mini|hochkant|Wappen der Grafen von Veringen in der Zürcher Wappenrolle, um 1340 Die Grafen von Veringen waren eine der begütertsten und angesehensten Dynastenfamilien des 11. und 12. Jahrhunderts im süddeutschen RaumSebastian Locher: Regesten zur Geschichte der Grafen zu Veringen. Sigmaringen 1872, S. 3f. (Vgl. Liste der Besitzungen der Grafen von Veringen). Eigentliche Grafen von Veringen, das heißt solche, die hier wohnten und sich selbst diesen Namen beilegten, erscheinen urkundlich in den Jahren 1130 bis 1415. Dieser Name wurde jedoch von vielen Geschichtsschreibernz. B. Johannes Trithemius (* ca. 1410 – †1497) und Schriftstellernz. B. Ludwig Uhland in „Ernst von Schwaben“ mit Mangold von Veringen auch auf die älteren Generationen dieser Familie zurückgetragen, die sich nur mit ihrem Vornamen oder nach ihrem damaligen Wohnsitz Altshausen benannten. Obwohl sich diese in ihrem Leben nie „von Veringen“ nannten (da dies eine spätere Erwerbung ist), gehören sie dennoch zu dem Dynastengeschlecht der „Grafen von Veringen“. Mit Graf Wolfrad / Wölflin stirbt 1415 der letzte aus dem Grafengeschlecht. Die Grafschaft Veringen ging nach mehrmaligem Wechsel 1534 als Reichslehen an den Hohenzollern Karl I. Der Stammsitz der Grafen von Veringen lag in Veringenstadt auf der Schwäbischen Alb bei Sigmaringen. Hier umfließt die Lauchert in großem Bogen einen Felssporn, auf dessen breitem Rücken die Ruine der Burg Veringen steht.

Die Hirschstangen des Wappens der Grafen von Veringen erscheinen, nach der Übernahme durch die Württemberger, in vielen Gemeindewappen, oder bei Porsche oder dem VfB Stuttgart. Dort aber, wegen des Bezugs auf Württemberg, schwarz auf gelbem Grund.

Stammliste der Grafen von Veringen mini|hochkant=1.5|Burg Veringen, Stammsitz der Grafen von Veringen in Veringenstadt mini|Seite mit dem Wappen der Grafen von Veringen aus dem Vergänglichkeitsbuch des Wilhelm Werner von Zimmern, Württembergische Landesbibliothek, Cod. Don. A III 54, fol. 4v, Spiegelbuch 1A: Wolfrad, * 972; † 4. März 1010; ⚭ Berta † 1032 2A: Wolfrad, * ?; erwähnt 1009; † 1065; ⚭ Hiltrud erwähnt 1009; † 9. Januar 1052 begraben in Altshausen (Eltern: Peregrin und Berta) 3A: Wolfrad, † 1065 3B: Hermann der Lahme, * 18. Juli 1013; † 24. September 1054, Mönch der Reichenau begraben in Altshausen 3C: Werner Mönch der Reichenau, * 1021; † 1053 in Jerusalem; Mönch der Reichenau 3D: Manegold von Altshausen, 1083–1102 Graf von Altshausen, 1100 Graf von Isny und Altshausen; in der Zwiefalter Überlieferung (Fälschung) zu 1092 Graf von Veringen; † 1104 / 1109, ⚭ Lietphild (Abstammung unklar), † 1096 4A: Walther von Altshausen, erwähnt 1096–1108 erschlagen in der Schlacht zu Edungesheim (Jdungsheim) in Rhätien (in der Zwiefalter Überlieferung (Fälschung) zu 1109 Graf von Veringen); † 1109 unverheiratet 4B: Wolfrad von Altshausen, 1086–1116 Graf von Altshausen 1100 Graf von Isny und Altshausen † 1130; wahrscheinlich identisch mit Wolfrad 1121- ca. 1130 Graf von Treffen; 1125/30 Graf von Altshausen; † um 1130 ⚭ mögliche Verwandtschaftsbeziehung zur ULRICH-Familie, Grafen von Bregenz, Buchhorn, (Schwarzach) 5A: Wolfrad von Treffen, auch Wolfrad von Abensberg; 1137–1181 Graf von Treffen; 1168 Vogt des Klosters Isny. ⚭ Hemma 6A: Ulrich II. von Treffen, 1161–1181 Patriarch von AquileiaListe der Patriarchen von Aquileia, † 1182; auch unter den Namen Ulrich II. von Aquileia und von Abensbergmini|hochkant|1163 Ulrich II von Treffen Siegel 6B: Wilibirg, erwähnt 1178 † vor 1212 ⚭ mit Graf Heinrich von Lechsgmünd, *1168, † vor 1212, ohne Nachkommen 5B: Marquard I. von Veringen, erwähnt 1130 als Marquard von Althausen. 1134/37–1155 Graf von Veringen, vielleicht auch Graf von Schwarzach 6A: Manegold von Veringen, erwähnt 1150–1186, Manegold Graf von Veringen ⚭ eine Nellenburger Erbtochter 7A: Eberhard von Veringen, erwähnt 1169, † 1186 in Italien 7B: Wolfrad von Veringen, später von Nellenburg; erwähnt: 1169–1207 7C: Heinrich von Veringen, erwähnt 1186 7D: Mangold von Veringen, erwähnt 1216–1228; Stammvater der 3. Nellenburger Stammlinie ⚭ Elisabetha von Montfort ca. 1205–1269 Vater: Hugo I. Graf v.Montfort (c.1170–1230/37) ⚭ Mathilde v. Eschenbach-Schnabelburg? (?-v.1251) 8A: Eberhard von Nellenburg, erwähnt 1243–1253, † nach 1253 9A: Mangold II. von Nellenburg, erwähnt 1256–1294, † 1294; ⚭ Agnes von Eschenbach, erwähnt 1287–1319 10A: Margaretha von Nellenburg, ⚭ Freiherr Mangold von Brandis 11A: Eberhard von Brandis (Abt) des Klosters Reichenau 10B: Agnes von Nellenburg († 1325) ⚭ Friedrich II. von Zollern-Schalksburg († vor April 1318) 10C: Friedrich I. von Nellenburg, erwähnt 1303 10D: Eberhard II. senior von Nellenburg, erwähnt 1294–1353 († vor 1357) 11A: Mangold IV. von Nellenburg, erwähnt 1339–1366; Domherr zu Konstanz († 1367) 11B: Eberhard III. von Nellenburg junior, erwähnt 1339–1369 († 1371), ⚭ Irmengard von Teck, Eltern: Ludwig III, Herzog von Teck, ⚭ Margarethe von Truhendingen 12A: Wolfram von Nellenburg, Landgraf im Hegau und in Madach, ⚭ Agnes von Matsch 13A: Eberhard von Nellenburg 12B: Eberhard VII., Graf von Nellenburg Landgraf im Hegau und in Madach, 1.⚭ Anna von Tierstein, 2.⚭ Elisabeth von Montfort-Bregenz 12C: Friedrich II. von Nellenburg 12D: Konrad von Nellenburg 12E: Margareta von Nellenburg, ⚭ Johann III. von Tengen, gen. von Wartenfels 13A: Johann I. von Tengen, Graf von Eglisau und Nellenburg, ⚭ Gisela Anna Malterer 14A: Johann IV. von Nellenburg, 1.⚭ Bertha von Kirchberg, 2.⚭ N. 15A: aus 1. Ehe: Barbara von Tengen 1.⚭ Peter von Hagenbach, 2. ⚭ Ulrich, Graf von Oettingen-Flochberg, 3.⚭ Heinrich II. von Zweibrücken-Bitsch 15B: aus 1. Ehe: Jakob von Tengen 15C: aus 1. Ehe: Eberhard VIII., Graf von Tengen und Nellenburg, ⚭ Adelheid von Montfort 15D: aus 1. Ehe: Elisabeth von Tengen 15E: aus 1. Ehe: Johann von Tengen 15F: aus 2. Ehe: Hans von Tengen 14B: Heinrich I. von Tengen 14C: Konrad I. von Tengen 14D: Anna von Tengen, 1.⚭ Marquard VII. von Baldegg, 2.⚭ Konrad von Berwangen 14E: Margareta von Tengen, ⚭ Frischhans von Bodman 14F: Benedikta von Tengen 14G: Anastasia von Tengen 14H: Dorothea von Tengen, ⚭ Diebold I. von Hohengeroldseck 14I: Friedrich von Tengen 14J: Jakob von Tengen 13B: Elisabeth von Tengen 13C: Agnes von Tengen 13D: Margareta von Tengen 13E: Benedikta von Tengen 13F: Anna von Tengen und Nellenburg, ⚭ Heinrich V, Graf von Fürstenberg 13G: Eberhard von Tengen 12F: Wilhelm von Nellenburg, ⚭ Agnes von Kirchberg 12G: N von Nellenburg, ⚭ Egeno von Freiburg 12H: Ursula von Nellenburg, ⚭ Konrad II. Waldner 11C: Heinrich III. von Nellenburg, ⚭ Ursula von Hasenburg 12A: Elisabeth von Nellenburg, ⚭ Rudolf IV., Graf von Montfort-Feldkirch 11D: Wolfrad von Nellenburg 10E: Wolfram I. von Nellenburg, Deutschordensmeister erwähnt 1319–1362 († 1377) 10F: Mangold III. von Nellenburg, Johanniter, erwähnt 1318–1342 9B: Adelgunde von Nellenburg, ⚭ Baron Luitold von Regensberg 9B: Adelgunde von Nellenburg, ⚭ Baron Luitold von Regensberg 9B: Adelgunde von Nellenburg, ⚭ Baron Luitold von Regensberg 9B: Adelgunde von Nellenburg (Vater: 9A, sie ist keine Schwester von ihm) ⚭ Baron Luitold von Regensberg 9C: Elisabetha von Nellenburg *1285 (Vater: 9A, sie ist keine Schwester von ihm) ⚭ Freiherr Diethelm von Steinegg, Edler * 1280, Sohn Baron Johannes von Steinegg † 1408 in Krintsch/Schlesien ⚭ 1334 Margreta von Truhendingen *1285 † 10. August 1348 8B: Elisabetha von Nellenburg, ⚭ Baron v. Hüttingen 7E: Theoderich von Veringen, erwähnt 1202 7F: Marquard von Veringen, erwähnt 1210 7G: Willibirg von Veringen, 1169 erwähnt; 1192 am Hof Kaiser Heinrichs VI. in Hagenau (Elsass) nachgewiesen, ⚭ Rudolf I. von Vaz (Vatz) 8A: Abstammung unklar: Wolfrad Senior von Veringen, erwähnt 1216–1267; † 1267, ⚭ Anna 1254, 1255 9A: Konrad von Veringen, erwähnt 1238–1270, Mönch in Salem, † ca. 1280 9B: Wolfrad Junior von Veringen, erwähnt 1252–1269, † ca. 1269 10A: Mangold von Veringen Can. Cur, erwähnt 1264–1302 10B: Wolfrad Can. Cur, erwähnt 1269–1301 10C: Heinrich von Neuveringen, erwähnt 1269–1307, Heinrich von Neuveringen und Hettingen, † ca. 1308; ⚭ mit Jdda 1284 11A: Wolfrad von Veringen, erwähnt 1297–1330; † 1330. ⚭ Mechthild von Hohenberg 1320, 1321. Klosterfrau zu Reuthe 1362 11B: Heinrich von Veringen, * um 1280, † 25. März 1366, Kirchherr; erwähnt 1311–1324, Graf von Veringen 1326–1363, zweimal verheiratet (wie nachstehend mit Sophia und Adelheid) 1. ⚭ Sophia Gräfin vom Kirchberg 12A: Tochter, * um 1324, ⚭ ein Rheingraf 12B: Tochter, erwähnt 1380 12C: Sophie von Veringen ⚭ Wilhelm I. von Rechberg 2. ⚭ Adelheid Gräfin von Zollern ⚭ um 1326, 1357–68, † vor 1382 12D: Friedrich Graf von Veringen (auch: Eitelfriderich, Fritz, Friderich), Kirchherr zu Veringen 1357–82, † 1385, ⚭ Adelheit Gräfin von Zollern 12E: Wölflin von Veringen (auch: Wolfrad, Graue Wolfli), 1357–1409; unverheiratet, † 1415 in Saulgau, als letzter dieser Linie 12F: N. ? ⚭ N. von Geroldseck 12G: Anna Gräfin von Veringen, * 1339, ⚭ Ambrosius Baron von Steinegg, * um 1342 in Krintsch; sein Vater: Baron Johannes von Steinegg, † 1408 in Krintsch; seine 1. ⚭ Margreta N., 2. ⚭ 1335 mit Margreta von Truhendingen, was auch ihre 2. ⚭ war, † 10. August 1348, ihre 1. ⚭ war mit Ludwig III., Herzog von Teck, † 28. Januar 1334; ihr Vater: Friedrich Graf von Truhendingen, * 1253, † 15. März 1290; ihre Mutter: Agnes von Württemberg, * 1255, † um 1305 11C: Katharina von Veringen, erwähnt 1311–1352; ⚭ Graf Hugo von Reichenberg 11D: Anna von Veringen, Äbtissin im Kloster Wald, erwähnt 1311–1339 mini|hochkant|Gräfin Mechthilde von Veringen, Äbtissin im Zisterzienserkloster Heiligkreuztal, 1318 bis 1336 erwähnt; Figur am ehemaligen Spitalgebäude in Veringenstadtmini|hochkant=2.5|Heiligkreuztal-Kreuzgang-Äbtissinnenpanorama mit Gräfin Mechthilde von Veringen (8. v. li.)

11E Mechthild von Veringen, erwähnt 1318–1336, Äbtissin zu Kreuztal 10D: ? Hedwig von Veringen ⚭ Graf von Grüningen 10E: ? Bertha von Veringen ⚭ H. Anselm von Justingen 9C: Heinrich von Altveringen, erwähnt: 1267–1282, † nach 1282. ⚭ Verena von Klingen 1270–1310, † 1314 10A: Anna von Veringen ⚭ den Grafen Hugo von Montfort († 1310) 10B: Sophie ⚭ Konrad von Lichtenberg 10C: N ⚭ N. von Bucheck 6B: Heinrich von Veringen erwähnt: Graf von Veringen 1150, † 1190. 6C: Ulrich von Veringen erwähnt: 1199–1200 als Abt von St. Gallenhttp://www.sg.ch/home/kultur/stiftsarchiv/geschichte/abtei_st_gallen/aebte/ulrich_von_veringen.html vom 4. Februar 1199 bis zu seinem Tode am 15. Januar 1200. 6D: Heinrich II. von Veringen, Heinrich Can. 1181–1201. Bischof von Straßburg 1202–1223; † 1223 Abstammung unbekannt 4C: Manegold erwähnt 1096, 1. Abt Isnys, † 1100, Abstammung unklar. mini|hochkant|Isny Abt 01 Manegold von Veringen 3E: N. nach 1052 lebend (Tuticha?) 3F: N. nach 1052 lebend (Mathild?) 3G: Irmgard 1096 3H: Luitpold, Totengedächtnis 1042 in Isny 3I: Irmgard 1096 3J: 7 weitere Kinder vor dem 9. Jan. 1052 verstorben (Quellen:Sebastian Locher: Regesten zur Geschichte der Grafen zu Veringen. Sigmaringen 1872.Joseph Kerkhoff: Die Grafen von Altshausen-Veringen. Die Ausbildung der Familie zum Adelsgeschlecht und der Aufbau ihrer Herrschaft im 11. und 12. Jahrhundert. 1964.)

Weitere Familienmitglieder unklarer Zuordnung Mangold von Veringen († 1295), Abt der Reichenau (1294–1295) Anna von Veringen, Äbtissin im Kloster Wald, erwähnt 1290

Siegel-Abbildungen der Grafen von Veringen Die Siegel der Grafen von Veringen sind auf einer eigenen Seite dargestellt.

Besitzungen der Grafen von Veringen Die Liste der Besitzungen der Grafen von Veringen befindet sich ebenfalls auf einer eigenen Seite.

Weblinks

Video mit Luftaufnahmen der Burgruine Veringen Interaktive Karte der Besitzungen der Grafen von Veringen

Einzelnachweise

Kategorie:Geschichte (Veringenstadt)

Veringen Kategorie:Adelsgeschlecht (Mittelalter) Kategorie:Deutsches Adelsgeschlecht Veringen Kategorie:Geschichte der Schwäbischen Alb