AMOS-17 ist ein kommerzieller geostationärer Kommunikationssatellit, welcher von dem israelischen Unternehmen Spacecom mit Sitz in Tel Aviv betrieben wird. Er ist der insgesamt neunte Satellit der AMOS-Flotte.

Missionsverlauf Im Dezember 2016 gab Spacecom bekannt, einen Vertrag mit Boeing Satellite Systems zum Bau eines neuen Kommunikationssatelliten im Wert von etwa 161 Millionen US-Dollar geschlossen zu haben. Ein Start wurde für 2019 angestrebt, um den im Jahr 2015 ausgefallenen AMOS-5 zu ersetzen. Spacecom beauftragte SpaceX mit dem Start, welcher als Wiedergutmachung (nach dem Verlust von AMOS-6 im September 2016 durch eine Explosion der Falcon 9 auf der Startrampe) kostenlos abgewickelt wurde.

Der Start fand am 6. August 2019 mit einer Falcon-9-Rakete von der Cape Canaveral Space Force Station in eine geostationäre Transferbahn statt. Aufgrund der hohen Startmasse des Satelliten konnte die Falcon-9-Erststufe nicht landen, um wiederverwendet zu werden.

AMOS-17 erreichte durch Zünden seines Bordtriebwerks die geplante geostationäre Umlaufbahn, wo er bei 17° Ost stationiert wurde und im Oktober selben Jahres den Betrieb aufnahm.

Empfang AMOS-17 stellt großflächig Satellitenfernsehen, Breitbandinternet und Mobilfunkdienste zur Verfügung. Er kann in Europa, Israel, dem Mittleren Osten und Vorderasien empfangen werden.

Technische Daten Boeing baute AMOS-17 auf Basis ihres Satellitenbusses der Serie 702. Der Satellit ist mit Transpondern im C-, Ka- und Ku-Band ausgerüstet. Er wird durch Batterien und zwei Solarpaneele mit Energie versorgt. AMOS-17 wog beim Start ca. 6,5 Tonnen und soll bis nach 2040 in Betrieb sein.

Weblinks AMOS-17 auf der Website des Betreibers (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Israelische Raumfahrt Kategorie:Raumfahrtmission 2019