Die Rule of 40 (engl. für „40er-Regel“) ist eine finanzielle Heuristik, die zur Messung der Leistungsfähigkeit von Unternehmen verwendet wird. Sie besagt, dass die jährliche Umsatzwachstumsrate und die Gewinnmarge eines gesunden Unternehmens zusammen 40 oder mehr betragen sollten.
Hintergrund Die Regel zeigt an, wie kapitaleffizient ein Unternehmen arbeitet. Ein Wert von 40 gilt als sehr gut; je höher der Wert ist, desto besser. Wenn ein Unternehmen sehr stark wächst ist es akzeptabel, wenn es Geld verliert. Wenn ein Unternehmen langsam wächst sollte es hingegen profitabel sein.
Ein Beispiel: Ein Unternehmen wächst mit 50 % pro Jahr im Umsatz, hat aber eine negative EBITDA-Marge von −5 %. Die Summe liegt mit 45 über dem Wert 40.
Die Regel bringt zwei wichtige und oft konkurrierende Ziele in Einklang: Wachstum und Rentabilität. Sie wird oft von Risikokapitalgebern und Führungskräften verwendet, um die Kapitalsituation zu bewerten.
Geschichte Die 40er-Regel erlangte Mitte der 2010er-Jahre in der Venture-Capital-Szene an Bedeutung. Obwohl ihr genauer Ursprung umstritten ist, wurde sie von Investoren wie Brad Feld als einfache Methode zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage ihrer SaaS-Portfoliounternehmen populär gemacht. Ihre Einfachheit führte zu ihrer breiten Anwendung sowohl auf privaten als auch auf öffentlichen Märkten zur Bewertung von Softwareunternehmen.
Weblinks Rangliste von Unternehmen nach der Rule of 40
Einzelnachweise
Kategorie:Betriebswirtschaftslehre Kategorie:Management