Alexander Schenk (* 12. November 1978 in Klagenfurt am Wörthersee) ist ein österreichischer Fußballtorhüter, der auch als Torwarttrainer in Erscheinung tritt.
Karriere Karrierebeginn in Klagenfurt Schenk begann seine Vereinskarriere als Fußballspieler Mitte der 1980er Jahre im Nachwuchsbereich des SK Austria Klagenfurt. Zunächst durchlief er sämtliche Nachwuchsstationen sowie das Bundesnachwuchszentrum (BNZ) Kärnten und kam Mitte der 1990er-Jahre erstmals in der zweiten Mannschaft des Vereins sowie in der zwischenzeitlich aus dem Profifußball in die Kärntner Liga abgestiegenen Kampfmannschaft zum Einsatz. Nach dem Meistertitel 1995/96 und dem damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga Mitte musste er in der Spielzeit 1996/97 noch dem Routinier Alexander Philipp den Vortritt geben, kam zum Saisonende hin jedoch zu drei Einsätzen in der Regionalliga. In der nachfolgenden Saison 1997/98, die mit dem Ziel einer beschleunigten Rückkehr in die Bundesliga in einer Spielgemeinschaft mit dem Villacher SV als FC Austria – VSV Kärnten bestritten wurde, fand er hinter den beiden routinierten Torhütern Christian Dietrichsteiner und Alexander Philipp keine Berücksichtigung und musste sich mit Einsätzen in der zweiten Mannschaft begnügen. Auf Anhieb errang die Spielgemeinschaft den Meistertitel und konnte sich in der nachfolgenden Relegation auch gegen den SC Untersiebenbrunn, den Meister der Regionalliga Ost, durchsetzen.
Nach der Rückkehr in die zweitklassige Erste Division blieb Schenk weiterhin hinter Philipp und Dietrichsteiner zurück und kam daher 1998/99 nur in der in der Kärntner Liga vertretenen zweiten Mannschaft der Klagenfurter zum Einsatz. Dort war er zu Saisonbeginn zwar die Nummer eins im Tor, wurde jedoch nach sechs Meisterschaftseinsätzen zum Backup des etwas jüngeren Manuel Pirmann. Auch in der Spielzeit 1999/2000 änderte sich daran nach der Auflösung der Spielgemeinschaft im Sommer 1999 und der Umbenennung des Vereins in FC Kärnten nichts: Mit sieben Einsätzen in der Kärntner Liga blieb er die Nummer zwei hinter Pirmann. Am Ende der Saison gewann er mit dem Team die Meisterschaft und stieg in die Regionalliga Mitte auf. Zudem saß er in derselben Spielzeit erstmals bei zwei Ligaspielen der Profimannschaft auf der Ersatzbank, kam jedoch noch nicht zum Einsatz.
Durchbruch als Leihspieler und Rückkehr nach Klagenfurt Im Sommer 2000 erfolgte Schenks leihweiser Wechsel innerhalb Kärntens zum Wolfsberger AC, dessen Herrenmannschaft zu dieser Zeit in der Regionalliga Mitte spielte. Als Stammtorhüter löste er den zum SVG Bleiburg abgewanderten Manfred Jesse ab und kam in allen 30 Meisterschaftsspielen der Wolfsberger zum Einsatz. Hinzu kamen vier Einsätze im ÖFB-Cup 2000/01, in dem die Kärntner bis ins Achtelfinale vordrangen und dort dem VfB Admira Wacker Mödling mit 0:3 unterlagen. In der Liga schafften die Wolfsberger mit 34 Punkten und auf dem 13. Platz rangierend nur knapp den Klassenerhalt.
Nach seiner Rückkehr in die Landeshauptstadt kam Schenk unter dem ständig wechselnden Trainerteam – seit Sommer 2000 war Walter Schachner als Cheftrainer im Amt – trotz seiner Spielpraxis in der Regionalliga nicht zum Zug. Bis November 2001 war er sogar nur die Nummer drei hinter dem nunmehrigen Stammtorhüter Roland Goriupp und dessen Vertreter Ronald Unger. In der Folge löste er Unger bis zum Saisonende als Ersatztorhüter des mittlerweile in die Bundesliga aufgestiegenen Vereins ab, der zudem amtierender Pokalsieger und ÖFB-Supercup-Sieger war. Einsätze für die Profimannschaft verzeichnete er in der Saison 2001/02 jedoch keine, kam jedoch über die gesamte Spielzeit verteilt auf 14 Einsätze für die zweite Mannschaft in der Regionalliga Mitte. Nachdem die Kärntner die Saison auf dem fünften Platz und damit mit dem bis dahin besten Ergebnis der Vereinsgeschichte abgeschlossen hatten, kam Schenk, der zuletzt in der Saison 1996/97 in der ersten Mannschaft zum Einsatz gekommen war, in der Saison 2002/03 rund zwei Monate vor seinem 24. Geburtstag zu seinem Profidebüt. Nachdem er in den Wochen davor in der Liga sowie in der erfolgreichen Qualifikation zum UEFA-Pokal 2002/03 gegen den FK Liepājas Metalurgs noch als Goriupps Backup wirkte, gab Schenk am 11. September 2002 bei einem 2:2-Heimremis gegen den SK Sturm Graz sein Bundesligadebüt, als der Stammtorhüter aufgrund einer Darmgrippe ausgefallen war.2:2 zwischen Kärnten und Sturm, abgerufen am 27. Jänner 2026
Im darauffolgenden Monat, in den auch das Ausscheiden der Kärntner in der ersten UEFA-Cup-Runde gegen Hapoel Tel Aviv fiel, musste Schenk erneut hinter den Nationaltorhüter zurücktreten. Er profitierte jedoch von dessen Verletzung, die sich dieser am 19. Oktober 2002 nach sieben Spielminuten gegen den Grazer AK zuzog, und ersetzte Goriupp in der Folge bis zur Winterpause. Neben neun Bundesligaeinsätzen für den FCK kam er in dieser Spielzeit auch zu 14 Einsätzen für die zweite Mannschaft in der Regionalliga Mitte sowie zu einem Einsatz beim frühen Pokal-Aus gegen den SC Interwetten. Die zweite Mannschaft trat in dieser Saison in einer Spielgemeinschaft mit dem ASK Klagenfurt in Erscheinung. Die Profis zogen ohne Schenks Beteiligung ins Pokalfinale ein und unterlagen in diesem dem FK Austria Wien mit 0:3. Auch in der Saison 2003/04 nahm er hinter Goriupp lediglich die Reservistenrolle ein und kam weder im Supercup noch in der Liga oder im UEFA-Cup für sein Team zum Einsatz. Selbst in der zweiten Mannschaft, die ab dieser Saison eine Spielgemeinschaft mit dem FC Welzenegg hatte, fand er bis zur Winterpause nur in drei Spielen unter Richard Huber Verwendung.
Über Bad Bleiberg zum Stammspieler in Leoben Da er auch nach dem zehnten Trainerwechsel seit seinem ersten nachweisbaren Einsatz in der Saison 1996/97 kaum Berücksichtigung fand, wurde Schenk in der Winterpause 2003/04 zusammen mit Thomas Ambrosius, Heimo Vorderegger und Martin Morgenstern an den finanziell angeschlagenen BSV Bad Bleiberg abgegeben.Alle Transfers im Winter, abgerufen am 27. Jänner 2026 Der Verein hatte in der vorangegangenen Spielzeit nur knapp den Klassenerhalt geschafft und trat in dieser Saison in Kooperation mit dem FC Kärnten als BSV Juniors Villach als Satellitenklub des FC Kärnten an. Beim Satellitenklub wurde er von Hannes Haubitz, unter dem er davor bereits beim FC Kärnten gespielt hatte, jedoch kaum berücksichtigt. Hinter Routinier Adolf Preschern fungierte er nur als zweiter bzw. dritter Torhüter. Nachdem er in den Tagen zuvor zwei Einsätze für die in der Kärntner Liga spielende zweite Mannschaft absolviert hatte, kam er am 6. April 2004 bei der 0:2-Auswärtsniederlage gegen die SV Ried zu seinem einzigen Zweitligaeinsatz, bei dem er nach 83 Minuten aufgrund einer Notbremse mit der roten Karte des Platzes verwiesen wurde. Vom Strafsenat wurde er in weiterer Folge wegen rohen Spiels mit einer Sperre für ein Spiel belegt.6.000 Euro Strafe für Rapid, abgerufen am 27. Jänner 2026 Bis zum Saisonende und der Auflösung der Kooperation sowie des Vereins im Sommer 2004BSV Juniors stehen vor der Auflösung, abgerufen am 27. Jänner 2026 kam Schenk nicht mehr zum Einsatz.
Nachdem er seine bisherige Karriere ausschließlich in Kärnten verbracht hatte, zog es ihn im Sommer 2004 in die Steiermark, wo er beim Zweitligisten DSV Leoben als Ersatz für den zum Pasching abgewanderten Michael Gspurning unter Vertrag genommen wurde.Alle Transfers, abgerufen am 27. Jänner 2026 Der ehemalige Internationale Heinz Thonhofer, der seit der Winterpause 2002/03 als Cheftrainer der Obersteirer fungierte, setzte Schenk von Beginn der Saison 2004/05 an als Stammtorhüter ein. Aufgrund eines schweren Fouls in der 14. Meisterschaftsrunde gegen den SC Interwetten fasste der gebürtige Klagenfurter abermals eine Sperre von einem Spiel ausSchicklgruber für ein Spiel Zuschauer, abgerufen am 27. Jänner 2026 und musste trotz kurzzeitiger Rückkehr nach Ablauf der Sperre dem Ersatztorhüter Robert Almer für einige Runden den Vortritt lassen. Im nachfolgenden Frühjahr kam Schenk wieder zu regelmäßigen Einsätzen, wurde jedoch zum Saisonende hin abermals durch Almer ersetzt. Bis zum Saisonende brachte es der 1,80 m große Schlussmann auf 24 von 36 möglichen Ligaeinsätzen, musste hierbei 28 Gegentreffer hinnehmen und schloss die Tabelle mit der Mannschaft auf dem fünften Platz ab.
Auch 2005/06 wurde er von Thonhofer wieder als Stammkraft eingesetzt. Am 19. August 2005 gelang ihm bei einer deutlichen 1:4-Niederlage gegen die Austria-Amateure eine Torvorlage, als er in der 79. Spielminute mit einem weiteren Ausschuss den 1:4-Anschlusstreffer von Marko Stanković vorbereitete. Nachdem Thonhofer nach der darauffolgenden Niederlage gegen den LASK – der sechsten in neun Spielen – von seinen Aufgaben entbunden worden war und ihm Dejan Stanković als Trainer nachfolgte, kam Schenk noch in vier Runden (darunter drei Niederlagen) zum Einsatz. Danach wurde er durch den im Sommer verpflichteten Gustav Kral ersetzt und kam erst wieder Mitte April 2006 zu Einsätzen in der zweithöchsten Fußballliga des Landes. Zwar verlor der DSV nach Schenks Rückkehr ins Tor nur eines von neun Spielen, schloss die Saison jedoch lediglich auf dem sechsten Tabellenplatz ab. Seine Einsatzzahlen stiegen daraufhin in der Spielzeit 2006/07 als Stanković ihn über die gesamte Saison als Stammtorhüter einsetzte und nur in den zwei letzten Saisonspielen Gustl Kral den Vortritt ließ. Die Montanstädter schlossen die Meisterschaft in weiterer Folge auf dem dritten Tabellenplatz ab. Neben seiner Tätigkeit als Torwart war er rund um diese Zeit auch als Jugendtrainer beim nahen SC St. Peter-Freienstein tätig.
In der darauffolgenden Spielzeit erhöhte sich die Anzahl der Torhüter im Kader der Leobener deutlich, wobei Schenk mit 28 bzw. 29 Jahren als routiniertester Akteur im Torwartteam galt. Anfangs kam er in dieser Rolle noch regelmäßig zum Einsatz, musste sich jedoch nach dem Abgang von Stanković kurz vor der Winterpause und der anschließenden Interimsphase unter Manfred Kohlbacher unter Nachfolgetrainer Walter Kogler ab dem Frühjahr mit der Reservistenrolle hinter dem neu verpflichteten Kooperationsspieler des SK Rapid Wien, Andreas Lukse, begnügen.Lukse von Rapid nach Leoben, abgerufen am 28. Jänner 2026 Nachdem der DSV Leoben unter Kogler nur knapp den Klassenerhalt geschafft hatte und im Sommer 2008 mit Heimo Kump ein neuer Cheftrainer verpflichtet wurde, geriet Schenks angestammte Position ins Wanken, nachdem über eine mögliche Verpflichtung von Michael Zaglmair vom LASK nachgedacht wurde.Kump neuer Trainer von DSV Leoben, abgerufen am 28. Jänner 2026 Von einer Verpflichtung des Oberösterreichers wurde letztlich abgesehen, wodurch Schenk zunächst noch Stammspieler blieb. Nach einer deutlichen 1:8-Niederlage gegen den FC Magna Wiener Neustadt im Oktober 2008 wurde er jedoch aus dem Tor verdrängt und war fortan zumeist hinter dem deutlich jüngeren Rene Pösendorfer nur Ersatzmann. Im Frühjahr kam er dennoch zu weiteren Einsätzen, die sein Team allesamt verlor. Zu diesem Zeitpunkt stand der Verein, der bereits in der Winterpause Konkurs angemeldet hatte,DSV Leoben bringt Konkursantrag ein, abgerufen am 28. Jänner 2026 als Fixabsteiger fest und konnte sich auch sportlich nicht mehr erholen, sodass die Mannschaft ohnedies hätte absteigen müssen.
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