Das Gebiet Geschwender Halde ist ein mit Verordnung vom 4. Dezember 2015 durch die Körperschaftsforstdirektion Freiburg ausgewiesener Bannwald (Schutzgebiet-Nummer 101039) bei Todtnau im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg.
Lage Das Schutzgebiet befindet sich nördlich des Todtnauer Stadtteils Geschwend. Es liegt im Stadtwald Todtnau auf den Flurstücken 087082-000-00525/000, 087082-000-00525/009 und 087082-000-00577/000.wnsinfo.fva-bw.de
Der Bannwald liegt im Naturpark Südschwarzwald und er ist Teil des FFH-Gebiets Belchen.
Im Schutzgebiet liegen 14 Biotope: Felsgebilde S Schlechtnau mit der Biotopnummer 281133363155, Blockwald SO Schlechtnau (1) mit der Biotopnummer 281133363158, Blockhalde S Schlechtnau mit der Biotopnummer 281133367040, Weidbuchen S Schlechtnau mit der Biotopnummer 281133363164, Buchenbestand in der Geschwender Halde mit der Biotopnummer 281133363165, Felsgebilde N Geschwend mit der Biotopnummer 281133363166, Rabenfelsen N Geschwend mit der Biotopnummer 281133363152, Blockhalde beim Rabenfelsen N Gschwend mit der Biotopnummer 281133367041, Buchenwald Geschwender Halde (2) mit der Biotopnummer 281133363536, Blockhalden N Geschwend mit der Biotopnummer 281133363151, Niederwald N Geschwend mit der Biotopnummer 281133363154, Blockhalden Geschwender Halde mit der Biotopnummer 281133363504, Weidfeld Geschwender Halde mit der Biotopnummer 181133360145 und Kastelbächle SO Schlechtnau mit der Biotopnummer 281133363156.
Geologie Der Untergrund besteht aus einem trockenen Block- und Felshang.
Vegetation Im Bannwald kommen laut Waldbiotopkartierung die folgenden Arten vor: Cladonia arbuscula, Berg-Ahorn, Gewöhnliche Felsenbirne, Felsen-Leimkraut, Besenheide, Gemeine Hainbuche, Dreizahn, Drahtschmiele, Rotbuche, Echter Schaf-Schwingel, Bleicher Schwingel, Faulbaum, Triften-Labkraut, Harzer Labkraut, Wiesen-Wachtelweizen, Gemeine Fichte, Gewöhnlicher Tüpfelfarn, Blutwurz, Traubeneiche, Kleiner Sauerampfer, Echte Mehlbeere, Vogelbeere, Heidelbeere, Gewöhnliches Gabelzahnmoos, Etagenmoos, Schönes Widertonmoos, Torfmoose, Bärlauch, Schwarz-Erle, Wald-Engelwurz, Gemeine Akelei, Wald-Geißbart, Wald-Frauenfarn, Hänge-Birke, Wald-Zwenke, Blaugrüne Segge, Edelkastanie, Gemeine Hasel, Zweigriffeliger Weißdorn, Sumpf-Pippau, Geflecktes Knabenkraut, Mädesüß, Gemeine Esche, Eichenfarn, Hain-Gilbweiderich, Nickendes Perlgras, Wald-Bingelkraut, Buchenfarn, Ährige Teufelskralle, Hain-Rispengras, Vielblütige Weißwurz, Hohe Schlüsselblume, Vogelkirsche, Schlehdorn, Sal-Weide, Rote Lichtnelke, Kleiner Baldrian, Gewöhnlicher Schneeball, Schwarzspecht, Braunelle, Schwefelgelbe Leuchtflechte, Cladonia, Wald-Sauerklee, Salbei-Gamander, Eingriffeliger Weißdorn, Rasen-Schmiele, Waldmeister, Ruprechtskraut, Himbeere, Große Brennnessel, Spitzahorn, Weißliche Hainsimse, Hundsflechte, Verrucaria nigrescens, Weiß-Tanne, Nordischer Streifenfarn, Braunstieliger Streifenfarn, Wald-Reitgras, Nesselblättrige Glockenblume, Pillen-Segge, Echter Wurmfarn, Berg-Weidenröschen, Gelber Hohlzahn, Gewöhnlicher Flügelginster, Gemeiner Efeu, Große Fetthenne, Echtes Johanniskraut, Wald-Hainsimse, Holzapfel, Borstgras, Espe, Hasenlattich, Filz-Brombeere, Roter Holunder, Fuchssches Greiskraut, Sommerlinde, Preiselbeere, Dreiblättriger Baldrian, Sparrige Rentierflechte, Winterlinde, Cladonia rangiferina, Racomitrium lanuginosum, Roter Fingerhut, Gewöhnlicher Dornfarn, Großes Springkraut, Echte Walnuss, Hundsrose, Gewöhnliche Goldrute, Bergulme, Gewöhnliche Goldnessel, Habichtskräuter, Quirlblättrige Weißwurz, Zypressen-Wolfsmilch, Tannen-Rose, Nickendes Leimkraut, Cladonia coccifera, Lasallia pustulata, Parmelia conspersa, Parmelia saxatilis, Rhizocarpon geographicum, Gemeine Schafgarbe, Gemeiner Odermennig, Rotes Straußgras, Bastard-Frauenmantel, Bergwiesen-Frauenmantel, Gewöhnliches Katzenpfötchen, Gewöhnliches Ruchgras, Gewöhnlicher Glatthafer, Mauerraute, Echte Betonie, Mittleres Zittergras, Aufrechte Trespe, Rundblättrige Glockenblume, Frühlings-Segge, Grünliche Gelb-Segge, Igel-Segge, Hirse-Segge, Silberdistel, Wiesen-Flockenblume, Schwarze Flockenblume, Quellen-Hornkraut, Sumpf-Kratzdistel, Gemeiner Wirbeldost, Quendel-Seide, Wiesen-Kammgras, Heide-Nelke, Frühlings-Hungerblümchen, Gewöhnlicher Natternkopf, Wiesen-Schwingel, Gewöhnlicher Rot-Schwingel, Weißes Labkraut, Sumpf-Labkraut, Flaumiger Wiesenhafer, Kleines Habichtskraut, Wolliges Honiggras, Berg-Sandglöckchen, Flatter-Binse, Acker-Witwenblume, Wiesen-Platterbse, Steifhaariger Löwenzahn, Fettwiesen-Margerite, Echtes Leinkraut, Purgier-Lein, Gewöhnlicher Hornklee, Sumpf-Hornklee, Feld-Hainsimse, Ufer-Wolfstrapp, Rossminze, Hain-Vergissmeinnicht, Kriechende Hauhechel, Oregano, Kleine Bibernelle, Spitzwegerich, Mittlerer Wegerich, Wiesen-Rispengras, Gewöhnliche Kreuzblume, Silber-Fingerkraut, Echte Schlüsselblume, Großblütige Braunelle, Kleine Braunelle, Scharfer Hahnenfuß, Knolliger Hahnenfuß, Brennender Hahnenfuß, Grannen-Klappertopf, Kleiner Klappertopf, Brombeeren, Wiesen-Sauerampfer, Wiesensalbei, Schwarzer Holunder, Kleiner Wiesenknopf, Wald-Simse, Weiße Fetthenne, Milder Mauerpfeffer, Raukenblättriges Greiskraut, Jakobs-Greiskraut, Bach-Sternmiere, Gras-Sternmiere, Gewöhnlicher Löwenzahn, Breitblättriger Thymian, Gold-Klee, Feld-Klee, Mittlerer Klee, Wiesenklee, Wiesen-Goldhafer, Gamander-Ehrenpreis, Echter Ehrenpreis, Quendel-Ehrenpreis, Schmalblättrige Wicke, Hunds-Veilchen, Wald-Veilchen, Andreaea rothii, Bryum alpinum, Grimmia longirostris, Grimmia montana, Hedwigia ciliata, Zypressenschlafmoos, Bucklandiella affinis, Verlängerte Zackenmütze, Bucklandiella heterosticha, Racomitrium lanuginosum, Rhytidium rugosum, Ulota hutchinsiae, Feuersalamander, Giersch, Behaarter Kälberkropf, Gegenblättriges Milzkraut, Große Bibernelle, Hain-Greiskraut, Schwedische Mehlbeere, Laubmoose.
Im Biotop Blockhalden Geschwender Halde wurde bei einer Zählung im Jahr 2005 die Tannen-Rose gefunden. Dieselbe Art wurde bei einer Zählung im Jahr 2002 im Biotop Weidfeld Geschwender Halde gefunden. Beide Zählungen wurden von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) durchgeführt. Diese Art ist von der LUBW als extrem selten eingestuft.
Schutzzweck Der Schutzzweck des Bannwalds ist gemäß Schutzgebietsverordnung in den durch ihre Nutzungsgeschichte geprägten Bergmischwäldern des Südschwarzwalds einen vom Menschen unbeeinflussten Ablauf der natürlichen Prozesse zu gewährleisten (Prozessschutz) und hierüber die Eigendynamik natürlicher oder naturnaher Ökosysteme einschließlich der Standorte sowie der sich daraus ergebenden Vielfalt an charakteristischen Lebensräumen, Tieren, Pflanzen und anderen Organismen auf Dauer zu schützen. dies dient neben dem Schutz von Natur und natürlichen Prozessen insbesondere auch der Erhaltung genetischer Ressourcen sowie der wissenschaftlichen Beobachtung und Erforschung.
Betreuung Wissenschaftlich betreut wird der Bannwald durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (BVA).
Siehe auch Liste der Bannwälder in Baden-Württemberg
Weblinks
mit Verordnung, Datenauswertebogen und Karte
Einzelnachweise
Kategorie:Waldschutzgebiet im Landkreis Lörrach Kategorie:Geographie (Todtnau) Kategorie:Schutzgebietsgründung 2015