Der Julius-Campe-Preis ist ein deutscher Literaturpreis, der vom Verlag Hoffmann und Campe vergeben wird. Er wurde 1956 anlässlich des 175-jährigen Bestehens des Verlagshauses gestiftet und ist benannt nach dem Verleger Julius Campe, der den Verlag zu einem Zentrum oppositioneller Literatur ausgebaut hatte. Der Preis wurde zunächst bis 1964 verliehen für Romane und Tatsachenliteratur, die den Geist der Freiheit im abendländischen Sinne auszeichneten. Seit 2002 wird er wieder jährlich als Preis der Kritik vergeben an Persönlichkeiten, die sich „auf herausragende Weise literaturkritische und literaturvermittelnde Verdienste“ erworben haben.
Dotierung Die Preissumme betrug ursprünglich insgesamt 60.000 DM, die auf vier Verleihungen aufgeteilt werden sollte. Spätester Termin der letzten Verleihung war das Jahr 1964, in dem Thomas Bernhard den Preis erhielt. Seit 2002 wird der Preis erneut verliehen. Die Auszeichnung ist seither mit 99 Flaschen Wein und dem bei Hoffmann und Campe erschienenen Faksimile der Französischen Zustände von Heinrich Heine dotiert.
Preisträger 1956: Rudolf Hagelstange für Spielball der Götter 1961: Eckart Kroneberg, Christoph Meckel und Leopold Sievers 1964: Thomas Bernhard, Gisela Elsner und Hubert Fichte 2002: Martin Walser 2003: Heinrich Detering 2004: Joachim Kaiser 2005: Jan Philipp Reemtsma 2006: Michael Naumann 2007: Klaus Reichert 2008: Wendelin Schmidt-Dengler (posthum) 2009: Elisabeth Niggemann 2010: Elke Heidenreich 2011: Roger Willemsen 2012: Petra RothJournal Frankfurt vom 15. Oktober 2012, abgerufen am 15. Oktober 2012 2013: Felicitas von Lovenberg 2014: Buchhandlungskooperation 5 Plus 2015: Denis Scheck 2016: Netzwerk der Literaturhäuser 2017: Monika Grütters 2018: Christian Petzold 2019: Mara Deliusbuchmarkt.de vom 3. Oktober 2019: Der Julius-Campe-Preis 2019 geht an Dr. Mara Delius, abgerufen am 3. Oktober 2019 ... 2022: Frankfurter Buchmesse 2023: Thea Dorn 2024: Mona Ameziane und Christine Westermann 2025: Jannis Niewöhner 2026: Thomas Sachsenmaierbuchmarkt.de vom 1. September 2026, abgerufen am 5. September 2026
Einzelnachweise
Kategorie:Literaturpreis (Hamburg) Kategorie:Literaturkritik Kategorie:Erstverleihung 1956