehört dieser Teil des Orts Spitzwiesen wieder zur Gemeinde Deutsch-Griffen.
Bevölkerungsentwicklung Bevölkerungsentwicklung des gesamten Orts 1869: 9 Häuser, 66 Einwohner 1880: 10 Häuser, 69 Einwohner 1890: 10 Häuser, 67 Einwohner 1900: 8 Häuser, 81 Einwohner 1910: 11 Häuser, 92 Einwohner 1961: 15 Häuser, 84 Einwohner 2001: 17 Häuser, 111 Einwohner 2011: 17 Häuser, 106 Einwohner 2021: 17 Häuser, 109 Einwohner
Ortschaft Spitzwiesen (Gemeinde Albeck) 1869: 7 Häuser, 40 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 66. 1880: 7 Häuser, 46 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 9. 1890: 8 Häuser, 26 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 9. 1900: 6 Häuser, 44 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 12. 1910: 7 Häuser, 38 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 8. 1961: 13 Häuser, 58 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 247. 2001: 15 Gebäude (davon 13 mit Hauptwohnsitz) mit 19 Wohnungen und 15 Haushalten; 33 Einwohner und 0 Nebenwohnsitzfälle; 0 Arbeitsstätten, 3 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 43. 2011: 15 Gebäude, 23 Einwohner, 12 Haushalte, 1 ArbeitsstätteAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 16. 2021: 15 Gebäude, 23 Einwohner, 12 Haushalte, 1 Arbeitsstätte
Ortschaft Spitzwiesen (Gemeinde Deutsch-Griffen) 1869: 2 Häuser, 26 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 66. 1880: 3 Häuser, 23 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 53. 1890: 2 Häuser, 41 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 54. 1900: 2 Häuser, 37 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 72. 1910: 4 Häuser, 34 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 35. 1923: 2 Häuser, 35 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 15. 1934: 39 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 15. 1961: 2 Häuser, 26 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 255. 2001: 2 Gebäude (davon 2 mit Hauptwohnsitz) mit 2 Wohnungen und 3 Haushalten; 78 Einwohner und 0 Nebenwohnsitzfälle; 2 Arbeitsstätten, 2 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 96. 2011: 2 Gebäude, 83 Einwohner, 1 Haushalt, 2 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 38. 2021: 2 Gebäude, 86 Einwohner, 2 Haushalte, 1 Arbeitsstätte
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Deutsch-Griffen) Kategorie:Albeck (Kärnten) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan Kategorie:Ort im Bezirk Feldkirchen