mini|Bildstöcke in Rothenkirchen
Die beiden Bildstöcke in der Schulstraße in Rothenkirchen sind unter Denkmalschutz stehende Kleindenkmale in der im oberfränkischen Landkreis Kronach gelegenen Marktgemeinde Pressig.
Beschreibung Die zwei Bildstöcke aus Sandstein stehen in einer kleinen Parkanlage neben der Einmündung der Beethovenstraße in die Schulstraße im Pressiger Gemeindeteil Rothenkirchen. Beide wurden erst nachträglich an diesen Standort versetzt.
mini|hochkant|links|Der rechte Bildstock
Ein Fuhrunglück war der Anlass für die Errichtung des von der Straßenkreuzung aus gesehen rechten Flurdenkmals. Der konkav-konvex geformte Sockel trägt an seiner Südseite die Inschrift „Valtin Krauß von Rothenkirchen Anno 1745“. Auf dem mit Bandelwerk verzierten Pfeilerschaft ruht ein mit Friesen geschmückter Aufsatz, der unter eingezogenen Rundbogen die folgenden Reliefs zeigt: Gegen Osten die fünf Wunden Christi, gegen Süden den heiligen Nikolaus und einen vor ihm knienden Stifter mit Wickelkind, an der Westseite die Krönung Mariens und gegen Norden die Vierzehn Nothelfer mit dem Jesuskind.
mini|hochkant|Der linke Bildstock
Der Grund für die Errichtung linken Bildstocks ist nicht überliefert; der ursprüngliche Standort des im 18. Jahrhundert entstandenen Flurdenkmals befand sich wahrscheinlich etwa 750 Meter nordöstlich von Rothenkirchen an einer Furt durch die Haßlach, wo Sockel und Aufsatz des im Laufe der Zeit eingestürzten Denkmals aufgefunden wurden. Auf Betreiben des Rothenkirchener Schulrektors Eidloth wurde die Marter vor 1974 restauriert und in einer Blumenanlage vor dem Schulgebäude neu aufgestellt. Nachdem er dort entfernt und längere Zeit eingelagert worden war, wurde der Bildstock im Jahr 2022 nach einer neuerlichen Restaurierung an seinen neuen Standort versetzt.
Der verzierte Sockel des Kleindenkmals ist konkav-konvex geformt. Der bei der ersten Restaurierung neu angefertigte Pfeilerschaft trägt an drei Seiten Dekor und hebt sich mit seiner gelblichen Färbung vom grauen Sandstein der anderen Bestandteile ab. Die vier Felder des Aufsatzes, der als Bekrönung eine Steinkugel und ein Eisenkreuz trägt, zeigen unter eingezogenen, geschlossenen Rundbogen gegen Westen die heilige Barbara, gegen Norden die Krönung Mariens, gegen Osten den Erzengel Michael und gegen Süden die Glosberger Muttergottes. Eine Marienstatue in dem nördlich der Kreisstadt Kronach gelegenen Wallfahrtsort Glosberg soll 1727 mehrmals blutige Tränen geweint haben, weshalb dieses Motiv auf zahlreichen Bildstöcken im Frankenwald zu finden ist.
Literatur
Weblinks
, Aktennummern D-4-76-164-69 und D-4-76-164-70
Einzelnachweise
Kategorie:Baudenkmal in Pressig Rothenkirchen Kategorie:Erbaut 1745 Kategorie:Erbaut im 18. Jahrhundert