Der Admonter Reichenstein ist ein Berg in den Ennstaler Alpen in der Steiermark und der höchste und östlichste Berg der Reichensteingruppe. Eine Besteigung des Berges erfordert zumindest Kletterei im II. Grad.
Topographie Der Admonter Reichenstein besitzt drei Gipfel, diese sind von West nach Ost das Admonter Horn , der Reichensteingipfel und das Totenköpfl . Das Admonter Horn ist vom Hauptgipfel durch den Reichensteinsattel getrennt. Das Totenköpfl ist durch die Reichensteinscharte vom Reichensteingipfel getrennt. Der Berg ist auf allen Seiten von steilen Wänden und Abbrüchen umgeben. Vom Sparafeld im Westen ist der Reichenstein durch die Wildscharte getrennt.
Aufstiege Der Normalweg auf den Reichenstein führt von der Mödlinger Hütte auf einem Steig zum Herzmann-Kupfer-Kreuz, ehe er dann teilweise über Plattenschüsse (Herzmann-Kupfer-Platte) in den Bereich der Südschlucht unterhalb der Reichensteinscharte quert. Der weitere Anstieg vollzieht sich zuerst durch diese Schlucht und dann über Schrofen, ehe man den Südgrat überquert und zum Schluss über leichtes Schrofengelände zum Gipfelkreuz ansteigt. Die Querung einer Platte und eine kurze senkrechte Stelle in der Schlucht verlangen Klettereien im II. Grad. Das Totenköpfl ist von der Reichensteinscharte aus in kurzer Kletterei erreichbar, eine Stelle ist im unteren III. Grad.
Neben dem Normalweg bietet der Reichenstein eine Fülle von Kletterrouten verschiedener Schwierigkeiten, unter ihnen der Südgrat (eine Stelle IV, ansonsten leichter), der Westgrat (III, brüchig), oder der Nordostpfeiler (VI-, V+).Willi End: Gesäuseberge. Ein Führer für Täler, Hütten und Berge (= Alpenvereinsführer. Reihe Nördliche Kalkalpen.). Bergverlag Rudolf Rother, München 1988, ISBN 3-7633-1248-X, S. 533 ff. Eine weitere Klettertour auf den Reichenstein führt über den Ostgrat auf das Totenköpfl (III), hier seilt man in die Reichensteinscharte ab, und klettert anschließend durch die Reichenstein Ostwand (meist I-II, max. III, aber sehr Steinschlaggefährdet) fast direkt unters Gipfelkreuz.
Geologie Der Gipfel des Admonter Reichensteins wird wie auch Sparafeld und Kalbling aus Dachsteinkalk gebildet, der im Gegensatz etwa zur Hochtorgruppe hier kaum gebankt ist, da es sich um Riffkalk handelt. An der Nordseite des Reichensteins lässt sich die ursprüngliche Reihenfolge vom Dachsteinkalk über Raibler Schichten, Ramsaudolomit und Werfener Schichten beobachten. An der Südseite ist diese Folge durch eine Störung abgeschnitten. Die Werfener Schichten fehlen hier fast völlig und es folgen unmittelbar die paläozoischen Gesteine der Grauwackenzone.Willi End: Gesäuseberge. Ein Führer für Täler, Hütten und Berge (= Alpenvereinsführer. Reihe Nördliche Kalkalpen.). Bergverlag Rudolf Rother, München 1988, ISBN 3-7633-1248-X, S. 29.
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Einzelnachweise
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