Micha Reich (eigentlich Michael; * 1949 in Berlin) ist ein deutscher Maler und Zeichner.
Leben und Werk Reich absolvierte eine Lehre als Schlosser und betätigte sich autodidaktisch als Maler und Zeichner. Obwohl er keinen Hochschulabschluss hatte, wurde er 1980 in den Verband Bildender Künstler der DDR aufgenommen, dem er dann bis 1990 angehörte. Ab 1981 war Reich als Künstler freischaffend tätig. Nachdem 1986 im Ernst Thälmann-Park das Haus der Volkskunst eröffnet worden war, leitete er dort einen von mehreren künstlerischen Zirkeln.Günter Feist (Hrsg.): Kunstdokumentation SBZ/DDR. 1945–1990. DuMont, Köln 1996, ISBN 3-7701-3846-5, S. 627.
Von 1986 bis 1989 war Reich Meisterschüler an der Akademie der Künste. Nachdem er als Maler gearbeitet hatte, wandte er sich ausschließlich der Zeichenkunst zu. Er hatte ab 1979 eine große Zahl von Einzel- und Gruppenausstellungen.
1995 erhielt Reich ein Berlin-Jahresstipendium und 1996 ein Jahresstipendium der Stiftung Kunstfonds.
Rezeption „… in der bewussten Hinwendung zur Tradition einer Bildhaftigkeit entwickelt der Künstler eine eigene Sprache, die jenseits von effektvollen Selbstinszenierungen die Konzentration auf Gesehenes zum Inhalt hat und sich in dieser bewussten Haltung der alltäglichen Bilderflut entgegenstellt.“
„Micha Reich geht es immer wieder darum, Spuren von individuellem Leben zu zeichnen und dabei dem Verhältnis von Figur und Raum neue Sichten abzugewinnen.“ Astrid Volpert
Werkbeispiel Bildnis einer jungen Frau (1983; Öl)
Literatur Reich, Michael. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 749
Weblinks Website Micha Reich
Einzelnachweise
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