Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Josef ist ein Bauwerk in Annweiler am Trifels. Sie gehört zum Bistum Speyer und steht unter Denkmalschutz. Kirchenpatron ist Joseph von Nazareth.
Lage Das Gebäude mit der Hausnummer 7 steht an der Nordseite der Saarlandstraße, die mit der Landesstraße 490 identisch ist. Unmittelbar nördlich verlaufen die Elisabethenstraße, die auf Höhe der Kirche in östlicher Richtung von der Bahnhofstraße fortgesetzt wird, und die Bahnstrecke Landau–Rohrbach, wo sich der Westkopf des Bahnhofs Annweiler am Trifels befindet. Unmittelbar südlich der Saarlandstraße verläuft der Nordarm der Queich.
Geschichte Die ursprüngliche Stadtkirche war katholisch und ab dem 17. Jahrhundert wurde sie simultan genutzt. Die gegenwärtige Kirche wurde von 1866 bis 1868 von Joseph Köhler aus Pirmasens errichtet.
Bis Ende 2015 war St. Josef Pfarrkirche der gleichnamigen Pfarrei mit Filiale in Gräfenhausen. Seit 2016 ist sie Pfarrkirche der neu geschaffenen Pfarrei Hl. Elisabeth, die seither das gesamte Gebiet der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels umfasst.
Architektur und Innenausstattung Die Kirche ist ein neugotischer Saalbau aus Rotsandstein mit eingezogenem Fünfachtelchor. In dem Chor steht ein schlicht behauener Altar und an der Chorwand hängt ein Barockkreuz mit heller Fassung aus Gold. Die Fresken an den Seiten schuf der Maler Adolf Kessler (1890–1974) in der Zeit um 1955. Sie zeigen den heiligen Bernhard von Clairvaux, der zum Beginn des Kreuzzugs predigt, und gegenüberliegend als Gegensatz dazu die Wallfahrt zum Reichskreuz auf dem Trifels. Die Gemälde sind eine Ergänzung zu fünf Fresken mit weltlichen Szenen aus der Hohenstaufenzeit im 1936 erbauten Hohenstaufensaal, der Stadthalle von Annweiler. In den Nischen unter den Fresken steht links eine spätgotische, aus Lindenholz geschnitzte Madonna mit Jesuskind und rechts eine Statue des hl. Josefs, des Schutzpatrons der Kirche. Maria reicht dem Kind lächelnd eine Birne. Josef ist jung dargestellt, dennoch besinnlich und ernst. Die Glasmalereien in St. Josef sind Werke von Georg Brotzler aus Speyer. In den modernen Fenstern sind Symbole von Taufe und Abendmahl dargestellt.Kirchenführer. Abgerufen am 20. April 2026.
Die Orgel entstand 1901 in der Werkstatt Orgelbau Friedrich Weigle. In der Zeit danach wurde sie 1965 von Hugo Wehr umgebaut und 1997 von Gerhard Kuhn restauriert.
Glocken Im Turm der Kirche hängen vier Bronzeglocken mit den Schlagtönen as′, c″, es″ und f″, abgestimmt auf das Geläut der evangelischen Kirche. Sie wiegen 520 kg, 258 kg, 149 kg und 118 kg. Die Durchmesser betragen 985 mm, 780 mm, 655 mm und 600 mm. Gegossen wurden die Glocken 1952 von der Glockengießerei Hamm-Hofweber in Frankenthal.YouTube. Abgerufen am 20. April 2026.
Literatur Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Südliche Weinstraße (PDF; 10,0 MB). Mainz 2023.
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Einzelnachweise
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