Unter Eisoperette versteht man eine Eiskunstlauf-Revue mit „rotem Handlungsfaden“ im Musikstil der Wiener Operette.
Robert Stolz hat dieses Musikgenre für die Wiener Eisrevue geschaffen. Will Petter, der Schöpfer der Wiener Eisrevue, schrieb das Buch und setzte damit einen Kontrapunkt zu den amerikanischen cold spots, wie zusammenhanglose Revuebilder in der Fachsprache heißen. Die erste von 19 Eisoperetten wurde in der Saison 1952/53 aufgeführt und trug den Titel Die ewige Eva, da die Wiener Eiskunstlauf-Europameisterin und Olympiazweite Eva Pawlik der herausragende Star dieser Produktion war. Weitere Eis-Stars, die das Genre der Eisoperetten berühmt gemacht haben: Emmy Puzinger, Rudi Seeliger, Hanna Eigel, Sissy Schwarz/Kurt Oppelt, Ingrid Wendl, Joan Haanappel, Marika Kilius/Hans-Jürgen Bäumler und Emmerich Danzer.
Liste der Eisoperetten von Robert Stolz
1952: Die ewige Eva 1953: Wünsch dir, was dein Herz begehrt 1954: Glück muss man haben 1955: Alles nach Wunsch 1956: Melodien der Liebe 1957: Sylvia, die Tänzerin 1958: Zauber der Liebe 1959: Im Land der Träume 1960: Illusionen 1961: Kapriolen 1962: Festival der Liebe 1963: Träume des Glücks 1964: Tanzende Welt 1965: Regenbogen 1966: Maskeraden 1967: Episoden 1968: Confetti 1969: Cocktail 1970: Eisparade
Ausstellung in Wien
Vom 10. Jänner bis zum 16. März 2008 fand im Wiener Bezirksmuseum Meidling die Ausstellung „Die Wiener Eisrevue. Einst Botschafterin Österreichs – heute Legende“ statt. Die Eisoperetten von Robert Stolz waren ein Schwerpunkt dieser Ausstellung.
Einzelnachweise
Literatur
Roman Seeliger: Die Wiener Eisrevue. Ein verklungener Traum. hpt-Verlag, Wien 1993, ISBN 3-7004-0680-0 (mit einleitenden Erinnerungen von Otto Schenk). Roman Seeliger: Die Wiener Eisrevue. Einst Botschafterin Österreichs – heute Legende. Bezirksmuseum Meidling, Wien 2008 (Katalog der gleichnamigen Ausstellung, Januar bis März 2008). Isabella Lechner: Die Wiener Eisrevue. Diplomarbeit Universität Wien, Wien 2008.
Kategorie:Operette Kategorie:Revue Kategorie:Eisshow