Jean-François Egli (* 18. November 1928 in Bôle; † 6. November 2023; heimatberechtigt in Fischenthal und Bôle) war ein Schweizer Richter, der von 1979 bis 1996 als Bundesrichter am Bundesgericht amtete, an welchem er von 1992 bis 1993 das Amt des Präsidenten innehatte.
Leben
Jean-François Egli wurde als Sohn des Henri Egli, Doktors der Chemie, geboren. 1955 heiratete Egli Christiane Delflasse, die Tochter des Geigers Achille Delflasse.
Egli studierte an der Universität Neuenburg, wo er 1951 das Lizentiat der Rechtswissenschaften und 1952 das Lizentiat der Handelswissenschaften erwarb. 1954 erhielt er das Anwaltspatent.
Von 1958 bis 1965 war Egli Präsident des Bezirksgerichts von La Chaux-de-Fonds und von 1965 bis 1979 Richter am Kantonsgericht Neuenburg.
1979 wurde Egli auf Vorschlag der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP) an das Bundesgericht gewählt und gehörte dort der Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung an. Von 1992 bis 1993 präsidierte er das Gericht. 1996 trat er aus dem Bundesgericht zurück.
Egli war zudem Richter am Verwaltungsgericht des Internationalen Arbeitsamts, des ständigen Sekretariats der Internationalen Arbeitsorganisation.
Die Universität Neuenburg verlieh Egli die Ehrendoktorwürde.
Literatur
Kategorie:Bundesrichter (Schweiz) Kategorie:Ehrendoktor der Universität Neuenburg Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1928 Kategorie:Gestorben 2023 Kategorie:Mann