mini|Marktstraße 5 Das denkmalgeschützte Wohn- und Geschäftshaus Marktstraße 7 ist ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert in der Weimarer Altstadt.
Geschichte Das Renaissance-Gebäude entstand 1555 als Teil einer Hofanlage auf einem schmalen Grundstück. Es erfolgten 1892 und 1939 Umbaumaßnahmen, in deren Folge die barocken Fenster beseitigt und der Eingang verändert wurden. Die Hofgebäude wurden bei den Luftangriffen auf Weimar schwer beschädigt. Der dreigeschossige Bau in der südlichen Zeile der Marktstraße ist mit einem gaubenbesetzten Satteldach versehen. In den Obergeschossen sind die jeweils linken Fenster gekoppelt. Sämtliche Fenstergewandungen sind profiliert. Der Eingang in der linken Achse mit zweiflügeliger barocker Haustür wurde 1996 nach historischem Vorbild neu gefertigt. Im Innern gibt es klassizistische Elemente wie die Treppe an der Hofseite. Hier vermutet der Kunsthistoriker Rainer Müller einen in der Renaissance sehr verbreiteten Wendelstein. Das Vorderhaus ist von zwei Tonnengewölben unterkellert, die ursprünglich separat waren. Von den Hofgebäuden ist das mit seinem steinernen Erdgeschoss errichtete Hinterhaus gesichert mit dem Vordergebäude zeitgleich entstanden. Dort befinden sich ein Rundbogenportal und ein Fenster aus der Renaissance-Zeit.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar. Band 4.1.: Altstadt. E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 449 f. Paul Lehfeldt erwähnt ein Flachbogenportal mit Kartusche im Scheitel, auf dem die Jahreszahl „MDCCXXXII“, also 1732 stand.Paul Lehfeldt, Georg Voß: Grossherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach, Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens. Teil 1, Band 1, Gustav Fischer, Jena 1893, S. 112.
In der Marktstraße 7 war der Zinngießer Carl Friedrich Lange ansässig, der seit 1807 Weimarer Bürgerrecht besaß. Aus der Zinngießerfamilie Lange gefertigte Zinnfiguren und sonstige Gegenstände wie Walzenkrüge waren und sind unter Sammlern sehr gefragt.Zinngießerfamilie Lange auf https://www.zinnfiguren-bleifiguren.com Ein dort ansässiger Zinngießer Adolf Lange wird als „vielgesuchte Adresse“ bezeichnet.Daheim: ein deutsches Familienblatt und Illustrationen, Nr. 39, 1903, S. 8. Im Jahre 1930 wurde die Fa. Lange aufgelöst.
Einzelnachweise
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