Scherbakul (, von kasachisch Scharbakitkul, übersetzt „Glücklicher Los-See“) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Omsk (Russland) mit Einwohnern (Stand ).
miniatur|hochkant|links|Himmelfahrtskirche in Scherbakul Scherbakul liegt etwa 70 km südwestlich von Omsk. Der Ort ist das Verwaltungszentrum des Rajons Scherbakul, dem neben der Stadtgemeinde (gorodskoje posselenije) Scherbakul neun Landgemeinden (selskoje posselenije) angehören.
Die Bevölkerung setzt sich vor allem aus Russen, Deutschen, und Kasachen zusammen. Viele Deutsche sind in der Zeit 1993–2000 nach Deutschland übersiedelt.
Die wirtschaftliche Entwicklung ist vor allem von der Lebensmittelindustrie (Großbäckerei) abhängig. Außerdem gibt es ein Ziegelwerk, eine Straßenmeisterei und einen Versorgungsstützpunkt des Fernmeldedienstes. In Schebarkul ist das Kreiskrankenhaus mit 300 Betten ansässig.
Es gibt zwei Kindergärten, drei Schulen und eine deutsche Begegnungsstätte, die 1994 von einer Delegation von Abgeordneten des Deutschen Bundestages besucht wurde.
Der Rajon-Verwaltungsleiter ist Sergei Wiktorowitsch Grebjonkin, vor ihm hatte diesen Posten Andrej Jakowlewitsch Berg inne.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1939 3320 1959 5415 1970 6402 1979 7203 1989 7872 2002 7339 2010 6976 Anmerkung: Volkszählungsdaten
Literatur B. Wwedenski u. a.: Bolschaja sowetskaja enziklopedija: Tom 47. Isd-wo Bolschaja sowetskaja enziklopedija, Moskau 1957, S. 669 (russisch) Alexander Kolesnikow: Scherbakulju – 100 let. Otscherki istorii. Redakzija gasety „Omski Westnik“, Omsk 1993. (russisch) A. Gorkin u. a.: Geografija Rossii: Enziklopeditscheski slowar. Bolschaja Rossijskaja enziklopedija, Moskau 1997, ISBN 5-85270-276-5, S. 673. (russisch)
Einzelnachweise
Weblinks Scherbakul (russisch)
Kategorie:Ort in der Oblast Omsk