Justus Bötticher (geboren am 9. August 1632 in Braunschweig; gestorben am 12. März 1712 in Wolfenbüttel) war ein Jurist und fürstlicher Geheimrat in Wolfenbüttel sowie Gesandter.
Leben Bötticher war ein Sohn des aus Gröningen bei Halberstedt stammenden fürstlich Wolfenbüttelschen Konsistorialsekretärs Zacharias Bötticher (1589–1646) und dessen Frau Ilse (geborene Schlieck; 1598–1666), einer Tochter des Heinrich Schlieck und dessen Frau Agneta (geborene Reinking). Johann Heinrich Bötticher (1638–1695) war sein jüngerer Bruder. Er immatrikulierte sich am 24. September 1650 für ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Helmstedt und setzte es an der Universität Jena fort. Bötticher wurde 1669 zum Konsistorialrat ernannt. Im Jahr 1671 wurde er Hofrat und 1678 Wirklicher Geheimer Rat in Wolfenbüttel. Er wurde auch als Gesandter der kaiserlichen Kommission in Hamburg eingesetzt.
Werner Andreas Hugo, der Prediger zu Halchter und Linden, hielt anlässlich seines Todes eine Leichenpredigt in der St.-Brictius-Kirche im Wolfenbüttler Ortsteil Linden. Eine weitere Predigt verfasste Gottlieb Treuer.Gottlieb Treuer: Den auf dem guten Zeugniß Jesu geschriebenen neuen Nahmen Justus, Welchen niemand kennet, als der ihn empfähet, Stellete … nach Beerdigung Des … Justus Böttichers, Hoch-Fürstl. Braunschweig-Lüneb. Geheimbten Raths … am andern Fest-Tage der heiligen Ostern, war der 28ste Martii des 1712ten Jahres, bey verlangter Leichen-Predigt … für Bartsch, Wolfenbüttel 1712. In der Kirche St. Stephani in Atzum zierte die Inschrift „“ die Schale eines achteckigen Taufsteins.
Familie Bötticher war dreimal verheiratet:
Seit dem 1. September 1663 mit Ilse Magarethe (geborene Schilling; 9. Januar 1646 – 11. Januar 1680), eine Tochter des fürstlich Braunschweiger Amtmannes Siegfried Schilling (1612–1664) und dessen Frau Elisabeth Catharina (geborene von Windheim; † 1662) Siegfried Justus Bötticher (20. April 1666 – 26. August 1720), wurde wie sein Vater Geheimrat. Er wurde gemeinsam mit seinem Vetter Joachim Justus Bötticher am 3. März 1717 durch Kaiser Karl VI. in den Reichsadelsstand erhoben.Rainer Jacobs: Bötticher, Siegfried Justus. In: Justus Heinrich von Bötticher (1692–1777), wurde zunächst Hofrichter und anschließend unter Herzog Karl I. Kriegs- und Schatzrat sowie ab 1756 Geheimer Rat. Andreas Julius Bötticher (7. Juli 1672 – 26. Juli 1719), wurde Anatom, Botaniker, Chemiker und Mediziner und seit 1704 Leibmedikus der Äbtissin von Halberstadt. Er war zweimal verheiratet: 1. 1703 mit Dorothea Catharina (geborene Bohnhorst; 7. März 1716), Tochter des Heinrich Bohnhorst und der Helene Margarethe (geborene Hattorff) 7 Kinder, 2. am 20. Mai 1717 mit Henriette oder Henrietta (geborene Willich), einer Tochter des Martin Willich.Christina Hillmann-Apmann: Bötticher, Andreas Julius. In: Mit Anna Juliana oder Johanne Juliane (geborene Conring; 1655–1684), eine Tochter des Gelehrten Hermann Conring (1606–1681) und dessen Frau Anna Maria (geborene Stucke; 1617–1694). Ab 1691 mit Anna Katharina (geborene von Estorff), der verwitweten Tochter des fürstlich Cellischen Landesdirektors Ludolf Otto von Estorff (1619–1691). Ein weiterer Sohn Hermann Brondanus Bötticher, königlich preußischer und brandenburgischer Regierungsrat in Halberstadt, war mit Anna Louysa (geborene Willich) verheiratet, einer Schwester der Henriette.
Literatur
Weblinks Familie von Bötticher arcinsys.niedersachsen.de
Einzelnachweise
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