Der ist ein Naturhafen auf der der Nordinsel von Neuseeland.
Namensherkunft bedeutet in der Sprache der athletisch oder Konkurrenz im Wettkampf.
Einer regionalen Sage aus dem 15. Jahrhundert entsprechend soll sich der Name allerdings von den Wörtern für Essen und Farn ableiten, die der -Häuptling als Name für die Gegend festlegte, als es bestimmte Farnwurzeln bei einem Fest als Hauptgericht gab.
Geographie Der ist mit einer Fläche von 950 km² der größte Naturhafen Neuseelands. Er erstreckt sich in Nordnordwest-Südsüdost-Richtung über 58 km und reicht von der Westküste aus bis 40 km in das Landesinnere hinein. Mit seinen weitverzweigten Verästelungen kommt der Naturhafen auf eine 612 km lange Uferlinie. Die beiden größten Wasserflächen sind im Norden 26 km lang und bis zu 11 km breit und im Süden, die über die von der Tasmansee abgetrennt ist, 28 km lang und bis zu 15 km breit. Der zwischen den beiden großen Becken liegende Eingang zum Naturhafen, genannt, weist eine Breite von 6,4 km auf und verbindet den Naturhafen mit der Tasmansee. Die tiefste Stelle des Gewässers misst rund 50 m.
Seeseitig des befinden sich mehrere veränderliche Sandbänke und Klippen, die eine Navigation mit einem Schiff sehr erschweren. Inlandseitig befindet sich die größte und dreigeteilte Insel des Naturhafens, . Eine kleinere südöstlich davon liegenden Insel, wurde als als Schutzgebiet ausgewiesen.
Der mit Abstand größte Zufluss des Naturhafens stellt der von Nordwesten kommende dar. Weitere Zuflüsse von Norden kommen durch: den , den , den und den , von Osten kommen durch den , den , den , den , den und den , und von Süden kommen durch den , den , den und den durch fließenden , der letztendlich Namensgeber für den Naturhafen wurde.
Mit 4170 km² entwässert der mit seinen Zuflüssen fast die Hälfte der Fläche der .
Verwaltungstechnisch ist der in zwei Teile aufgeteilt, der nördliche Teil inklusive des gehört zu dem , der zur Region zählt und der südliche Teil inklusive der gehörte ursprünglich zum und wird seit der Eingemeindung 2010 vom verwaltet.
Geschichte Die erste Besiedelung des -Gebietes erfolgte durch , lange bevor 1770 der Seefahrer und Entdecker Captain Neuseeland entdeckte und auch den beschrieb. Heute wird die Gegend um den von dem -Stamm der bewohnt.
Nutzung als Hafen Trotz seiner Bezeichnung als (Hafen) ist der Naturhafen heute nicht mehr als Wirtschaftshafen in Nutzung. Mehrere Strandungen und Schiffsunglücke, besonders in der Hafeneinfahrt, auf den durch Ebbe und Flut ständig veränderlichen Wassertiefen und Sandbänken, führte in den 1950er Jahren zur Einstellung der Schifffahrt in dem Gebiet. Reste ehemaliger Hafenanlagen in den zahlreichen Siedlungen entlang der Küstenlinie werden heute aber zunehmend von Sport- und Segelbooten genutzt. Seit 1979 operiert die Küstenwache in und vor dem Hafengebiet.
Flora und Fauna Mit seinen weitverzweigten Wasserarmen stellt der auch ein bedeutendes Feuchtgebiet dar. Es ist Lebensraum zahlreicher Watvögel und Winterheimat vieler Vogelarten, die aus dem asiatischen Raum über den Pazifik zum Überwintern nach Neuseeland kommen. Jedes Jahr im September erreichen rund 30.000 Watvögel, teilweise sogar aus Sibirien, den Naturhafen.
Gezeitenkraftwerkprojekt Anfang Dezember 2006 wurde dem ein Projekt zum Bau eines Gezeitenkraftwerkes im Zugang zum übergeben. Das Projekt sah vor, bis zum Jahr 2011 mit einer Investitionssumme von rund 400 Millionen Neuseeland-Dollar (etwa 200 Mio. Euro) den Einbau von Turbinen, die Verlegung der Kabel quer durch die Bucht und den Aufbau der notwendigen Umspannanlagen realisiert zu haben. Es war geplant, die Turbinen nur etwa 16 Fuß (ca. 5 Meter) unter der mittleren Wasserlinie einzubauen, was aufgrund der fehlenden wirtschaftlichen Nutzung des Naturhafens möglich gewesen wäre. Im Jahr 2013 kam dann das vorläufige Aus für das Projekt, da die Regierung mehr auf die Stromerzeugung durch Windkraft setzte, als Strom zukünftig durch Gezeitenkraftwerke erzeugen zu lassen.
Siehe auch Liste der Naturhäfen in Neuseeland
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise Längen, Breiten und Koordinaten mit Google Earth vermessen.
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