Die Bundesgartenschau 1997 fand vom 19. April bis 5. Oktober 1997 in Gelsenkirchen im Ruhrgebiet statt. Sie fand auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Nordstern statt und war damit die erste Bundesgartenschau auf einer ehemaligen Kohleindustriefläche. Seither befindet sich auf dem Gelände der Nordsternpark.
Geschichte Die Geschichte der Bundesgartenschau 1997 begann mit der Ausschreibung eines Ideenwettbewerbs im Jahr 1991, den der Landschaftsarchitekt Wedig Pridik aus Marl gewann. Den symbolischen Auftakt zu den vierjährigen Bauarbeiten machte der damalige Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Johannes Rau am 19. März 1994, knapp ein Jahr nach der Schließung der Zeche.Chronologie der Bundesgartenschau 1997, Stadt Gelsenkirchen, abgerufen am 27. März 2026. Die Eröffnung fand am 19. April 1997 im Beisein von Johannes Rau, Bundespräsident Roman Herzog, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Jochen Borchert, Oberbürgermeister Dieter Rauer und etwa 4500 Ehrengästen statt.Bundesgartenschau '97: STÖVER alleiniger Lieferant für Caterer, Stöver News 3/97, abgerufen am 27. März 2026 (PDF).
mini|Die zur Bundesgartenschau errichtete Doppelbogenbrücke
Konzept Die Bundesgartenschau 1997 umfasste unter anderem 19 Themengärten auf 4000 m², einen Klettergarten, einen Schaubergstollen, eine Panoramabahn, eine Freilichtbühne sowie fünf Brücken über den Rhein-Herne-Kanal. Insgesamt fanden etwa 3000 Veranstaltungen mit 10.000 Künstlern aus 30 Nationen statt. Unter den über eine Million für die Bundesgartenschau gepflanzten Pflanzen waren unter anderem 900 Alleebäume, 20.000 Rosen, 60.000 Stauden, 7000 Solitärpflanzen, 130.000 Gehölze, 265.000 Frühjahrsblüher und 345.000 Blumenzwiebeln. In einem Restaurant, vier Gastronomiezelten sowie 16 Imbissbuden standen insgesamt 7000 Sitzplätze zur Verfügung.
Nachnutzung Die Bundesgartenschau wurde primär genutzt, um das Industriegelände nach dem Ende seiner Nutzung in ein Naherholungsgebiet zu überführen. Er wird jährlich von über 400.000 Menschen besucht. Darüber hinaus schuf er eine Verbindung zwischen den Gelsenkirchener Stadtteilen Horst und Heßler.
Im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027 wird der Nordsternpark einer von drei regionalen Hotspots sein und soll als „Nordsternpark+“ weiterentwickelt werden.
Weblinks
Offizielle Seite der Stadt Gelsenkirchen Offizielle Seite der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH
Einzelnachweise
#1997 Kategorie:Gartenschau in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Veranstaltung 1997 Kategorie:Veranstaltung in Gelsenkirchen