mini|Die Pokalsiegerinnen von 2011 Die Coupe de France féminine ist der Pokalwettbewerb im französischen Frauenfußball. Der Wettbewerb wird seit 2001/02 ausgespielt und vom französischen Fußballverband FFF ausgerichtet; bis einschließlich der Saison 2010/11 hieß er Challenge de France féminin.fff.fr: (französisch) Rekordsieger ist Olympique Lyon mit elf vor Paris Saint-Germain FC mit vier und dem HSC Montpellier mit drei Titeln. Zusammen mit der neuen Bezeichnung hat die Coupe auch ein neues, in den Farben Lila und Rosa gehaltenes Logo erhalten.fff.fr: (französisch)

Teilnehmerzahlen, Modus und Antrittsprämien Prinzipiell können alle dem französischen Fußballverband angeschlossenen Vereine an diesem Wettbewerb teilnehmen, ab der Spielzeit 2023/24 auch solche aus Frankreichs überseeischen Territorien. Für Letztere beziehungsweise deren anreisende Gegnerinnen übernimmt die FFF Flug- und Unterkunftskosten.Sebastien Duret: Coupe de France – Première historique en Guadeloupe vom 29. August 2023 bei footofeminin.fr Eine Teilnahmeverpflichtung besteht aber lediglich für die Vereine der drei höchsten Ligen. Bei der ersten Austragung (Saison 2001/02) nahmen insgesamt 372 Klubs teil, bei der zweiten nur noch 344. In den folgenden Jahren pendelten die Teilnehmerzahlen weiterhin im oberen 300er-Bereich: 2005/06 371, 2009/10 376 und 2011/12 397. Ab der Mitte des zweiten Jahrzehnts hat sich dieser Wert deutlich erhöht, und das nahezu jährlich. So meldeten 2013/14 469 Vereine, eine Saison darauf 488, 2016/17 stieg der Rekord auf 626 Anmeldungen, 2018/19 auf 687,„Coupe de France, die Zahlen vor dem Endspiel“ vom 6. Mai 2019 bei footofeminin.fr 2019/20 auf 759 und 2021/22 auf 888.1. Bundesrunde – die Auslosung vom 3. November 2021 bei fff.fr Erstmals 2025/26 erreichte die Teilnehmerzahl den vierstelligen Bereich, als 1.023 Klubs und Spielgemeinschaften ihre Frauen meldeten.Les 1er et 2e tours fédéraux dévoilés vom 5. November 2025 bei fff.fr

Zunächst gibt es in den Verbandsregionen Ausscheidungsspiele, an denen alle meldenden unterklassigen Vereine teilnehmen. Die zwölf Erstligisten griffen in den Anfangsjahren und erneut seit 2018/19 erst in der Runde der letzten 32 Frauschaften (Sechzehntelfinale) in den Wettbewerb ein; dazwischen mussten sie dies eine Runde früher (Zweiunddreißigstelfinale) tun. Die Zweitligisten (seit 2016 24, ab 2023 nur noch zwölf) greifen sogar zwei Runden vorher in den Pokal ein, nämlich in der ersten landesweiten Runde (1er tour fédéral). Die Frage, wie viele Teams aus den jeweiligen Regionen sich für diese Runde qualifizieren, hängt von der dortigen Zahl weiblicher Vereinsmitglieder ab. Für den Wettbewerb 2022/23 beispielsweise stellte sich diese Verteilung wie folgt dar:Regionale Phase: Die Qualifizierten für die 1. Bundesrunde vom 31. Oktober 2022 bei footofeminin.fr

Regionale Verteilung 2022/23 Region UnterklassigeGemeldete Mannschaftenin D1 / D2 Plätze fürUnterklassige Auvergne-Rhône-Alpes 140 7 8 Grand Est 109 3 7 Paris Île-de-France 106 5 8 Bretagne 75 3 5 Hauts-de-France 72 2 5 Pays de la Loire 72 3 4 Nouvelle-Aquitaine 66 2 4 Occitanie 58 6 4 Normandie 52 1 3 Bourgogne-Franche-Comté 47 1 3 Méditerranée 39 2 2 Centre-Val de Loire 31 1 2 Corse 7 --- 1 Insgesamt 874 36 56

Gespielt wird im K.-o.-System. Steht ein Spiel nach 90 Minuten unentschieden, wird das Spiel nicht verlängert, sondern es folgt sofort ein Elfmeterschießen zur Ermittlung des Siegers. Das Finale findet auf neutralem Platz statt. Im Gegensatz zur bisherigen Praxis im deutschen Pokal wird das Finale nicht im gleichen Stadion wie das Männerfinale ausgetragen.

2016 erhielt der Pokalsieger eine Prämie von 60.000, der unterlegene Endspielteilnehmer von 40.000 und die beiden Halbfinalisten von je 20.000 Euro,nach dem Artikel „Der Pokal und die Endspiele in Zahlen“ vom 19. Mai 2017 bei footofeminin.fr während alle anderen Teilnehmer leer ausgingen. Mit der Saison 2021/22 wurde der Gesamtbetrag auf 520.000 Euro verdreifacht, und jede qualifizierte Mannschaft erhält bereits ab der ersten Bundesrunde eine Antrittsprämie. So hat der Zweitligist FF Yzeure AA, der das Endspiel erreichte und verlor, kumuliert 43.500 Euro eingenommen.Artikel „Die neuen Dotierungen in Liga und Pokal offiziell bestätigt“ vom 16. März 2022 bei footofeminin.fr

Pokalüberraschungen In der relativ kurzen Wettbewerbsgeschichte hat es noch keine Frauschaft aus einer unteren Liga geschafft, dauerhaft mit dem Etikett einer Überraschungself versehen zu werden. Dazu trägt nicht nur das relativ geringe mediale Interesse bei, sondern vor allem das starke Leistungsgefälle zwischen den Spitzenteams der ersten Division und dem Rest der Teilnehmer. Bis einschließlich der Austragung 2024/25 haben es überhaupt nur neun Teams, die unterhalb der zweiten Liga spielten, bis in die Runde der letzten acht Teilnehmer (Viertelfinale) geschafft, und nur zweimal kamen unterklassige Fußballerinnen sogar noch eine Runde weiter. Dies gelang 2003/04 dem drittklassigen Racing Besançon, der zuvor unter anderem einen Zweit- (FC Vendenheim) und einen Erstdivisionär (Juvisy FCF) ausgeschaltet hatte, ehe er, auch nur nach Elfmeterschießen, gegen D1F-Teilnehmer USCCO Compiègne unterlag. 2016/17 erreichte Drittdivisionär FCF Hénin-Beaumont ebenfalls das Halbfinale, musste dazu allerdings mit der ASJ Soyaux auch nur einen Vertreter aus den beiden höchsten Ligen ausschalten.Von 2002 bis 2010 galt die dritte französische Frauenliga (D3F) allerdings, wie D1 und D2, als eine nationale Liga (nur 40 Teams in vier Staffeln), während sie anschließend lange Zeit nur noch regional organisiert war und beispielsweise 2016/17 197 Teams umfasste, die in 19 Divisions d’Honneur um Punkte spielten. Seit 2023/24 gibt es wieder eine dritte Division mit 24 Mannschaften.

Es gelang bisher auch erst zweimal einer Zweitligaelf, das Frauenpokalendspiel zu erreichen: 2008/09 dem UC Le Mans, in der Saison 2021/22 dem FF Yzeure AA.

Fernsehrechte Die Übertragung von Spielen des Hauptwettbewerbs einschließlich des Finales erfolgt bis 2027 auch weiterhin vorrangig durch France Télévisions, die öffentlich-rechtliche Anstalt des Landes. Das Recht zur Übertragung zusätzlicher Spiele hat 2023 für zunächst vier Jahre BeIn Sports, ein aus Al Jazeera hervorgegangener katarischer Privatsender, erworben, der außerdem auch Spiele des Pokalwettbewerbs der Männer sowie der Coupe Gambardella ausstrahlt.BeIn Sports strahlt den Frauenpokal vier Jahre lang aus vom 5. Dezember 2022 bei footofeminin.fr

Die bisherigen Endspiele In den Schiedsrichtergespannen bei den bisher 22 Endspielen (bis einschließlich der Austragung 2023/24) wurde Élodie Coppola am häufigsten berücksichtigt, einmal als Schiedsrichterin und viermal – zuletzt 2020 – als Assistentin. Florence Guillemin (dreimal), Sabine Bonnin (geborene Louiset) und Noëlle Robin (je zweimal) haben als einzige mehr als eine Finalpartie geleitet.

Mit 12.858 Zuschauern war das bestbesuchte Endspiel dasjenige der Saison 2025/26 im Stade du Hainaut von Valenciennes.

Jahr Sieger Finalist Ergebnis Endspielort 2002 FC Toulouse FC Lyon 2:1 Tournon-sur-Rhône 2003 FC Lyon HSC Montpellier 4:3 Montceau-les-Mines 2004 FC Lyon USCCO Compiègne 2:0 Tulle 2005 Juvisy FCF Olympique Lyon 1:1, 5:4 i. E. Buzançais 2006 HSC Montpellier Olympique Lyon 1:1, 4:3 i. E. Aulnat 2007 HSC Montpellier Olympique Lyon 3:3, 3:0 i. E. Saint-Denis 2008 Olympique Lyon Paris Saint-Germain 3:0 Saint-Denis 2009 HSC Montpellier UC Le Mans (D2) 3:1 Lyon 2010 Paris Saint-Germain HSC Montpellier 5:0 Bondoufle 2011 AS Saint-Étienne HSC Montpellier 0:0, 3:2 i. E. Buxerolles 2012 Olympique Lyon HSC Montpellier 2:1 Bourges 2013 Olympique Lyon AS Saint-Étienne 3:1 Clermont-Ferrand 2014 Olympique Lyon Paris Saint-Germain 2:0 Le Mans 2015 Olympique Lyon HSC Montpellier 2:1 Calais 2016 Olympique Lyon HSC Montpellier 2:1 Grenoble 2017 Olympique Lyon Paris Saint-Germain 1:1, 7:6 i. E. Vannes 2018 Paris Saint-Germain Olympique Lyon 1:0 Strasbourg 2019 Olympique Lyon OSC Lille 3:1 Châteauroux 2020 Olympique Lyon Paris Saint-Germain 0:0, 4:3 i. E. Auxerre 2021 Wettbewerb frühzeitig abgebrochen 2022 Paris Saint-Germain FF Yzeure AA (D2) 8:0 Dijon 2023 Olympique Lyon Paris Saint-Germain 2:1 Orléans 2024 Paris Saint-Germain FC Fleury 1:0 Montpellier 2025 Paris FC Paris Saint-Germain 0:0, 5:4 i. E. Calais 2026 OL Lyonnes Paris Saint-Germain 4:1 Valenciennes

Titelträger Titel Verein Saisons 11 Olympique Lyon 2008, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2019, 2020, 2023, 2026 4 Paris Saint-Germain 2010, 2018, 2022, 2024 3 HSC Montpellier 2006, 2007, 2009 2 FC Lyon 2003, 2004 1 FC Toulouse 2002 1 Juvisy FCF 2005 1 AS Saint-Étienne 2011 1 Paris FC 2025

Siehe auch Division 1 Féminine (Französische Frauenfußballmeisterschaft) Französischer Fußballpokal (Pokalwettbewerb der Männer)

Weblinks Aktuelles Reglement der Coupe de France féminine auf der offiziellen Seite des französischen Verbandes (als PDF)

Einzelnachweise

Kategorie:Frauenfußballwettbewerb für Vereinsmannschaften