mini|hochkant|William F. Bringle (als Vizeadmiral) William Floyd Bringle (* 23. April 1913 in Covington, Tipton County, Tennessee; † 19. März 1999 in Rancho Santa Fe, San Diego County, Kalifornien) war ein Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Siebten Flotte (United States Seventh Fleet) und der United States Naval Forces Europe.
Er war ein Sohn von William Floyd Bringle (1874–1930) und dessen Frau Lota Smith (1879–1974) und besuchte die öffentlichen Schulen seiner Heimat, einschließlich der Columbia Military Academy. Im Jahr 1937 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Admiral.
Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörten unter anderem eine Ausbildung zum Marineflieger (März 1940–Januar 1941) an der Naval Air Station Pensacola in Florida. Anfang der 1950er Jahre studierte er am Naval War College in Newport in Rhode Island.
Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Zwischen Januar 1941 und November 1942 war er auf dem Leichten Kreuzer USS Milwaukee stationiert. In diese Zeit fiel der amerikanische Eintritt in den Zweiten Weltkrieg. Die USS Milwaukee war damals als Geleitschiff für Truppentransporte in der Karibik, im Pazifik und im Südatlantik eingesetzt.
Zwischen November 1942 und August 1943 kommandierte Bringle die Zweite Aufklärungsstaffel (scouting Squadron TWO). Diese hatte ihr Hauptquartier zunächst auf dem Leichten Kreuzer USS Omaha und dann auf der USS Savannah. Bringles Staffel war im Atlantik eingesetzt. Nach einer Weiterbildung erhielt er im November 1943 das Kommando über die Erste Beobachtungsflugstaffel (CO, Observation Fighting Squadron ONE), das er bis zum Oktober 1944 innehatte. Diese operierte zunächst im Atlantik und im Mittelmeer, wo sie unter anderem an der Landung in Südfrankreich teilnahm. Zwischen Oktober 1944 und Juni 1945 hatte Bringle das Kommando über die im Pazifik eingesetzte Composite Spotting Squadron ONE. Dabei war er an mehreren Gefechten beteiligt.
In der Folge kommandierte er bis zum August 1946 die 17. Trägerluftgruppe (Commander, Carrier Air Group SEVENTEEN) und dann bis zum September 1946 die 17. Kampfstaffel (CO, Fighter Squadron SEVENTEEN). Ab September 1946 bis zum Juni 1948 war Bringle Stabsoffizier bei der Marineakademie in Annapolis. Anschließend kommandierte er bis zum Mai 1950 die 1. Luftgruppe (Commander, Air Group ONE). Es folgte eine weitere Rückkehr zum Stab der Marineakademie, dem er bis zum Juli 1952 angehörte. Daran schloss sich bis zum Juni 1953 sein Studium am Naval War College an. Es folgte eine Versetzung zum Flugzeugträger USS Hornet. Ab September 1953 bis zum Dezember 1954 war er Erster Offizier dieses Schiffes.
Bringles nächste Mission führte ihn zum Stab des Chief of Naval Operations (CNO), wo er bis zum August 1955 in dessen Stabsabteilung für das Nachrichtenwesen tätig war. Danach gehörte er bis zum Juni 1957 dem Stab des Marineministers an. Nach einer zweimonatigen Weiterbildung bei der Jet Transitional Training Unit in Olathe in Kansas erhielt er das Kommando über das Zweite Angriffsgeschwader (Commander, Heavy Attack Wing TWO), das er zwischen August 1957 und Juli 1958 ausübte. Anschließend fungierte er bis zum Juli 1960 als Kommandeur der Kadetten an der Marineakademie (Commandant of Midshipmen). Als Nächstes wurde er auf den Flugzeugträger USS Kitty Hawk versetzt, der zwischen Juli 1960 und Mai 1961 auf der Werft New York Shipbuilding überholt wurde und dann wieder in See stach. Bringle war bis zum Mai 1962 Kommandeur dieses Flugzeugträgers, das schloss auch die Zeit in der Werft ein.
Es folgte eine Rückkehr zum CNO, dessen Stab er bis zum März 1964 in unterschiedlichen Funktionen im Bereich der Marinefliegerei angehörte. Danach kommandierte er bis zum Juli 1965 die 7. Trägerdivision (Carrier Division SEVEN). Danach übernahm er die Leitung der Stabsabteilung für Planungen und Operationen (Deputy Chief of Staff for Plans and Operations) im Hauptquartier der Pazifikflotte in Pearl Harbor auf Hawaii. Dort verblieb er bis zum November 1967. Am 6. November 1967 übernahm William Bringle als Nachfolger von John Hyland das Kommando über die im Fernen Osten operierende Siebte amerikanische Flotte. Dieses Amt bekleidete er bis zum 10. März 1970, als er von Maurice F. Weisner abgelöst wurde. Die 7. Flotte war damals die führende Marineeinheit im Vietnamkrieg. Danach übernahm er das Kommando über die Luftstreitkräfte der Pazifikflotte. Diese Aufgabe nahm er zwischen März 1970 und Mai 1971 wahr. Auch hier waren Teile seiner Lufteinheiten im Vietnamkrieg eingesetzt.
Sein nächster militärischer Auftrag führte Bringle nach Neapel in Italien. Dort übernahm er im Juni 1971 als Nachfolger von Waldemar F.A. Wendt den Oberbefehl über die amerikanischen Marinestreitkräfte in Europa (Commander-in-Chief US Naval Forces Europe), gleichzeitig war er auch Kommandeur der amerikanischen Streitkräfte im östlichen Atlantik (US Commander Eastern Atlantic). Diese Aufgabe nahm er bis zum August 1973 wahr, als er von Worth H. Bagley abgelöst wurde. Es folgte eine Versetzung zum Marinebezirk Washington (Naval District, Washington, D. C.), wo er sich auf seine Pensionierung am 1. Januar 1974 vorbereitete.
Er verbrachte seinen Lebensabend zunächst in Annapolis und dann in Rancho Santa Fe. Der mit Donnie May Godwin (1915–2006) verheiratete Offizier starb am 19. März 1999 und wurde auf dem Friedhof der Marineakademie in Annapolis beigesetzt.
Orden und Auszeichnungen William Bringle erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:
Navy Cross Navy Distinguished Service Medal Legion of Merit Distinguished Flying Cross Air Medal Navy Unit Commendation Medal American Defense Service Medal American Campaign Medal European-African-Middle Eastern Campaign Medal Asiatic-Pacific Campaign Medal World War II Victory Medal Navy Occupation Service Medal China Service Medal National Defense Service Medal Armed Forces Expeditionary Medal Croix de guerre (Frankreich) National Order of Vietnam (Südvietnam) Gallantry Cross (Südvietnam) Vietnam Campaign Medal (Südvietnam) Philippine Liberation Medal (Philippinen)
Weblinks
Bringle bei Find A Grave (zuletzt abgerufen am 26. Januar 2026)
Online Biografie mit allen Details seiner militärischen Laufbahn Bringle in der Hall of Valor
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