Mit dem Begriff Reizklima wird eine Form des Bioklimas bezeichnet, dessen Eigenheiten den Stoffwechsel und die Gesamtaktivität des Körpers eines Patienten anregen oder reizen sollen und in der Klimatherapie als Heilfaktor für bestimmte Erkrankungen angesehen werden.
Als Reizfaktoren gelten niedriger Sauerstoffpartialdruck und Wasserdampfgehalt, niedrigere Luft- und Strahlungstemperaturen, erhöhte Flussdichte von Sonnen- und UV-Strahlung sowie eine hohe Windgeschwindigkeit.Reizklima in Spektrum Lexikon Geographie; abgerufen am 3. Mai 2023 +Bioklimatische ReizfaktorenChristoph Kothmaier: Die gefühlte Temperatur als Parameter für bioklimatische Vergleiche in der Steiermark. Masterarbeit, Universität Graz 2017, S. 41–43.KlassifizierungReizfaktorenThermisch starke Tagesschwankungen (Temperatur, Windgeschwindigkeit) niedrige Temperaturen hohe Windgeschwindigkeiten (häufig böige Winde)Lufthygienisch geringe Werte (Sauerstoffpartialdruck, Wasserdampfgehalt)Strahlung hohe Intensität an Sonnenstrahlung
Je nach Stärke des Reizes wird zwischen reizstarken Regionen, wie z. B. der Ostsee, der Nordsee und dem Hochgebirge, und reizschwachen, wie dem Mittelgebirge (Schonklima), unterschieden.
Siehe auch Belastungsklima Biometeorologie Luftkurort
Weblinks Infos bei Planet Wissen
Einzelnachweise
Kategorie:Kur Kategorie:Klima und Gesundheit