Dashnor Kastrioti (* 1975 (?)) ist ein ehemaliger albanischer Fußballspieler, dessen reale Existenz umstritten ist. Vermutlich handelt es sich um ein Pseudonym.
Karriere Verein Kastrioti ist lediglich beim Amateurverein FSG Schiffweiler in der Oberliga Südwest als Spieler aufgeführt. Dort spielte er von 1995 bis 1997 als Stürmer und kam in über 20 Ligaspielen zum Einsatz. 1997 beendete er seine Profikarriere.
Nationalmannschaft 1996 war Kastrioti Mitglied der albanischen Nationalmannschaft beim Freundschaftsspiel im April 1996 gegen Bosnien und Herzegowina.National Team stats. EU Football. Er soll die erste Halbzeit gespielt und eine Gelbe Karte kassiert haben.
Das Auftauchen eines unbekannten Fünftliga-Spielers in der Nationalmannschaft führte zu Spekulationen, ob Dashnor Kastrioti überhaupt real sei. Es wird vermutet, dass es sich bei ihm eigentlich um Eduard Kaçaçi handelte.
Im März 1991, als Albanien noch unter kommunistischer Herrschaft stand, beantragten Kaçaçi und weitere Spieler während einer Reise der albanischen Nationalmannschaft nach Frankreich in der Schweiz Asyl. Da in Albanien gleichzeitig die ersten demokratische Wahlen stattfanden, soll Kaçaçi sich eine Scheinidentität zugelegt haben, um seinen Asylantrag nicht zu gefährden – aus Eduard Kaçaçi wurde Dashnor Kastrioti. Kaçaçi spielte später auch unter seinem richtigen Namen bei der FSG Schiffweiler (1994–1999). Ob Kaçaçi beim Freundschaftsspiel 1996 tatsächlich als Kastrioti auflief, ist nicht mehr wirklich nachvollziehbar. Während das bosnische Fernsehen in der albanischen Aufstellung noch den Namen „Kaçaçi“ zeigte, habe sich in den Fußball-Datenbanken im Internet – wohl durch ein Missverständnis – das Pseudonym Kastrioti verbreitet.
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