Die Wattener Sportgemeinschaft Swarovski TirolSiehe den Vereinsregisterauszug., kurz WSG Tirol sowie traditionell WSG Wattens, ist ein Fußballverein aus der Tiroler Marktgemeinde Wattens im Bezirk Innsbruck-Land. Die Vereinsfarben sind grün-weiß, die Heimstätte ist das Wattener Gernot-Langes-Stadion, das frühere Wattener Alpenstadion. Ihre Heimspiele trägt die Mannschaft seit der Saison 2019/20 jedoch im Tivoli Stadion Tirol in Innsbruck aus.

Der Verein wurde 1930 gegründet und 1931 als Sportverein Fußballklub Wattens beim Tiroler Fußballverband angemeldet. Seit 1967 ist er die Fußballsektion des Gesamtvereins Werksportgemeinschaft Swarovski Wattens. Der Profibetrieb ist aktuell in die Wattener Sportgemeinschaft (WSG) Tirol GmbH ausgegliedert.WSG Wattens: Projekt Aufstieg in die Bundesliga nimmt Kontur an, tt.com, 7. November 2018, abgerufen am 6. März 2019.WSG Tirol GmbH, firmenabc.at Diese spielt zurzeit in der Bundesliga.

Geschichte 1930–1938Saison Wacker Archiv auf wackerarchiv.co.at (offline), abgerufen am 27. März 2017.Platz (Teiln.)SpSUNTorePkt. B-Klasse Unterland 1930/31 nicht teilgenommen 1931/32 keine vollständigen Daten 1932/33 3. (6) 10 5 2 3 21:18 12 1933/34 4. (6) 10 5 0 5 23:23 10 1934/35 4. (6) 10 5 1 4 37:22 11 1935/36 1. (6) 10 7 3 0 48:13 17 1936/37 3. (6) 10 6 1 3 27:16 13 1937/38 keine vollständigen Daten Legende Aufstieg

Der Fußballverein wurde im April 1930 von Arbeitern aus Wattener Industriebetrieben, wie der Glasschleiferei Swarovski, der Papierfabrik Wattens oder der Ziegelei Tonwerk Fritzens mit den Farben grün-weiß gegründet; zu einer Zeit, als der grün-weiße SC Rapid Wien – gegründet als 1. Wiener Arbeiter-Fußball-Club – regierender Meister 1929/30 war. Als Sportverein Fußballklub Wattens (SpV FC Wattens) wurde der Verein 1931 beim Tiroler Fußballverband angemeldet. Ab 1932 spielte der SpV FC Wattens, so wie andere Vereine aus der Region, in der Gruppe Unterland, einer der zweiten Spielstufen des Tiroler Fußballsports. Das schildförmige Gründungswappen bestand aus zwei Hälften, einer vertikal grün-weiß gestreiften linken Hälfte und einer weißen, den Tiroler Adler zeigenden rechten Hälfte, über denen sich ein goldener Balken mit der schwarzen Aufschrift „SP.V. F.C. WATTENS“ befand. In lokalen Medien wie dem Tiroler Anzeiger wurde bereits am 9. Juni 1931 über den SpV FC Wattens geschrieben, als dieser bei einem Jubiläumsturnier des Innsbrucker Peter-Mayer-Bundes teilnahm. Am 13. August 1934 berichtet der Tiroler Anzeiger über einen „anerkennenswerten“ 2:0-Sieg des SpV FC Wattens gegen den FC Wacker Innsbruck.Österreichische Nationalbibliothek

1938–1945: Tiroler Kreisliga (Fußball in der Kriegszeit) 1938–1945SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Kreisliga Tirol 1938/39 1. (6) 5 4 0 1 10:10 8 1939/40 nicht teilgenommen 1940/41 6. (6) 6 2 1 3 16:31 5 1941/42 nicht teilgenommen 1942/43 nicht teilgenommen 1944 nicht teilgenommen 1945 nicht ausgetragen

In der Zeit des Zweiten Weltkrieges gelang es dem Verein kaum, eine Auswahl zu stellen. Nur in der Saison 1938/39 und 1940/41 nahm man an einer Meisterschaft teil. In der Saison 1940/41 wurde, bedingt durch das NS-Regime, ein Namenswechsel zu Deutsche Turn- und Sportgemeinschaft (DTSG Wattens) durchgeführt.

1946–1950: Nachkriegszeit 1946–1950SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Klasse Unterland 1946 5. (7) 6 2 1 3 8:16 5 1946/47 5. (10) 18 9 4 5 71:35 22 1947/48 2. (9) 16 12 0 4 79:23 14 1948/49 1. (9) 16 16 0 0 98:7 32 1. Klasse 1949/50 4. (8) 14 9 3 5 42:28 15 1. Klasse Unterland 1950/51 1. (10) 10 9 1 0 41:16 19 Legende Aufstieg

In der Nachkriegszeit benannte sich der Verein wieder in SpV FC Wattens zurück und spielte in der Klasse Unterland.

1950–1960: Aufstieg in die Arlbergliga 200px|links|mini|Das 1959 eröffnete Gernot-Langes-Stadion in Wattens. 1950–1960SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Tiroler Landesliga 1951/52 2. (8) 14 10 1 3 56:17 21 1952/53 1. (8) 14 11 3 7 51:12 25 Arlbergliga 1953/54 4. (12) 20 8 5 7 39:40 21 1954/55 2. (12) 22 15 1 6 58:30 31 1955/56 3. (12) 22 10 7 5 48:39 27 1956/57 6. (12) 22 10 3 9 63:50 23 1957/58 3. (12) 22 14 3 5 61:35 31 1958/59 6. (12) 22 11 1 10 55:32 23 1959/60 4. (12) 22 13 4 5 72:27 30 Legende Aufstieg

Nach einer Ligareform 1950/51 spielte der Verein noch immer in der Klasse Unterland. In der Saison 1951/52 belegte der SpV FC Wattens den zweiten Platz in der Landesliga Tirol. Als Tiroler Landesmeister konnte der Sportverein Fußballklub Wattens (nun SV Wattens abgekürzt) 1953 erstmals in die zweitklassige Arlbergliga aufsteigen und belegte dort den vierten Platz.

1960–1971: Regionalliga und Nationalliga 1960–1971SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Regionalliga West 1960/61 6. (12) 22 11 4 7 48:44 26 1961/62 4. (12) 22 11 5 6 48:39 27 1962/63 2. (12) 22 12 5 5 65:31 29 1963/64 8. (12) 22 7 5 10 36:38 19 1964/65 3. (12) 22 12 5 5 49:28 29 1965/66 3. (12) 22 14 5 3 55:26 33 1966/67 3. (12) 22 13 4 5 39:19 30 1967/68 1. (14) 26 19 5 2 51:16 43 Nationalliga 1968/69 12. (15) 28 7 8 13 32:35 22 1969/70 7. (16) 30 12 7 11 45:35 31 1970/71 8. (16) 30 12 7 11 50:45 31 Legende Aufstieg Abstieg Die Tiroler konnten sich in der Folgezeit in der zweithöchsten Leistungsstufe etablieren und konnten diese schließlich in der Saison 1967/68 erstmals als Werksportgemeinschaft Swarovski Wattens (WSG Swarovski Wattens), für sich entscheiden. Zum damaligen Zeitpunkt war die Arlbergliga bereits durch die Regionalliga West ersetzt worden und als Meister hatte der SV Wattens direktes Aufstiegsrecht in die Nationalliga. Nachdem der Verein in der ersten Saison noch gegen den Abstieg gekämpft hatte, konnte er sich aber bald in der neuen Liga etablieren. Eine wichtige Spielerverpflichtung kam im Sommer 1969 mit jener von Hans Küppers zustande.

1971–1985: Die Spielgemeinschaft mit Wacker Innsbruck 1971–1985SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Platzierungen der SpG Wattens-Wacker Innsbruck Gebietsliga Ost 1971/72 2. (14) 26 18 2 6 63:28 38 Gebietsliga Mitte 1972/73 2. (10) 18 12 4 2 64:20 28 1973/74 1. (10) 18 15 1 2 85:9 38 Tiroler Amateurliga 1974/75 1. (10) 20 18 2 0 84:15 38 Tiroler Landesliga 1975/76 1. (12) 22 17 3 2 55:15 37 2. (3) 4 3 0 1 8:3 6 1976/77 1. (12) 22 15 6 1 56:21 36 Alpenliga 1977/78 3. (14) 26 13 6 7 40:25 32 1978/79 5. (14) 26 12 5 9 43:31 29 1979/80 2. (14) 26 16 6 4 61:24 38 Regionalliga West 1980/81 3. (14) 26 13 7 6 41:24 33 1981/82 .2 (14) 26 14 5 7 58:29 33 2. Division 1982/83 13. (16) 30 6 13 11 31:38 25 1983/84 11. (16) 30 9 11 10 44:37 29 1984/85 10. (16) 30 11 8 11 37:41 30 Legende Aufstieg Abstieg

1971 gelang es, mit dem zweiten Tiroler Erstligisten, dem FC Wacker Innsbruck, eine Spielgemeinschaft einzugehen. Die Zeit als SpG Wattens-Wacker Innsbruck bildet die erfolgreichste in der Vereinsgeschichte, während die zweite Mannschaft von Wattens, die SpG Amateure Wattens, im Tiroler Unterhaus startete. Mit Peter und Friedrich Koncilia, Walter Skocik, Roland Hattenberger, Helmut Siber, Manfred Gombasch und Günther Rinker kamen zahlreiche Spieler in die neue gemeinsame Mannschaft, die zu Stammspielern der späteren Meisterelf wurden. Auch wenn diese heute vor allem als „Wacker-Spieler“ in Erinnerung geblieben sind, kamen sie doch vonseiten Wattens. Friedl Koncilia war der einzige unter ihnen gewesen, der bereits vor der Zeit der Spielgemeinschaft in der österreichischen Nationalmannschaft als erster Fußballer der WSG Wattens gespielt hatte.

Die Spielgemeinschaft wurde bald zur erfolgreichsten Mannschaft im österreichischen Fußball. In den Jahren 1972, 1973, 1975 und 1977 eroberten die Tiroler jeweils den österreichischen Meistertitel in der Bundesliga und siegten auch viermal im ÖFB-Cup (1973, 1975, 1978 und 1979). In diese erfolgreiche Zeit fallen auch zwei Mitropapokalsiege. Im Finale von 1975 besiegte die SpG Wattens-Wacker Innsbruck den ungarischen Verein Honved Budapest zu Hause mit 3:1 und auswärts mit 2:1. Im darauf folgenden Jahr 1976 wartete im Finale Velež Mostar auf die Spielgemeinschaft. Wattens-Wacker Innsbruck feierte mit zwei 3:1-Erfolgen über die Jugoslawen den zweiten Mitropapokalsieg. In der Saison 1977/78 gelangen auch nennenswerte Erfolge im Europacup mit Siegen gegen den FC Basel, Celtic Glasgow und Borussia Mönchengladbach. Nach zahlreichen Abgängen, dem zwischenzeitlichen Abstieg in die 2. Division und wirtschaftlichen Schwierigkeiten kam es 1986 zur Trennung der Spielgemeinschaft mit Wacker, wo der FC Swarovski Tirol die erste Mannschaft in der Bundesliga übernahm. Der WSG Wattens gelang ihrerseits bereits in der Saison 1981/82 als Zweiter der Regionalliga West der Aufstieg in die 2. Division.

1985–2002: Zwischen zweiter und dritter Liga

1985–2002SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Regionalliga West 1985/86 2. (14) 26 19 1 6 67:33 39 1986/87 3. (14) 26 12 6 8 50:32 30 1987/88 2. (14) 26 17 4 5 67:21 38 1988/89 1. (14) 26 16 5 5 61:28 37 2. Division / Unteres Play-off 1989/90 7. (12) 22 7 7 8 23:26 21 (11) 2. (8) 36 14 10 12 45:45 28 1990/91 8. (12) 22 6 8 8 36:42 20 3. (8) 36 11 13 12 55:59 25 1991/92 5. (12) 22 10 4 8 28:25 24 (12) 2. (8) 36 16 8 12 42:39 28 1992/93 11. (12) 22 7 4 11 23:31 18 (9) 7. (8) 36 10 11 15 47:53 22 2. Division 1993/94 15. (16) 30 3 7 20 25:67 13 Regionalliga West 1994/95 1. (8) 14 7 5 2 27:15 19 2. Division 1995/96 9. (16) 30 7 15 8 34:34 36 1996/97 11. (16) 30 10 8 12 41:45 38 1997/98 12. (15) 28 8 10 10 32:36 34 Regionalliga West 1998/99 1. (16) 30 24 4 2 104:28 76 2. Division 1999/2000 8. (10) 36 10 8 18 52:66 38 2000/01 10. (10) 36 8 10 18 39:62 34 Regionalliga West 2001/02 2. (16) 30 20 5 5 77:31 65 Legende Aufstieg Abstieg

Wattens konnte sich bis zur Einführung des Play-off-Systems 1985 in der 2. Division halten und scheiterte in der Regionalliga West als Vizemeister 1986, 1988 nur knapp am Wiederaufstieg, ehe dieser eine Saison später gelang. In dieser Zeit spielten unter anderem Robert Wazinger und Roland Kirchler, die später nach Innsbruck gingen und auch in der Nationalmannschaft zum Einsatz kamen. Wattens hielt sich diesmal bis 1994 in der zweiten Spielstufe, nach nur einem Jahr in der Regionalliga meldete sich der Verein jedoch mit dem sofortigen Wiederaufstieg zurück. Mit der Zweitligareform von 1998 kam jedoch erneut der Gang in die Regionalliga West. Es folgte der fast obligatorische Wiederaufstieg nur eine Saison später. Die Tiroler hielten sich nun bis 2001 in der zweiten Spielklasse, dem Abstieg folgte dieses Mal jedoch nur der Vizemeistertitel.

2002–2003: Spielgemeinschaft mit FC Wacker Tirol

2002–2003SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Regionalliga West 2002/03 1. (16) 30 26 2 2 101:17 80 Legende Aufstieg mit dem FC Wacker Tirol

In der Saison 2002/03 trat man mit dem neu gegründeten FC Wacker Tirol als Spielgemeinschaft auf und wurde wiederum Meister der Regionalliga West.

2003–2016: Zwischen dritter und vierter Liga

2003–2016SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Tiroler Liga 2003/04 4. (16) 30 14 9 7 71:47 51 2004/05 1. (16) 30 24 2 4 115:33 74 Regionalliga West 2005/06 4. (16) 30 16 5 9 59:42 53 2006/07 3. (16) 30 17 5 8 58:30 56 2007/08 5. (16) 30 15 2 13 54:42 47 2008/09 2. (16) 30 16 10 4 85:39 58 2009/10 2. (16) 30 18 7 5 78:39 61 Regionalliga West / Relegation 2010/11 2. (16) 30 18 5 7 64:40 59 FC Blau-Weiß Linz – WSG Wattens 0:1 / 1:0 n. V. 4:3 i. E. 2011/12 1. (16) 30 23 7 0 67:14 76 WSG Wattens – SV Horn 1:5 / 0:4 Regionalliga West 2012/13 3. (16) 30 18 5 7 73:49 59 2013/14 2. (16) 30 22 4 4 88:36 70 2014/15 2. (16) 30 21 6 3 81:22 69 2015/16 1. (16) 30 24 3 3 81:18 75 Legende Aufstieg