mini|Paul Engelhard im Flug, Flugplatz Johannisthal bei Berlin, 12. August 1910, Aufnahme von Otto Haeckel mini|Eröffnung der Putlitzbrücke, 1912 mini|Passanten betrachten die ersten ausgehängten Verlustlisten des Kriegsjahres 1914 Otto Hermann Adolf Haeckel (* 10. September 1872 in Sprottau; † 7. Mai 1945 in BerlinStA Schöneberg von Berlin, Sterbeurkunde Nr. 1861/1945.) und Georg Paul August Haeckel (* 7. Oktober 1873 in Sprottau; † 22. November 1942 in BerlinStA Steglitz von Berlin, Sterbeurkunde Nr. 2281/1942) gehörten am Anfang des 20. Jahrhunderts zu den bekanntesten Pressefotografen Berlins.

Leben und Wirken Die Brüder Otto und Georg Haeckel wuchsen in Sprottau in Schlesien als Söhne eines Kolonialwarenhändlers auf. Um 1905 verließen sie ihre Heimat, um in Berlin für die B.Z. am Mittag und die Berliner Illustrirte Zeitung zu arbeiten.

Um 1908 gründeten sie eine „Presse-Illustrationsfirma“. Es gelang ihnen, Bewegungsabläufe mit sehr kurzen Verschlusszeiten von bis zu einer Tausendstelsekunde zu fotografieren. Neben ihrer Tätigkeit als Pressefotografen waren sie auch für den Adel und den Kaiser tätig. Zusätzlich entstanden unzählige Aufnahmen, die das Alltagsleben in Berlin illustrieren und dokumentieren, dass die Stadt auch schon zu jener Zeit Menschen aus unzähligen Kulturen ein Zuhause bot.

Zum 31. Dezember 1919 lösten die Brüder Haeckel ihre gemeinsame Illustrationsfirma auf. Während Otto Haeckel danach weiterhin als Pressefotograf arbeitete, betrieb Georg Haeckel ein Porträtstudio am Kaiserplatz in Lichterfelde.Arbeitskreis Berliner Regionalmuseen / Museumspädagogischer Dienst Berlin (Hrsg.): Im Blick: Berlin. Aus den fotografischen Sammlungen der Berliner Regionalmuseen. Museumspädagogischer Dienst Berlin, Berlin 2003, ISBN 3-930929-18-X, S. 87.

Die Brüder dokumentierten ihre Umwelt so detailreich, dass während ihres Wirkens ca. 200.000 Aufnahmen entstanden. Viele der Aufnahmen wurden jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Der gesamte Nachlass von Otto und Georg Haeckel liegt bei der Bildagentur ullstein bild. Es handelt sich hierbei um ca. 16.000 Glasplatten und 11.000 Fotos. Teil des Haeckel-Projekts bei ullstein bild ist eine entsprechende Themenwebsite. Eine Auswahl der Fotos erschien 2007 in einem Bildband des Sutton-Verlags mit dem Titel Alltag in Berlin. Fotos der Gebrüder Haeckel 1900–1920.

Literatur Welt am Sonntag. 25. November 2007, S. B4. Dirk Palm (Hrsg.): Alltag in Berlin. Fotos der Gebrüder Haeckel 1900–1920. Sutton, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-164-6.

Weblinks

Die Sammlung Haeckel Gebrüder Haeckel auf der Website des Deutschen Historischen Museums

Einzelnachweise

Haeckel Kategorie:Fotograf (Berlin)