Hechelmannskirchen ist ein Ortsteil der Marktgemeinde Burghaun im osthessischen Landkreis Fulda.

Geographische Lage Hechelmannskirchen ist rund sechs Kilometer vom Kernort Burghaun entfernt und liegt westlich davon am oberen Schwarzbach, der als zehn Kilometer langer rechter östlicher Nebenfluss der Fulda durch den Kiebitzgrund fließt. In diesem Talsystem liegen auch die Nachbarorte Großenmoor, Langenschwarz und Schlotzau. Zu Hechelmannskirchen zählt auch der 400 m vom Ort entfernte Hof Köhlersmoor. Die Gemarkungsfläche beträgt 216 Hektar (1961), davon sind neun Hektar bewaldet.

Geschichte Ortsgeschichte Das Dorf wurde im 13. Jahrhundert Hucheleheim und später Hechelmich genannt. Der Ort wurde in Urkunden wenig erwähnt und war 1506 fuldisches Lehen derer von Buchenau. In: www.burghaun.de (pdf 4,9KB)

Zum 1. Oktober 1971 fusionierten im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbständigen Gemeinden Großenmoor, Hechelmannskirchen, Langenschwarz und Schlotzau freiwillig zur neuen Gemeinde Kiebitzgrund. Nur Monate später am 1. August 1972 wurde die Gemeinde Kiebitzgrund, und damit auch Hechelmannskirchen, durch das abschließende regionale Neugliederungsgesetz zur Gebietsreform in die Gemeinde Burghaun eingegliedert.Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fulda und Hünfeld und der Stadt Fulda vom 11. Juli 1972 (GVBl. I S. 220) siehe § 16 des Gesetzes Für Hechelmannskirchen sowie für alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Burghaun wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.

Bevölkerung Einwohnerentwicklung 1812: 15 Feuerstellen, 167 Seelen

Religionszugehörigkeit • 1885: 190 evangelische (= 100 %) Einwohner • 1961: 133 evangelische (= 93,66 %), 9 katholische (= 6,34 %) Einwohner

Politik Für Hechelmannskirchen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Hechelmannskirchen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus drei Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 66,67 %. Alle Kandidaten gehörten der „Freien Bürgerliste Hechelmannskirchen“ an. Der Ortsbeirat wählte Daniel Schafhaupt zum Ortsvorsteher.

Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde 1952–1971 Adam WiegandHubert Ziegler: Aus der Vergangenheit Burghauns. In: Burghaun im Wandel der Zeiten. Gemeinde Burghaun (Hrsg.). Fulda, 1980. S. 138–145

Verkehr Durch Hechelmannskirchen führt die Landesstraße 3169, die den Ort mit Burghaun und Schlitz verbindet.

Literatur Adrian Seib: Kulturdenkmäler in Hessen. Landkreis Fulda II. Burghaun, Eiterfeld, Hünfeld, Nüsttal, Rasdorf. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Herausgeber und Verlag), Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-8062-2607-2, S. 83–86.

Weblinks Webauftritt der Marktgemeinde Burghaun

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Burghaun) Kategorie:Ort im Landkreis Fulda Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Fulda) Kategorie:Ersterwähnung 1506 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971