mini|Firmenschild in St. Maria Stuttgart (1984) Reiser Orgelbau war ein deutsches Orgelbauunternehmen mit Sitz in Biberach an der Riß.

Geschichte Albert Reiser (1874–1947) lernte das Orgelbauhandwerk in den Werkstätten Mönch (Überlingen), Gebr. Späth Orgelbau und Schlimbach (Würzburg). 1906 erwarb er die Werkstatt Schefold und führte sie unter eigenem Namen fort. Bereits in den 1930er Jahren zählte Reiser zu den repräsentativen Werkstätten im Südwesten Deutschlands.

Nach dem Tod Albert Reisers übernahmen 1948 dessen Söhne Johann (Hans), Albert und Josef den Betrieb und firmierten als Gebr. Reiser. 1983 übernahm der Sohn Johann Reisers, Hans Peter Reiser (* 1943), die Werkstatt unter dem Namen Reiser Orgelbau. Die Firma baute um die 500 Orgeln unter dem Motto: „Das Bild einer Orgel entsteht im Kopf. Reiser baut Orgeln mit besonderer Klangfülle. Jeder Raum wird so neu erlebbar.“

Die Firma gilt als erloschen. Stimm- und Wartungsverträge laufen über Josef Pferdt Orgelbau in Isny im Allgäu.https://www.orgelbau-pferdt.de/

Werke Kursivschreibung zeigt an, dass die Orgel nicht mehr oder nur noch der Prospekt erhalten ist. In der sechsten Spalte bezeichnet die römische Zahl die Anzahl der Manuale, ein großes „P“ ein selbstständiges Pedal, ein kleines „p“ ein nur angehängtes Pedal. Die arabische Zahl gibt die Anzahl der klingenden Register an. Die letzte Spalte bietet Angaben zum Erhaltungszustand und zu Besonderheiten, außerdem weitere Informationen mit Links innerhalb der Wikipedia oder mit externen Weblinks.

Jahr Opus Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen 1906 1Erbach-Bach St. Nikolaus zentriert|160x160px I/P 41957 wurde die Orgel gereinigt, instand gesetzt, der Spieltisch erneuert, zur Seite gerückt und das Werk um die Register Oktav 4′ und Superoktav 2′ erweitert (Orgelbau Reiser). 2014 wurde die Orgel gereinigt, neu intoniert und das Register Prinzipal 8′ (Zink-Prospektpfeifen) durch Zinnpfeifen ersetzt (Orgelbau Wiedenmann). → Orgel 1906 2 Uttenweiler St. Simon und Judas I/P 3 1907 3 Münzdorf St. Urban I/P 6 → Orgel 1907 4 Oberdischingen Heiligen Herzen Jesu 160px II/P 20 1907 5 Biberach an der Riß Salon I 2 1908 6 Stetten St. Stephanus I/P 7 1974 ersetzt durch ein Werk von Orgelbau Späth 1908 7 Alttann St. Nikolaus 160px II/P 11 von Fa. Reiser 1965 als op. 337 auf 14+1 Register erweitert und mit neuem Prospekt versehen 1909 8 Altsteußlingen St. Martin I/P 6 1909 9 Pfronstetten St. Nikolaus I/P 9 1909 10 Altheim (Schemmerhofen) St. Nikolaus II/P 12 1910 11 Altenstadt II/P 15 1910 12 Mittelbuch II/P 12/(13) Vergrößerung und Umbau 1910 13 Schönebürg St. Gallus 160x160px II/P 9 Umbau 1910 14 Obereisenbach St. Margaretha II/P 12 1910 15 Fischbach (Ummendorf) St. Odilia I/P 9 Vergrößerung 1910 16 Felldorf I/P 5 1910 17 Uttenweiler II/P 22 1911 18 Hürbel (Gutenzell-Hürbel) St. Alban II/P 12 ersetzt durch Neubau Wiedenmann 1911 19 Göffingen St. Nikolaus II/P 8 1911 20 Schechingen St. Sebastian II/P 13 1911 21 Biberach an der Riß kath. Kapelle St. Maria Magdalena I/P 6 1911 22 Wilpoldsweiler St. Georg II/P 10 1911 23 Mettenberg (Biberach) St. Alban I/P 5 1922/1923 Erweiterung um 2 Register 1911 24 Brötzingen I/P 8 1911 25 Oberdischingen II/P 27 mit Fernwerk 1912 26 Wolfegg Loretokapelle zentriert|160x160px I 4 1912 27 Reute (Bad Waldsee) Klosterkirche I 5 1911 28 Gattnau St. Gallus II/P 20 1911 29 Rot an der Rot St. Verena zentriert|160x160px III/P 36 große Restaurierung 1912 30 Bellamont St. Blasius II/P 13 Vergrößerung um ein II. Manual 1912 31 Grundsheim St. Michael II/P 8 1912 32 Unterschwarzach (Bad Wurzach) St. Galluszentriert|160x160px II/P 17 1912 33 Herlikofen II/P 15 1913 34 Oberdettingen Mariä Himmelfahrt 160x160px II/P 22 1913 35 Warthausen II/P 14 1913 36 Erbach (Donau) St. Martinus II/P 21 Laut Opusschild am Spieltisch war diese Orgel Opus 34. Sie wurde 1983 durch Reiser Opus 442 ersetzt → Orgel 1913 37 Ravensburg St. Josef I 5 1913 38 Meckenbeuren St. Maria II/P 23 1915 39 Ochsenhausen II/P 13 Chororgel 1914 40 Privat I 3 1914 41 Biberach an der Riß ev. Friedhofskirche I/P 7 1914 42 Biberach an der Riß Jordanbad Franziskuskapelle II/P 13 1914 43 Laimnau St. Peter und Paul II/P 15 1916 44 Hausen am Bussen St. Martin I 4 1916 45 Bad Waldsee Frauenbergkapelle zentriert|160x160px 5 1916 46 Hauerz St. Martin zentriert|160x160px II/P 23 1915 47 Ravensburg Kapelle im Altenheim „Bruderhaus“ Kloster I/P 5 ersetzt durch Neubau Johannes Karl um 1950 / Wiedenmann 2006 → Orgel 1914 48 Bollingen (Dornstadt) St. Stefanus 160x160px II/P 13 Disposition und Klangbild auf der Seite www.ulmer-orgeln.de 1917 49 Bichishausen St. Gallus II/P 11 1917 50 Aalen St. Salvator II/P 33 1975 durch Neubau von Albiez (III/43) ersetzt 1919 51 Untersulmetingen St. Georg und Sebastian II/P 13 1919 52 Dellmensingen St. Kosmas und Damian zentriert|160x160px II/P 23 1919 53 Kehlen (Meckenbeuren) St. Verena II/P 19 nicht erhalten 1919 54 Casekow Dorfkirche 160x160px I/P 5 Orgel stand zuvor in Granheim St. Martin → Orgel → Orgel 1919 55 Tomerdingen Mariä Himmelfahrt 160x160px II/P 19 1920 56 Goppertsweiler (Neukirch) St. Martin zentriert|160x160px I/P 7 1920 57 Hirschlatt St. Sylvester I/P 5 58 Ummendorf Musikschule I 3 1920 59 Zogenweiler St. Felix und Regula zentriert|160x160px II/P 13 1920 60 Hinznang St. Gertrud II/P 13 1921 61 Felldorf St. Johannes Baptist II/P 10 Vergrößerung eines II. Manuals 1921 62 Reute (Mittelbiberach) St. Nikolaus II/P 8 1922 63 Ersingen I/P 7 1922 64 Gosbach II/P 10 1922 65 Steinhausen an der Rottum St. Maria II/P 16 Neubau im alten Gehäuse 1922/1975 1922 66 Willerazhofen St. Margareta II/P 10 1922 67 Weitingen II/P 12 1922 68 Grünkraut St. Gallus und Nikolaus II/P 15 1922 69 Göttelfingen St. Nikolaus II/P 12 ersetzt durch einen Neubau von Orgelbau Winterhalter 1922 70 Schwörzkirch I/P 9 1922 71 Rottum (Steinhausen an der Rottum) St. Mauritius zentriert|160x160px II/P 10 1922 72 Hochdorf (Riß) St. Martinus zentriert|160x160px II/P 13 1923 und 1935 73 Bavendorf (Ravensburg) St. Columban 160x160px II/P 14+2 bzw. 13 1922/1923 und 1935 Umbau der Schefold-Orgel von 1878, 1935 auch neuer Freipfeifenprospekt 1922 74 Egesheim Mariä Himmelfahrt II/P 10 1923 75 Neufra St. Dionysius I/P 6 1924 76 St. Gallen I 3 Salonorgel 1924 77 Urnäsch II/P 4 Umbau 1924 78 St. Gallen Privat II/P 7 Umbau 1924 79 privat Salonorgel I 4 Umbau 1925 80 Künzelsau St. Joseph II/P 15 1925 81 Drackenstein I/P 6 1925 82 Obermarchtal Lehrerakademie II/P 14 1926 83 Dürrwangen II/P 12 1926 84 Rohrdorf (Landkreis Calw) St. Johannes II/P 15 1927 85 Bärenthal II/P 10 1927 86 Ringschnait Mariä Himmelfahrt II/P 15 1927 87 Wilflingen (Langenenslingen) St. Johann Nepomuk II/P 15 1927 88 Donaustetten St. Laurentius II/P 9 Ohne Prospekt am Kirchendachboden aufgestellt, Spieltisch auf der Empore. Klangaustritt durch Jalousienschweller in den Kirchenraum. Pfeifenmaterial aus dem Vorgängerinstrument übernommen, 2015 restauriert. Orgelbeschrieb Originalquellen mit entsprechendem Bildmaterial Orgel und Orgel → Orgel 1927 89 Haslach St. Petrus in Ketten II/P 13 1927 90 Hohenstadt Wallfahrtskirche Mariä Opferung II/P 31→ Orgel 1927 91 Obernau (Rottenburg) St. Peter und Paul II/P 14 1927 92 Kuchen II/P 10 1928 93 Gosbach II/P 13 Erweiterung um ein II. Manual 1928 94 Nagelsberg (Künzelsau) St. Jakobus II/P 9 Tonhallenorgel; nicht mehr erhalten 1928 95 Altmannshausen St. Vitus II/P 15 1928 96 Lautlingen (Albstadt) St. Johannes Baptist 160px II/P 30 ca. 2000 Pfeifen, renoviert 2000/2001 1928 97 Riedhausen St. Michael II/P 14 1928 98 Oberkessach St. Johann Baptist II/P 21 „große Schwester“ zur Reiser-Orgel in St. Kilian Bieringen (Schöntal) 2017 durch Orgelbau Rensch generalüberholt 1928 99 Unterwaldhausen Allerheiligen zentriert|160x160px II/P 12 1929 100 Geislingen (Zollernalbkreis) St. Ulrich III/P 37 nicht erhalten 1930 101 Schemmerhofen-Aufhofen Klosterkirche 160x160px II/P 20 Wallfahrtskirche unserer lieben Frau auf dem Kapf, „Aufhofener Käppele“ 1931 102 Schweinhausen Mariä Himmelfahrt II/P 16 1930 103 Süßen Alte Marienkirche II/P 15 1948 durch Späth auf 23 Reg. erweitert 1930 104 Biberach I/P 9 1930 105 Ertingen Kapelle I 5 1930 106 Grüningen St. Blasius II/P 13 1930/1931 107 Ravensburg Elisabethenkrankenhaus, Hauskapelle II/P 12nicht erhalten 1931 108Lorch II/P 7 1930 109 Münsterschwarzach II/P 18 1930 110 Ulm St. Elisabeth III/P 42 1931 111 Reute (Bad Waldsee) Klausurkapelle II/P 13 1931 112 Würzburg II/P 21 1931 113 Hussenhofen St. Leonhard II/P 11 entstand unter Verwendung von Teilen der ehemaligen Orgel aus der Klosterkirche Reute 1931 114 Eggartskirch St. Isidor I 4 1931 115 Taldorf St. Gangolf / St. Petrus II/P 15 1931 116 Wellendingen II/P 21 1931 117 Bremelau St. Otmar II/P 12 1932 118 Reichenbach unter Rechberg St. Petrus II/P 15 1932 119 Otterswang II/P 17 1932 120 Mochenwangen (Wolpertswende) Mariä Geburt 160x160px III/P 36+2 mit Pfeifenbestand und Balganlage der Vorgängerorgel von Späth, 1904, (op. 125); erhalten; spielbar, teilrestauriert (I. Man., Pedal und Spieltisch; Stand: 2022) → Beschreibung 1932 121 Wolpertswende St. Gangolf zentriert|160px II/P 12 Neubau 2009 durch OBM Wiedenmann. Die ehemalige Reiser-Orgel (Werk und Gehäuse) wurde 2006 abgebrochen und befindet sich jetzt in der Hauskapelle der Hazienda eines ehemaligen Wolpertswenders in Mexiko. 1932 122 Zöbingen I/P 6 1932 123 Friedingen St. Blasius I/P 7 1967 ersetzt und nach in Illerrieden überführt 1932 124 Obersulmetingen II/P 15 1932 125 Bußmannshausen St. Martinus II/P 12+3 2016 Neubau durch Orgelbaumeister Trefz (in Kooperation mit Orgelbaumeistern Stephanie Drenseck, Michael Mauch und Gilbert Scharfe) 1932/1933 126 Aulendorf St. Martin zentriert|160px III/P 35 1932 127 Schönebürg St. Galluszentriert|160x160px II/P 13 1933 128 Frankenhofen (Ehingen) St. Gallus II/P 13 elektropneumatische Kegelladen 1933 129 Wolfegg St. Katharina und Franziska II/P 30 1933 130 Gunningen St. Georg II/P 14Neubau 1996 durch Pfaff